05. Mai 2011
05.05.2011

Gesegneter Chic

Erlesene und doch günstige Mode in La Bendita, einer Boutique mit Café in Pollença

07.04.2011 | 03:00
Kristallleuchter und Vintage-Design: Schon der Laden ist ein Hingucker

Ein attraktives Haus aus dem 19. Jahrhundert in einer kleinen Gasse in Pollença. Gewölbe, Säulen, hohe Decken, Kristalllüster – der passende Rahmen für schöne Bekleidung. Erst recht, wenn das Ganze noch mit rot gemusterten Vintage-Tapeten, -Schränken, -Stühlen und -Sesseln versehen ist. Die Argentinierin Andrea Momeño (40), schon seit vielen Jahren auf der Insel, hat bei der Einrichtung ihrer Café-Boutique „La Bendita" (Die Gesegnete), die sie im November 2009 eröffnet hat, ebenso viel Geschmack bewiesen wie bei der Auswahl von Kleidung, Schuhen, Schmuck, Tüchern und Taschen für ihre Kunden. Nicht zu vergessen die kleinen Gerichte, Sandwichs, Salate, Kuchen, die sie in dem angegliederten Café serviert.

„Früher hatte ich einen gleichnamigen Laden in Port de Pollença, aber mit viel teurerer Mode. Doch dafür haben die Leute heutzutage kein Geld mehr, deshalb muss man sich umstellen." Mit geübtem Blick wurde sie auf Messen in Madrid und Barcelona fündig, entdeckte Firmen, die günstiger, aber doch aufwendig und mit hoher Qualität ihre Produkte herstellen. „Ich habe beispielsweise schicke Kleider für besondere Events, die kosten gerade einmal 85,90 Euro – da würde man eigentlich auf einen Preis von 200 bis 300 Euro tippen."

Insgesamt führt sie zwölf Modemarken, mit denen man sich sehen lassen kann. Allesamt mit frischen Mustern und attraktiven, modernen Schnitten. Witzige Shirts und Blusen zwischen 16 und 30 Euro, Kleider für 30 bis 65 Euro. Darunter auch Modelle von einer der angesagten jungen Designerinnen wie Pepita Pérez, die die junge, günstigere Linie für das bekannte Label „Flamenco" designt.

Es gibt auch etliche Strickwaren, die aber nicht im Frühling in der Truhe verschwinden, sondern zum Teil bleiben, denn „ich habe viele ausländische Kunden, und irgendwo auf der Welt ist es immer kalt", so Momeño. Dazu passender Modeschmuck verschiedener Künstler, ein kleines, aber feines Angebot von Schuhen, vor allem aber bunte und ausgefallen gemusterte Taschen vervollständigen das Angebot.

Vor, bei oder nach dem Shoppen kann man sich bei einer Tasse Kaffee entspannen (café con leche plus Kuchen für 3 Euro), oder sich einen Snack gönnen – ab Mai auch auf der Terrasse vor dem Geschäft. Wer dann Appetit und Lust auf mehr bekommt, geht lediglich durch die Verbindungstür in das dazugehörige Restaurant, das Momeño zusammen mit ihrem kochenden Ehemann Eduardo Pérsico leitet: das „Latitud N" – doch dazu mehr in einer späteren Ausgabe der MZ ?

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