12. November 2009
12.11.2009

Iberia und British Airways vor Fusion

Verhandlungen dauerten 16 Monate an

12.11.2009 | 19:30

Die spanische Fluggesellschaft Iberia und British Airways (BA) steuern auf eine Fusion zu. Rund 16 Monate nach Beginn der Verhandlungen habe der Iberia-Vorstand dem Zusammenschluss am Donnerstag (12.11.) auf einer Sondersitzung zugestimmt, hieß es in Medienberichten. Demnach wird BA 55 Prozent des Kapitals an dem neuen Unternehmen halten und Iberia 45 Prozent. Beide Gesellschaften stecken tief in roten Zahlen. An der Börse erlebten beide Unternehmen am Donnerstag dennoch einen Höhenflug. Die Aktien Iberias legten in Madrid um bis zu zwölf Prozent zu, die von British Airways gewannen in London zeitweise rund acht Prozent.

Beide Fluggesellschaften verhandeln bereits seit dem Sommer 2008 offiziell über eine Fusion. Die größten Hürden sollen zuletzt die Milliarden-Defizite bei den BA-Betriebspensionen sowie die hohen Schulden der britischen Gesellschaft gewesen sein. Iberia hält bislang zehn Prozent an BA, die Briten sind mit 13,15 Prozent an Iberia beteiligt. Beide gehören dem Luftfahrtbündnis Oneworld an.

Angesichts der Wirtschaftskrise flog Iberia im ersten Halbjahr 2009 einen Verlust von rund 165 Millionen Euro ein. Die spanische Fluggesellschaft will deshalb bis nächstes Jahr rund 2.200 Stellen abbauen und unrentable Strecken streichen.

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