10. Juni 2010
10.06.2010

Tourismusbranche auf Mallorca warnt vor Generalstreik

Gewerkschaften kündigen für 29. September Protest gegen Arbeitsmarktreform an

15.06.2010 | 10:34

Die Tourismusbranche auf Mallorca fürchtet die Folgen eines Generalstreiks, zu dem die spanische Gewerkschaft CCOO am Montag (14.6.) aufgerufen hat. Antoni Horrach, Vorsitzender der Hoteliersvereinigung auf Mallorca, warnte davor, dass ein Generalstreik viele Last-Minute-Bucher davor abschrecken könnte, ihren Urlaub auf Mallorca zu verbringen. Bei den Unternehmerverbänden werden die Pläne als "unverantwortlich" und "fehl am Platz" bezeichnet. Die Tourismusbranche habe schon mit den Folgen der Asche-Wolke zu kämpfen, und auch die geplante Öko-Abgabe auf Flüge in Deutschland werde sich negativ auswirken.

Mit dem Generalstreik soll gegen die Arbeitsmarktreform der sozialistischen Minderheitsregierung protestiert werden. Der Termin für den Ausstand wurde für den 29. September festgelegt.

Vertreter beider Gewerkschaften hatten ihre kategorische Ablehnung damit begründet, dass der Text "die Rechte der Arbeiter verletzt". Sie meinen, das Projekt von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero gebe den Arbeitgebern "mehr Macht", um die Arbeitsbedingungen in ihrem Sinne zu verändern. Kündigungen würden für die Arbeitgeber billiger und einfacher. Die Reform sei klar von den Arbeitgebern inspiriert.

Die Regierung will Kündigungen für Arbeitgeber vereinfachen und Anreize für mehr unbefristete Arbeitsverträge schaffen. Internationale Organisationen hatten von Spanien wiederholt eine tiefgreifende Arbeitsmarktreform verlangt, auch um die hohe Arbeitslosenquote von rund 20 Prozent zu senken und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

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