24. Juni 2010
24.06.2010

Schweizer Konten: Fiskus nimmt Steuersünder ins Visier

Ultimatum an Kontoinhaber - mehr als ein Dutzend Betroffene auf den Balearen

25.06.2010 | 12:13

Unter den rund 3.000 spanischen Steuersündern mit Konten in der Schweiz, denen Finanzfahnder auf die Spur gekommen sind, befinden sich auch mehr als ein Dutzend Balearen-Bewohner. Bei der Steuerbehörde auf Mallorca wurden im Rahmen der Ermittlung die Unterlagen der letzten Einkommenssteuererklärungen angefordert, wie es heißt.

Berichten in der spanischen Presse zufolge geht es insgesamt um Geldanlagen von sechs bis acht Milliarden Euro bei der Großbank HSBC. Den Kontoinhabern sei ein Ultimatum gestellt worden, bis Ende Juni ihre in Spanien fälligen Steuern inklusive Zinsen und eine Geldstrafe zu zahlen. Der spanische Fiskus könnte somit bis zu 3,4 Milliarden Euro einnehmen.

Der Hinweis auf die mutmaßlichen Steuerhinterzieher sei von den Behörden in Frankreich gekommen, die eine Steuerbetrüger-CD gekauft hatten. Unter den Kontoinhabern sollen bekannte spanische Unternehmer sein. Die Regierung in Madrid hat angesichts der Schuldenkrise des Landes den Kampf gegen den Steuerbetrug zu einer ihrer Prioritäten erklärt.

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