20. Mai 2010
20.05.2010

Sa Nostra steht vor neuem Bündnis

Wachsende Finanzprobleme bei spanischen Sparkassen: CAM geht Fusion ein, Zukunft der CajaSur unklar

02.06.2010 | 15:20

Angesichts wachsender Finanzprobleme spanischer Sparkassen wächst auch der Druck auf die balearische Sa Nostra, einen Zusammenschluss mit anderen Kreditinstituten einzugehen. Vertreter der Sparkasse verhandeln derzeit mit Caja Granada, Caja Murcia und Caixa Penedès über ein Bündnis. „Diese Woche wird es gute Nachrichten geben", prophezeite am Dienstag (25.5.) der balearische Wirtschaftsminister Carles Manera (PSOE).

Geplant ist, dass die am Zusammenschluss beteiligten Sparkassen eine gemeinsame Zentrale gründen, die sich unter anderem um das Großkundengeschäft kümmert. In ihren Heimatregionen sollen sie aber als eigenständige Marken erhalten bleiben. Der erste Versuch eines Zusammenschlusses der Sa Nostra mit Sparkassen aus Navarra, Burgos und von den Kanarischen Inseln war vor einigen Monaten abgebrochen worden.

Die Zentralbank (Banco de España) erzwingt aus Sorge um die Stabilität des spanischen Finanzsystems derzeit die Umstrukturierung des gesamten Sektors. So haben sich dieser Tage auch die Caja Mediterráneo (CAM), Cajastur, Caja Extremadura und Caja Cantabria zusammengeschlossen. Mit der Fusion entsteht das fünftgrößte spanische Kreditinstitut. Insbesondere die CAM gilt als angeschlagen – an der Festlandküste war sie einer der wichtigsten Geldgeber der mittlerweile darbenden Bauwirtschaft.

Die Zukunft der ebenfalls angeschlagenen andalusischen CajaSur ist weiter unklar. Die Banco de España neigt dazu, die bisher von der katholischen Kirche kontrollierte Sparkasse meistbietend zu verkaufen. Dagegen will die Regierung Andalusiens erreichen, dass die CajaSur sich mit der Unicaja zusammenschließt.

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