03. September 2009
03.09.2009

Magaluf demonstriert gegen Prostitution

01.09.2009 | 11:27

Anwohner, Einzelhändler und Verbände im Touristenort Magaluf wollen gegen die Prostitution mobil machen. Sie reagieren damit auf eine Schlägerei am vergangenen Wochenende, bei der ein Brite schwer verletzt worden war und vier Personen festgenommen wurden. Der Streit war offenbar ausgebrochen, als ein Brite in einem öffentlichen Parkdeck Sex mit einer Prostituierten hatte und sich eine Gruppe von Spaniern an dem Verhalten störte.

Die Demonstranten fordern nun, die Prostitution von den Straßen des Touristenorts zu verbannen. Die Nachricht von der Schlägerei füge dem Image von Magaluf weiteren Schaden zu, argumentierte einer der Organisatoren. Viele Anwohner und Touristen fühlten sich von den Prostituierten, die nachts in den Straßen auf Kundenfang gingen, belästigt. Den Frauen, meist Immigrantinnen aus Afrika, wird zudem vorgeworfen, Urlauber zu bestehlen.

Die Gemeinde fährt bereits unter Bürgermeister Carlos Delgado (Volkspartei, PP) einen harten Kurs gegen die Prostitution. So wird auf die Frauen eine Verordnung angewandt, die auch gegen den illegalen Straßenverkauf eingesetzt wird. Prostitutierte wurden bereits wegen ihrer Berufsausübung vor Gericht gestellt. Auch Unternehmer und Gastronomen an der Playa de Palma beschweren sich regelmäßig über die Prostitution, die unzureichend bekämpft werde.

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