01. Oktober 2009
01.10.2009

Sand aus der Tramuntana? Streit um Mallorca- Strand

Die Behörden auf Mallorca sind sich uneins, ob der Strand von Cala Agulla mit Sand von der Nordküste der Insel aufgeschüttet werden darf

25.09.2009 | 11:34
Im Sommer bleibt kaum ein Platz frei am Strand von Cala Agulla.

Eine Kommission des balearischen Umweltministeriums hat sich dagegen ausgesprochen, dass der Strand von Cala Agulla bei Cala Ratjada mit Sand von der Nordküste aufgeschüttet wird. Die jetzt kritisierten Pläne der spanischen Küstenschutzbehörde sehen vor, rund 120.000 Kubikmeter Sand aus dem Meer vor Banyalbufar und Estellencs zu entnehmen, um damit den erodierten Strand von Cala Agulla in der Gemeinde Capdepera an der Nordostküste Mallorcas zu regenerieren. Vertreter des Umweltministeriums wenden jedoch ein, dass die möglichen Folgen wie auch Alternativen nicht genügend geprüft worden seien. Zudem verfüge der Sand aus dem Gebiet der Tramuntana über andere Eigenschaften als der an der Cala Agulla.

In den Gemeinden Banyalbufar, Estellencs sowie auch Andratx wird nun der Ruf laut, den Meeresgrund im betroffenen Gebiet unter Schutz zu stellen. Auch eine Unterschriftensammlung ist in Gange. Die Sandaufschüttung wird seit Jahren von den Hoteliers in der Gemeinde Capdepera gefordert. Der Sandschwund am Strand von Cala Agulla, der im Sommer von zahlreichen ausländischen Touristen besucht wird, ist in den vergangenen Jahren zu einem immer größeren Problem geworden, vielerorts zeigt sich bereits der felsige Untergrund.

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