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Hitze am Flughafen Mallorca: Gewerkschaft kritisiert Arbeitsbedingungen des Bodenpersonals

Die Arbeitnehmervertreter kritisieren unter anderem fehlende Klimaanlagen in Fahrzeugen und zu wenige Trinkbrunnen auf dem Rollfeld

Beim Handling am Flughafen von Palma herrschen hohe Temperaturen.

Beim Handling am Flughafen von Palma herrschen hohe Temperaturen. / USO

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Die Beschäftigten der Bodenabfertigung am Flughafen Mallorca – des sogenannten Handlings – haben die extremen Bedingungen angeprangert, unter denen sie während der aktuellen Hitzewelle auf den Balearen arbeiten müssen. In einer Mitteilung warnte die Gewerkschaft USO, dass die Belegschaft ausgerechnet in den Stunden mit der größten Hitze im Einsatz sei. Genau dann herrscht am Flughafen das höchste Verkehrsaufkommen.

Nach Angaben der Gewerkschaft fällt ein bedeutender Teil des Flugbetriebs auf die Zeit zwischen 12 und 16.30 Uhr. In dieser Phase seien die Mitarbeiter gezwungen, sich ständig zwischen den Flugzeugen auf dem Vorfeld zu bewegen.

Viele dieser Wege würden in Fahrzeugen zurückgelegt, die stundenlang in der prallen Sonne stehen und nach Angaben der Gewerkschaft in zahlreichen Fällen nicht einmal über eine Klimaanlage verfügen.

Viel zu wenige Trinkbrunnen

USO beklagt, dass für viele Beschäftigte die einzige Form der Abkühlung das von den Handling-Unternehmen bereitgestellte Flaschenwasser sei. Angesichts der hohen Temperaturen, der direkten Sonneneinstrahlung, der vom Asphalt abstrahlenden Hitze und der körperlich anstrengenden Arbeit beim Be- und Entladen der Flugzeuge sowie bei der Flugzeugabfertigung sei das jedoch unzureichend.

Kritisiert wird zudem der Mangel an Trinkwasserstellen auf dem Flughafenvorfeld. Nach Angaben der Gewerkschaft gibt es im Sicherheitsbereich des Flughafens lediglich vier Trinkbrunnen zwischen den Modulen C und D, während die Module A und B keinerlei entsprechende Wasserstellen aufweisen.

Hinzu kommen zwei weitere Brunnen im Gepäckhof. Für USO reicht das bei weitem nicht aus – zumal in den Sommermonaten Tausende Menschen auf dem Gelände unter freiem Himmel arbeiten.

Airlines lassen Hilfstriebwerk weiter laufen

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den Einsatz der sogenannten APU (Auxiliary Power Unit), des Hilfstriebwerks der Flugzeuge, das im Stand genutzt wird. Die Gewerkschaft wirft einigen Airlines vor, dieses System weiterlaufen zu lassen, obwohl das Flugzeug bereits über eine Stromversorgung und Klimatisierung vom Boden verfügt.

Nach Ansicht von USO erhöht diese Praxis zusätzlich die Temperaturen in den Arbeitsbereichen der Beschäftigten auf dem Vorfeld, bei Gepäckdiensten und beim Be- und Entladen.

Mehr Schutz für die Mitarbeiter gefordert

Die Gewerkschaft fordert Aena und die am Flughafen Son Sant Joan tätigen Unternehmen auf, ihre Schutzmaßnahmen gegen extreme Hitze deutlich auszubauen. Konkret verlangt sie unter anderem einen besseren Zugang zu Trinkwasser, zusätzliche klimatisierte Räume und Schattenbereiche sowie wirksame Pausenregelungen an gekühlten Orten während der Stunden der größten Hitze.

Nach Angaben von USO wiederholt sich diese Situation jeden Sommer. Der Schutz der Gesundheit der Beschäftigten müsse deshalb endlich zur Priorität werden. „Hinter jedem Flug, der startet oder landet, stehen Tausende Beschäftigte, die in den Sommermonaten unter besonders harten Bedingungen ihren Dienst leisten“, erklärte die Gewerkschaft abschließend.

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