01. Oktober 2009
01.10.2009

Sieben neue Radare auf Mallorca

Die Anlagen sollen Flüchtlingsboote und Drogenkuriere entdecken

28.09.2009 | 12:18

Die spanische Regierung bringt auf Mallorca, Menorca und Ibiza insgesamt sieben neue Radare in Stellung, um illegale Boote mit afrikanischen Flüchtlingen sowie Drogenkuriere aufzuspüren, bevor sie die Inseln erreichen. Wie der Delegierte der Zentralregierung auf den Balearen, Ramon Socias, ankündigte, sollen die Geräte ab Oktober einsatzbereit sein. Auch wenn es keine absolute Sicherheit gebe, die Boote zu entdecken, würden die bisherigen technischen Möglichkeiten deutlich verbessert.

Die Radaranlagen sollen das Meer südlich von Mallorca überwachen. Auf Mallorca werden die Apparate an den Standorten Portocolom, Na Penyal (Sant Llorenç), Na Tudosa (Artà), Cala Figuera (Santanyí) und Es Penyal (Cabrera) installiert. Es handelt sich dabei um rund 20 Meter hohe Türme, auf denen unter anderem Nachtsicht- und Wärmebildkameras angebracht werden. Die Signale werden in eine Zentrale der Guardia Civil in Palma übertragen, wo sie Tag und Nacht ausgewertet werden sollen.

In den vergangenen Jahren waren erstmals Flüchtlingsboote aus Afrika bis zur balearischen Küste vorgedrungen. Die Balearen gelten zudem als wichtiger Umschlagplatz für Drogenkuriere aus Afrika und Südamerika.

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