Gegner von geplanter Stromleitung Manacor-Artà legen Alternativvorschlag vor
Anwohner und Gemeinden fordern, die Kabel unter der Erde zu verlegen, statt neue Hochspannungsmasten aufzustellen

Vertreter von Gemeinden und Anwohner am Montag (16.4.). / Foto: Obrador
Tomeu Obrador
Der Protest gegen die geplante Hochspannungsleitung im Nordosten von Mallorca nimmt weiter Fahrt auf. Anwohner wie Vertreter der betroffenen Gemeinden kritisierten bei einer gemeinsamen Protestaktion am Montag (16.4.) das Projekt des spanischen Netzbetreibers REE. Statt Hochspannungsmasten von 42, 47 und 57 Meter zu errichten, sollte die Leitung unter die Erde verlegt werden, wurde mit Verweis auf die Studie eines Ingenieursbüros gefordert.
Die Leitung soll von Manacor bis Artà führen. Die Pläne sehen vor, größtenteils eine bereits bestehende Trasse zu verwenden, allerdings müssen höhere Strommasten für die 220-Kilovolt-Leitung errichtet werden. Hintergrund ist auch die Anbindung der Nachbarinsel Menorca an das Stromnetz auf Mallorca.
Der Vorschlag der Gemeinden Manacor, Sant Llorenç, Son Servera und Artà sieht nun vor, die Leitungen entlang kommunaler Wege sowie zweier Landstraßen zu verlegen, die in die Zuständigkeit des Inselrats fallen. Die Kosten für das Alternativprojekt werden mit 52 Millionen Euro angegeben. Das Originalprojekt soll 10 Millionen Euro kosten. Die Studie hatten die Gegner der Hochspannungsleitung für eine Summe von 10.000 Euro in Auftrag gegeben.
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