02. Januar 2019
02.01.2019

Das ändert sich 2019 auf Mallorca

Bus, Gas und Parken am Krankenhaus werden billiger, Porto und Handyverträge teurer

02.01.2019 | 17:56
Das Briefporto wird teurer.

Zum Jahreswechsel verändern sich auf Mallorca Preise und Konditionen. Das meiste, aber nicht alles, wird teurer. Eine Übersicht über Preisanstiege und Ermäßigungen für das Leben auf Mallorca im Jahr 2019.

Obergrenze bei EU-Telefonaten

Gute Nachrichten für Mallorca-Besucher und -Residenten: Gespräche innerhalb der EU werden ab 2019 billiger. Laut den neuen Preisobergrenzen dürfen Telefonate in einen anderen EU-Staat sowohl vom Handy als auch vom Festnetz aus im neuen Jahr nur noch maximal 19 Cent pro Minute kosten. Für SMS gilt eine Obergrenze von sechs Cent pro Nachricht.

Verträge werden teurer

Wer Kunde beim spanischen Anbieter Movistar ist, wird ab dem neuen Jahr allerdings erhöhte Monatsbeiträge für den Festnetzanschluss und den Handyvertrag sowie inländische Textnachrichten und Anrufe zahlen müssen. Ab dem 5. Februar 2019 werden die "Fusión"-Pakete teurer, die auch Fernsehen enthalten. Die beiden anderen großen Anbieter Vodafone und Orange haben bisher zwar noch keine Preiserhöhungen bekannt gegeben, ziehen aber erfahrungsgemäß sehr bald nach.

Porto wird teurer

Auch die spanische Post nutzt den Jahreswechsel wieder für eine Preiserhöhung. Standardbriefe bis zu 20 Gramm kosten ab dem 1. Januar 5 Cent mehr (Inland 0,60 Euro statt 0,50 Cent, EU-Ausland 1,40 Euro statt 1,35 Euro). Das entspricht im Inland einer Preiserhöhung von 9 Prozent (bei den Auslandsbriefen knapp 4 Prozent).

Die Preise des von Correos angebotenen Paketdienstes steigen hingegen nur um 0,88 Prozent. Hintergrund ist, dass die spanische Post auf diesem Markt den Konkurrenzdruck durch private Anbieter zu spüren bekommt.

Gas wird auf Mallorca billiger

Gas wird hingegen billiger. Über eine durchschnittliche Vergünstigung von 4,6 Prozent dürfen sich Kunden des weit verbreiteten Tarifs „TUR" (tarifa de último recurso) freuen. Sie kam infolge einer veränderten Berechnungsformel des Tarifs und der gesunkenen Preise für Gas auf dem Weltmarkt zustande.

Änderungen im Mietrecht

Bereits im Dezember hat der spanische Ministerrat ein Maßnahmenpaket zur Stärkung des Mieterschutzes beschlossen. In dessen Folge wurde unter anderem das spanische Gesetz für Langzeitmieten (LAU) geändert. Neue Mietverträge haben künftig eine Laufzeit von fünf statt drei Jahren und verlängern sich automatisch um drei statt wie bisher nur um ein Jahr. Kautionszahlungen werden auf zwei Monatsmieten begrenzt. Auf die vielfach geforderte Mietpreisbremse hingegen verzichtete der Ministerrat. Weitere Details zu den neuen Regelungen finden sich hier.

Rentenerhöhung 

Die Renten steigen 2019 in Spanien 1,6 Prozent. Bei einem Preisanstieg von 1,2 Prozent im Dezember bedeutet das laut Regierung einen realen Kaufkraftgewinn. Die Beträge der Mindest- und beitragsfreien Rente steigen 3 Prozent. Insgesamt komme die Erhöhung 10,3 Millionen Rentenbeziehern zugute, so die Regierung.

Wegfall der Zuzahlung für Medikamente

Auf Mallorca und den übrigen Balearen-Inseln entfällt darüber hinaus ab dem 1. Januar für Rentner die Zuzahlung bei Medikamenten. Der sogenannte "copago" war im Zuge der Wirtschaftskrise eingeführt worden.

Bus & Bahn auf Mallorca

Kinder bis zwölf Jahre dürfen ab sofort kostenlos die gelb-roten Überlandbusse, die Metro in Palma und die Züge auf Mallorca nutzen. Auch die Gratis-Nutzung der Stadtbusse in Palma wird für Jugendliche ausgebaut: Teeanger bis einschließlich 16 Jahren können jetzt den öffentlichen Nahverkehr innerhalb der Stadt kostenlos in Anspruch nehmen. Bisher lag die Altersgrenze bei 14 Jahren.

Kostenlos parken am Krankenhaus

Patienten, Besucher und Angestellte können seit dem 1. Januar kostenlos am Landeskrankenhaus Son Espases parken. Das hat die balearische Gesundheitsministerin Patricia Gómez am Freitag (28.12.) erklärt. Sie setzt damit einen Schlusspunkt hinter eine jahrelange öffentliche Debatte um zu hohe Parkplatzgebühren.

Die Landesregierung kommt die Kostenfreiheit teuer zu stehen: Sie muss für Zahlungen an den Konzessionär und Wartungsarbeiten in den kommenden 20 Jahren insgesamt 22 Millionen Euro aufbringen. Geplant ist zudem, 525 neue Stellplätze zu schaffen. Insgesamt gibt es dann 2.860 Parklücken.

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