27. Juni 2013
27.06.2013

Franchise auf Mallorca: Fast auf Nummer sicher

Während viele unabhängige Einzelhändler ihre Läden schließen müssen, scheinen Marken besser gegen die Krise gefeit

27.06.2013 | 12:56
Kennen sich mit Franchising aus: Gabriel Barragán (li.) und Juan Antonio Tormo

Franchise-Unternehmen sind deutlich im Aufwind. Das gilt nicht nur, aber ganz besonders für das krisengeschüttelte Spanien. Wo eine unabhängige kleine Eisdiele zumacht, öffnet ein neuer Frozen-Yogurt-Laden einer Franchise-Kette – egal, ob sie nun Ömygood, Yogurice oder Smöoy heißt. Kleine Reformhäuser werden von Santiveri-Geschäften verdrängt. Und selbst die guten alten Dönerbuden scheinen dazu verdammt, den moderneren Kebab-Läden des Unternehmens ADK zu weichen.

Für viele mag dies eine traurige Nachricht sein, andere wittern darin ihre Chance für eine relativ sichere Geschäftsidee. Denn während bei Neueröffnungen kleinerer Läden auf Mallorca rund 80 Prozent innerhalb der ersten zwei Jahre wieder schließen müssen, halten sich die etablierten Marken wesentlich besser. 93 Prozent der Franchise-Nehmer können sich am Markt behaupten.

„Die Vorteile überwiegen einfach", meint Juan Antonio Tormo, der seit 20 Jahren auf Mallorca Franchise-Unternehmen berät. Die bekannten Marken bieten ein Geschäftsmodell, das sich bereits auf dem Markt bewährt habe. Der Franchise-Nehmer könne sich über die Geschäftszahlen der jeweiligen Marke informieren und erhält vom Franchise-Geber eine klare Aufstellung der Kosten. Statt sich um Logo, Einrichtung, Marketing-Strategien, Speisekarten, Arbeitskleidung, Preisnachlässe bei Zulieferern und Produktpalette zu sorgen, legt der neue Einzelhändler eine einmalige Investition – meist zwischen 30.000 und 60.000 Euro – auf den Tisch und mietet ein leerstehendes Lokal an. Dann kommen Angestellte des Franchise-Gebers und richten das Geschäft komplett ein. „Nach kurzer Zeit steht man als Unternehmer in einem fertig ausgestatteten und mit Waren gefüllten Laden. Selbst die Schulung, wie man zum Beispiel einen Döner richtig zubereitet, übernimmt der Franchise-Geber", erklärt Tormo.

Neben der eingangs erwähnten Anfangsinvestition zahlt der Franchise-Nehmer dann monatlich eine etwa zwei- bis sechsprozentige Gewinnbeteiligung an den Franchise-Geber. Die Bewirtschaftung des Geschäftes übernimmt er jedoch in Eigenverantwortung. Er ist also selbstständig.

Natürlich kann sich ein erfolgreicher Einzelhändler auch überlegen, ob sich seine Geschäftsidee nicht selbst zum Franchising eignet. Ein deutsch-mallorquinisches Beispiel ist der Grillmeister, der an der Playa de Palma begann und inzwischen Ableger in Peguera und Magaluf gefunden hat. Meist wird dann ein spezialisiertes Marketing-Unternehmen beauftragt, um aus einem bestehenden Unternehmen ein Franchise-Konzept zu entwickeln.

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