25. Juni 2009
25.06.2009

Illegale Schnäppchen: Verfrühte "Rebajas" auf Mallorca

26.06.2009 | 11:46

Angesichts der Wirtschaftskrise verzichtet die Landesregierung seit mehreren Monaten darauf, Verstöße gegen die Auflagen zum Schlussverkauf zu ahnden. Obwohl der Sommerschlussverkauf ("rebajas") offiziell erst am 7. Juli beginnt, haben viele Einzelhändler schon jetzt ihre Ware um bis zu 50 Prozent reduziert. Das ist auf den Balearen im Gegensatz zu Deutschland, wo die gesetzlichen Vorgaben zum Schlussverkauf liberalisiert wurden, nicht erlaubt. Wie es im balearischen Handelsministerium heißt, verfüge man nur über eine einzige Inspektorin für die Ladenlokale. Sie werde in der Regel nur nach vorherigen Anzeigen aktiv. In Zeiten, in denen manche Einzelhändler am Tag kein einziges Kleidungsstück verkauften, seien verschärfte Kontrollen der falsche Weg, so der zuständige Abteilungsleiter Pere Trias.

Beim Branchenverband Pimeco werden die derzeitigen Einbußen auf rund 30 Prozent beziffert. Schuld seien neben der Wirtschaftskrise aber auch die derzeitigen verstärkten Bauarbeiten, mit denen die spanische Zentralregierung die Wirtschaft ankurbeln will. Der sogenannte Plan E sieht allein für den Stadtbezirk von Palma 117 Bauprojekte vor. Die Einzelhändler fordern nun von der Stadt Steuererleichterungen sowie Informationskampagnen, in denen über Straßensperrungen und Parkmöglichkeiten informiert wird.

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