24. September 2009
24.09.2009

Weniger Einkommen: Mallorca rutscht unter Spanien- Schnitt

Vor allem Strukturprobleme sind schuld daran, dass die Kaufkraft deutlich gesunken ist

10.09.2009 | 11:23

Die Kaufkraft auf Mallorca ist im spanienweiten Vergleich deutlich abgerutscht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Wirtschaftsforschungszentrums CRE der Balearen-Universität und der Sparkasse Sa Nostra. Verfügten die Balearen-Bewohner Mitte der 90er Jahre über die höchste Kaufkraft pro Kopf in ganz Spanien, liegt der Wert inzwischen 2,1 Prozent unter dem spanienweiten Durchschnitt.

Als Gründe werden neben der derzeitigen Wirtschaftskrise auch die strukturellen Probleme der Wirtschaft auf Mallorca genannt. In den vergangenen Jahren sei besonders im Tourismus und im Bausektor zu sehr auf billige und unqualifizierte Arbeitskräfte gesetzt worden. Zudem seien Investitionen einseitig in Bauvorhaben geflossen statt in neue Technologien. Berücksichtigt wurde bei der Berechnung der Kaufkraft zudem das vergleichsweise hohe Preisniveau auf Mallorca.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut geht nun davon aus, dass das Bruttosozialprodukt auf den Balearen in diesem Jahr um insgesamt 1,3 Prozent schrumpfen wird. Auch wenn die Balearen-Wirtschaft der Krise bislang vergleichsweise gut standgehalten habe, werden ihr nach Einschätzung des Instituts die strukturellen Probleme noch schwer zu schaffen machen.

auf Twitter teilen
auf Facebook teilen

Mehr zum Thema

Empfohlene Links: Inselradio 95,8 | Mallorca mal 365 |