Verkäufer von Soli-T-Shirts für Flutkatastrophe müssen 20.000 Euro Steuern zahlen
Die Erlöse aus dem Verkauf gingen an die Opfer der Geschehnisse vom Oktober 2018 in Sant Llorenç

Die ehrenamtlichen Verkäufer der T-Shirts. / Foto: Biel Capó
Biel Capó
Nach dem großen Erfolg einer Solidaritätsaktion nach dem tödlichen Mallorca-Unwetter im Oktober 2018 macht sich bei den ehrenamtlichen Helfern Ernüchterung breit. Der Verkauf von Soli-T-Shirts mit dem Aufdruck "Wir sind mehr als eine Insel, wir sind eine Familie" brachte in kurzer Zeit 48.000 Euro ein. Nun ärgern sich die Helfer, dass sie 20.000 Euro davon an Steuern bezahlen müssen.
Nach der Regenflut, die am 9. Oktober 13 Menschenleben forderte und das Dorf Sant Llorenç verwüstete, kam es zu mehreren spontanen Hilfsaktionen. Der Verband Granots i Sopes in Sant Llorenç ließ T-Shirts drucken und verkaufte sie online. Nicht nur viele Mallorquiner sondern auch viele Urlauber bestellten die Hemden aus Solidarität mit der Insel. 7.000 T-Shirts wurden verkauft, nicht wenige davon wurden aufs spanische Festland, nach Deutschland oder in die USA geschickt.
Hintergrund: alle Berichte über die Flutkatastrophe im Oktober 2018
Um mit den eingenommenen Geldern möglichst transparent umzugehen, wurden alle Verkäufe online dokumentiert und offiziell angemeldet. Dass jetzt ein Großteil der Einnahmen an das Finanzamt geht, ärgert die ehrenamtlichen Helfer, die ja keinen Gewinn mit der Aktion gemacht haben. /tg
"Wir sind mehr als eine Insel, wir sind eine Familie":
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