12. November 2009
12.11.2009

Rodrigo de Santos wegen Fluchtgefahr verhaftet

Ex-Stadtrat muss 13 Jahre Haft verbüßen

14.11.2009 | 18:09
Javier Rodrigo de Santos (in Handschellen) wird von einem Zivilfahrzeug der Guardia Civil ins Gefängnis gebracht.

Der wegen sexuellem Missbrauch von Jugendlichen zu mehr als 13 Jahren Haft verurteilte Ex-Baustadtrat von Palma, Javier Rodrigo de Santos, ist am Donnerstag (12.11.) wegen Fluchtgefahr vorzeitig ins Gefängnis eingeliefert worden. Das zuständige Gericht in Palma begründete dies damit, dass der frühere PP-Politiker aufgrund der Schwere der Strafe und seiner offenbar weiterbestehenden Drogenabhängigkeit zu unberechenbarem Handeln neigen könnte. Das Gericht geht davon aus, dass er dafür auch die Kaution von 100.000 Euro, die seine Eltern für ihn bezahlt haben, aufs Spiel setzen würde.

Zudem sei unklar, wo Rodrigo de Santos derzeit seinen Wohnsitz habe. Der Mallorquiner hatte angegeben, mit seiner Frau und seinen Kindern in einer Wohnung in Madrid zu leben. Dort soll er in einer Klinik auch eine Entzugstherapie machen. Doch Rodrigo de Santos meldet sich täglich auf einer Polizeistation in Burgos.

Rodrigo de Santos ist auch wegen Korruption und Drogenmissbrauch verurteilt, insgesamt muss er eine Strafe von rund 15 Jahren absitzen. Allerdings steht noch die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in Spanien über seinen Einspruch aus.

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