Weniger arbeiten auf Mallorca: Im öffentlichen Dienst kommt die 35-Stunden-Woche
Beamte bekommen zusätzlich eine Lohnerhöhung von 1,5 Prozent

Im Finanzamt auf Mallorca. / DM
Bessere Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst auf Mallorca und den Nachbarinseln: Die Balearen-Regierung hat am Freitag (8.5.) eines der umfangreichsten Maßnahmenpakete für den öffentlichen Dienst der vergangenen Jahre verabschiedet.
Regierungssprecher und Vizepräsident Antoni Costa kündigte die Einführung der 35-Stunden-Woche, eine Lohnerhöhung von 1,5 Prozent für 2026 sowie eine Reform der Urlaubs- und Arbeitszeitregelungen an. Letztere sieht weitere Flexibilitätsmaßnahmen für das Personal in der öffentlichen Verwaltung der Inseln vor.
35 Stunden ab dem 1. Juni 2026
Verwaltung und Gewerkschaften beschlossen die 35-Stunden-Woche einstimmig. Sie soll ab dem 1. Juni 2026 gelten. Die neue Arbeitszeit wird auf 35 Wochenstunden im Jahresdurchschnitt festgelegt, mit einem flexiblen Verteilungssystem, das in der Regel von Montag bis Freitag gilt – bei größerer Flexibilität als bisher. Der Arbeitsbeginn ist künftig zwischen 7 und 9 Uhr, das Arbeitsende zwischen 14 und 16.30 Uhr möglich – unter Einhaltung der festgelegten Stunden.
Das Abkommen enthält zudem Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Außerdem bekommen die Beamten der Verwaltung sowie der übrigen Einrichtungen des öffentlichen Sektors eine Gehaltsanhebung von 1,5 Prozent.
Lohnerhöhung rückwirkend ab Januar
Damit wird die für das Jahr 2026 vorgesehene Lohnerhöhung umgesetzt. Sie gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2026. Grundlage für die Erhöhung sind die zum 31. Dezember 2025 geltenden Bezüge.
Nach Angaben der Balearen-Regierung ist vorgesehen, sowohl die Gehaltsanhebung selbst als auch die entsprechenden Nachzahlungen möglichst bereits mit der Gehaltsabrechnung für den Monat Mai auszuzahlen.
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