14. Mai 2009
14.05.2009

Schweinegrippe weiter im Anflug auf Mallorca

06.05.2009 | 18:58
Angst vor Ansteckung in Mexiko.

Die Vorsichtsmaßnahmen auf den Balearen angesichts der sich von Mexiko aus weltweit ausbreitenden Schweinegrippe sind verstärkt worden. Am Flughafen Son Sant Joan sollte am Mittwoch (6.5.) ein Quarantäne-Raum für ankommende Passagiere mit Symptomen des neuen und hoch ansteckenden Virus eingerichtet werden. Zudem beantworten freiwillige Helfer des Roten Kreuzes auf dem Flughafen seit Dienstag (5.5.) die Fragen von besorgten Reisenden zu Aspekten der Krankheit und geben Informationsbroschüren aus. Von Palmas Flughafen aus gibt es keine Direktverbindungen mit Mexiko. Üblicherweise sind die Reisenden aus diesem Land vorher in Madrid oder Barcelona umgestiegen.
Zu Aufregung am Flughafen kam es allerdings am Montag (5.5.), als offenbar Passagiere aus Mexiko, die über Madrid nach Mallorca flogen, Rollstühle angefordert hatten. Die daraus folgende Vermutung, dass es sich bei den Reisenden um Grippe-Infizierte handelte, bestätigte sich aber nicht.
Spanien ist mit mehr als 50 Schweinegrippefällen das am stärksten betroffene Land in Eu­ropa. Auf den Balearen wurde aber bislang kein Fall einer Infektion bestätigt. Allerdings ist unter den Infizierten in Katalonien auch ein Mallorquiner. „Wir haben keine Notsituation, sind aber in Alarmbereitschaft", sagte der balearische Gesundheitsminister Vicenç Thomàs. Die nach dem Ausbruch der Krankheit aktivierten Sicherheitsprotokolle sind aktiv. Für den Fall, dass eine Impfung gegen die Schweinegrippe entwickelt wird, soll diskutiert werden, ob sie dann in die jährliche Grippeschutzimpfung der Gesundheitszentren aufgenommen wird.
Nach Auskunft des Seuchenkontrollzentrums der EU (ECDC) werden in Europa alle Krankheitsverläufe bisher als mild eingestuft. Todesopfer des Virus gab es bislang nur im Ausbruchsland Mexiko (29) und in den USA (2). Die mexikanischen Behörden sehen die Gefahr aber bereits abflauen. Sie ordneten die schrittweise Öffnung der Schulen an.
Zwischen der Europäischen Union und Russland droht wegen der Schweinegrippe ein Handelskonflikt. Russland blockiere die Einfuhr lebender Schweine und von Schweinefleisch-Produkten aus Spanien, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.

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