27. Mai 2010
27.05.2010

Balearen-Regierung plant Steuererhöhung

Im Gespräch ist eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes und der Erbschaftssteuer

27.05.2010 | 12:16

Zur Bekämpfung des Haushaltsdefizits auf Mallorca will die balearische Landesregierung die Steuern für Besserverdiener auf Mallorca anheben. Geplant ist zum einen, den Steuersatz bei der Einkommensteuer für Jahres-Brutto-Gehälter von mehr als 53.000 Euro zu erhöhen. Das würde nach ersten Berechnungen rund 20.000 Steuerzahler auf den Balearen treffen. Zudem soll der Fiskus auch bei Erbschaften mehr Geld einnehmen. Als weitere Maßnahme wurde angekündigt, große Unternehmen, deren Aktivität die Umwelt belastet, stärker zur Kasse zu bitten. Eine solche Steuer würde jedoch in keiner Weise die Urlauber treffen, wie mit Verweis auf die vor Jahren gescheiterte Öko-Abgabe "ecotasa" betont wurde.

Auf das Maßnahmenpaket haben sich Sozialisten und Linksbündnis Bloc geeinigt. Da das Mitte-Links-Bündnis jedoch keine eigene Mehrheit hat, muss nun mit den Oppositionsparteien, der Unió Mallorquina (UM) und der Volkspartei (PP), verhandelt werden. Das Steuerpaket soll der Landesregierung insgesamt Mehreinnahmen von über 30 Millionen Euro bringen. Von der Zentralregierung in Madrid wurde die Landesregierung angesichts des spanischen Haushaltsdefizits aufgefordert, insgesamt 200 Millionen Euro einzusparen.

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