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Regierung übernimmt Sozialversicherungsbeiträge von kranken Selbstständigen

Hilfe gilt für die ersten zwei Monate –Anlaufstelle zur Beratung eröffnet

Taxifahrer sind meist "autónomos" und könnten von der neuen Regelung profitieren.

Taxifahrer sind meist "autónomos" und könnten von der neuen Regelung profitieren. / Foto: Massuti

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J.F. Mestre

J.F. Mestre

Die balearische Landesregierung hat angekündigt, ab diesem Jahr die Sozialversicherungsbeiträge von Selbstständigen zu übernehmen, wenn diese krankgeschrieben sind. Das sagte Ministerpräsidentin Marga Prohens bei der Eröffnung der ersten Anlaufstelle für Selbstständige (autónomos) auf den Balearen am Montag (6.7.). Die Hilfe gilt für die ersten zwei Monate der Krankschreibung. Ab dem dritten Monat müssen Selbstständige diese Beiträge nicht mehr zahlen.

Die neue Oficina del Autónomo befindet sich im balearischen Ministerium für Unternehmen, im Gewerbegebiet Polígono de Son Castelló in Palma. Dort sollen Selbstständige und Menschen, die ein eigenes Projekt starten wollen, Informationen und Beratung erhalten. Auf den Balearen gibt es nach Angaben der Regierung fast 110.000 Selbstständige.

Prohens sagte, ihre Regierung wolle Selbstständigen „das Leben leichter machen“. Die neue Stelle solle zu einem Referenzpunkt werden. Selbstständige bräuchten eine Beratung, die ihrer Bedeutung für die balearische Wirtschaft entspreche.

Bis zu 800 Euro pro Monat

Die Oficina del Autónomo soll neben der persönlichen Beratung helfen, bürokratische und administrative Fragen zu klären. Prohens sagte, die Regierung vereinfache Verwaltungsverfahren. Bürokratie dürfe kein Hindernis für die wirtschaftliche Entwicklung der Balearen sein. Die Landesregierung wolle Selbstständige in allen Phasen ihres Geschäfts unterstützen.

Für die neue Hilfe bei Krankschreibungen stellt die Regierung 600.000 Euro bereit. Prohens sagte, auch Selbstständige hätten das Recht, krankgeschrieben zu sein. Die Sozialversicherung zieht die Beiträge in den ersten zwei Monaten weiter ein, auch wenn ein Selbstständiger nicht arbeiten kann. Genau diese Kosten will die Landesregierung nun übernehmen. Pro Person sollen maximal 800 Euro gezahlt werden. Das entspricht den ersten beiden Monatsbeiträgen während einer Krankschreibung. Dauert die Krankschreibung länger, ist der Selbstständige von diesen Beiträgen befreit.

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