10. August 2018
10.08.2018

Rochen-Sterben: Taucher stoßen auf "Fischfriedhof" vor Mallorca

Experten untersuchen nun fünf Exemplare, um die Todesursache herauszufinden

10.08.2018 | 11:47
Taucher bergen fünf Rochen, um sie zu untersuchen.

Rund 150 tote Rochen sind an der Küste von Capdepera im Nordosten von Mallorca zwischen Cap Vermell und sa Font de sa Cala aufgetaucht. Taucher fanden die Tiere, die mit dem Bauch nach oben im Wasser trieben, etwa 30 Meter vom Ufer entfernt und in rund einer Seemeile Distanz zum Meeresschutzgebiet Marina de Llevant. "Es sah aus wie ein Fischfriedhof", sagte Mike Baundach, der Besitzer einer Tauchschule in Font de sa Cala, zur MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca". Laut dem deutschen Taucher handelt es sich bei den Tieren um kleine junge Rochen.

Zurück im Hafen von Cala Ratjada meldete er den Vorfall im dortigen Büro der Guardia Civil. Ein Team von Tauchern barg einige der toten Rochen, um sie zu untersuchen. An den Tieren konnten keine Bisse von anderen Tieren festgestellt werden, weswegen man vermutet, dass die Rochen erst kurz davor verendet waren.

Die Taucher glauben, dass es sich bei den Rochen aufgrund der Größe um illegal gefischte Tiere handeln könnte, die Fischer wieder ins Wasser gelassen haben, um ein Bußgeld zu umgehen. Laut dem Taucherteam, das regelmäßig unter Wasser geht, habe man dieses Jahr besonders viele Rochen gesichtet. Auffällig sei, dass sich alle toten Tiere in einem relativ kleinen Radius befanden. Nun warte man, was die Ergebnisse der Untersuchung der fünf geborgenen Exemplare ergeben werde. /sw

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