08. Juli 2010
08.07.2010

Manager-Selbstmord auf Mallorca: Polizei findet Tatwaffe

Hedgefonds-Geschäftsführer war auf der Flucht vor der Polizei ins Meer gesprungen und zielte vor den Augen der Beamten auf sich selbst

20.07.2010 | 11:30

Nach dreitägiger Suche haben Taucher der Polizei am Montag vor den Klippen von Cala Nova bei Palma die kleinkalibrige Pistole gefunden, mit der sich der des groß angelegten Betrugs beschuldigte Finanzmanager Dieter Frerichs am vergangenen Samstag aller Wahrscheinlichkeit nach selbst das Leben nahm. Die mallorquinische Freundin des 73-Jährigen sowie ihre Tocher, Fiona Ferrer, eine bekannte Fernsehmoderatorin, hatten die Selbstmord-These in den vergangenen Tagen in Zweifel gezogen. Eindeutige Beweise sprechen aber dafür, dass Frerichs selbst auf sich gezielt hat. Die gefundene Kugel passt zu der kleinkalibrigen Pistole.

Mallorca-Resident Dieter Frerich war Geschäftsführer mehrerer Hedgefonds, mit denen Anleger weltweit um über 200 Millionen Euro geprellt worden waren. Er war bereits im April festgenommen, dann aber wieder unter Auflagen freigelassen worden. Frerichs war herzkrank. Als die Polizei ihn am vergangenen Samstag auf einem Felsenstrand in der Nähe seines Hauses erneut festnehmen wollte, sprang er ins Meer und schoss sich mit einer Pistole, die er bei sich hatte, in den Kopf. Zwei Stunden später starb er im Krankenhaus. Der mutmaßliche Kopf des Helmut Kiener, sitzt in Deutschland in Untersuchungshaft. Auch Frerichs drohte die Auslieferung nach Deutschland.

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