11. November 2010
11.11.2010

Massengräber aus Bürgerkrieg sollen auf Mallorca lokalisiert werden

Landesregierung stellt in Abkommen 36.000 Euro bereit

12.11.2010 | 09:18

In den kommenden anderthalb Jahren soll eine Karte mit Massengräbern auf Mallorca entstehen, auf der verzeichnet ist, wo die Opfer des Spanischen Bürgerkriegs (1936-1939) und der Unterdrückung in der beginnenden Franco-Diktatur (1939-1975) verzeichnet sind. Das sieht ein Abkommen vor, das Vertreter der balearischen Landesregierung und der Vereinigung Memoria de Mallorca unterzeichnet haben. Ziel sei es, das Andenken an die Opfer zu wahren und eine mögliche Exhumierung zu prüfen, sagte die Vorsitzende der Vereinigung, Maria Antònia Oliver.

Die Zahl der Vermissten aus jener Zeit bezifferte Oliver mit rund 1.400, wobei unklar ist, wie viele von ihnen in Massengräbern verscharrt wurden. Die Rede ist von 32 möglichen Gräbern, bislang ist die Existenz von 23 nachgewiesen. Die Landesregierung stellt für das Projekt 36.000 Euro zur Verfügung. Die Nachfahren sollten die Möglichkeit haben, die Gräber der Opfer aufzusuchen und um sie trauern zu können, so Balearen-Premier Francesc Antich. Oliver forderte auch die Verabschiedung eines Gesetzes, um die Aufarbeitung voranzutreiben. Dies bezeichnete Antich jedoch wegen der derzeitigen Mehrheitsverhältnisse im Balearen-Parlament als schwierig.

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