14. November 2019
14.11.2019

So viel (und so wenig) verdient man auf Mallorca

Trotz wachsendem Durchschnittseinkommen warnen Gewerkschaften vor zunehmender Ungleichheit

14.11.2019 | 11:27
Die Arbeitslosigkeit sinkt, das Durchschnittseinkommen steigt. Aber die Armut nimmt dennoch zu.

Einen detaillierten Blick darauf, was man als Angestellter oder Freiberufler auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln verdient, zeigen die jüngsten Zahlen des spanischen Statistikamts INE. Demnach bringt die größte Zahl der Erwerbsbevölkerung zwischen 1.642 und 1.871 Euro nach Hause. Allerdings gibt es eine klare Tendenz zu Niedrigeinkommen. Und insgesamt liegen die Einnahmen unter dem spanischen Mittel.

Die Verteilung der monatlichen Bruttoeinkommen der auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera arbeitenden Angestellten gliedert sich wie folgt: 

  • 33.900 Angestellte verdienen weniger als 749 Euro,
  • 39.100 verdienen zwischen 749 und 1.047 Euro,
  • 41.200 zwischen 1.047 und 1.261 Euro,
  • 53.400 zwischen 1.261 und 1.454 Euro,
  • 59.700 zwischen 1.454 und 1.642 Euro,
  • 65.400 zwischen 1.642 und 1.871 Euro,
  • 56.800 zwischen 1.871 und 2.187 Euro,
  • 39.100 zwischen 2.187 und 2.675 Euro,
  • 31.500 zwischen 2.675 und 3.442 Euro und
  • 35.600 mehr als 3.442 Euro.
     

Immer mehr "Mileuristas"

Beunruhigend ist die wachsende Zahl der Gruppe der sogenannten "Mileuristas" (von spanisch "mil" = 1.000), die mit Einkommen von um die 1.000 Euro oder weniger auskommen müssen. Die Zahl derjenigen, die weniger als 1.047 Euro im Monat erhalten, lag zum Beginn des Jahres 2019 bei rund 73.000 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg von 20 Prozent.

Der Gewerkschaftsdachverband CCOO führt das auf die schlechten Bedingungen bei neu abgeschlossenen Arbeitsverträgen zurück. Dadurch entstehe eine große Kluft zwischen langjährigen und neuen Mitarbeitern.

Wachsendes Durchschnittseinkommen

Auf den ersten Blick vermitteln die Zahlen einen positiven Eindruck. Innerhalb des Jahres 2018 stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 6,9 Prozent auf insgesamt 455.700 Personen. Auch das Durchschnittseinkommen stieg: um 3,6 Prozent auf 1.862 Euro Brutto im Monat.

Bedrohliche Einkommensschere

Auf den zweiten Blick sind wachsende Ungleichheit und damit Armut zu erkennen. Eine immer größere Zahl - nach den aktuellen Statistiken 33.900 Personen - verdienen weniger als 749 Euro im Monat. Dieser Anteil ist innerhalb von einem Jahr um 37 Prozent gestiegen. Der Anteil derjenigen, die zwischen 749 und 1.047 Euro verdienen, wuchs gleichzeitig um 8,3 Prozent

Dafür verdienen die Wohlhabenden immer mehr. Die Zahl derjenigen, die über 3.442 Euro im Monat verdienen, stieg um 50,8 Prozent auf insgesamt 35.600 Personen an.  /tg

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