16. Juli 2009
16.07.2009

Wirtschaftskrise: Mehr Tiere auf Mallorca ausgesetzt

06.07.2009 | 11:58

Die Zahl der ausgesetzten Tiere auf Mallorca ist stark gestiegen. So seien in diesem Jahr ein Viertel mehr Fälle registriert worden als im vergangenen Jahr, kritisiert Carmen Rojas vom balearischen Tierschutzverband (Sociedad Protectora de Animales). In keiner anderen Region in Spanien werden zudem so viele Haustiere pro Einwohner ausgesetzt wie auf Mallorca, wie aus Zahlen der Stiftung Affinity hervorgeht. Demnach wurden im vergangenen Jahr auf den Balearen 12.037 Hunde ausgesetzt. Das sind 11,2 pro tausend Einwohner, der spanische Durchschnitt liegt bei 2,6. Auch die Zahl der ausgesetzten Katzen liegt über dem Durchschnitt, mit 3,9 ausgesetzten Tieren pro tausend Einwohner auf den Balearen gegenüber 0,8 spanienweit.

Bei den Tierschützern werden die Zahlen vor allem mit der derzeitigen Wirtschaftskrise begründet. So fehle in vielen Haushalten das Geld für die Haltungskosten. Zudem mache sich bemerkbar, dass Immigranten die Insel wieder verließen und ihr Haustier nicht mitnehmen könnten. Insgesamt fehle es an der Aufklärung der Tierhalter beim Kauf des Tieres, zudem seien auch stärkere Kontrollen bei der Vermarktung der Tiere notwendig.

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