19. Februar 2009
19.02.2009
Spanien

Kunst in Zeiten der Krise: ARCO-Messe in Madrid eröffnet

12.02.2009 | 01:00

Im Zeichen der weltweiten Wirtschaftskrise hat am Mittwoch in Madrid die 28. Internationale Messe für Zeitgenössische Kunst (ARCO) begonnen. In diesem Jahr sind in der spanischen Hauptstadt 238 Händler aus 32 Ländern dabei, das sind knapp 20 Galerien weniger als noch 2008.

"Die Messe steht ganz klar unter dem Eindruck der Krise", räumte ARCO-Direktorin Lourdes Fernández ein. "Wir arbeiten das Doppelte, um am Ende die Hälfte zu erreichen." Mehr als sonst gelte das Prinzip, dass vor allem Qualität und Innovation zum Überleben notwendig seien. "Wenn wir die Verkäufe des Vorjahres erreichen, können wir zufrieden sein", sagte der Chef der Messegesellschaft, Luis Eduardo Cortés. ARCO gilt als die publikumsreichste Kunstmesse weltweit, sie läuft bis zum 16. Februar. Deutschland ist mit rund 30 Galerien vertreten.

Gastland Indien präsentiert sich mit 13 Galerien und 50 Künstlern, darunter etwa der für seine Installationen aus Küchengeschirr bekannte Subodh Gupta. Indien erlebe dank der großen Vielfalt in der internationalen Kunstszene einen wahren Boom, sagte der Kommissar des indischen Beitrages, Bose Krishnamachari. "Wir sind in Mode, und für unsere Künstler ist das eine aufregende Zeit." Bei internationalen Auktionen brachte zeitgenössische indische Kunst nach Expertenangaben im vergangenen Jahr rund 110 Millionen Dollar ein. Im Jahr 2001 waren es nur 2,3 Millionen gewesen.

Zum Verkauf stehen auf der Messe auch Werke von Francis Bacon, dem das Madrider Prado-Museum derzeit eine große Retrospektive widmet, Damien Hirst, Georg Baselitz, Bill Viola, Richard Serra, Miquel Barceló, Pablo Picasso oder Joan Miró. Zunächst ist die Messe nur für Fachbesucher zugänglich, die offizielle Eröffnung mit Kronprinz Felipe und Prinzessin Letizia findet an diesem Donnerstag statt.

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