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95 zusätzliche Polizeibeamte auf Mallorca: Die Einzelheiten des Sicherheitskonzepts für die Playa de Palma

Das neue Sicherheitskonzept sieht eine 24-stündige Überwachung und spezialisierte Einheiten zur Bekämpfung von Exzessen vor

Bürgermeister Jaime Martínez bei der Vorstellung seines Sicherheitskonzepts für den Sommer.

Bürgermeister Jaime Martínez bei der Vorstellung seines Sicherheitskonzepts für den Sommer. / Ajuntament de Palma

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Redaktion DM

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Wie will Palma in diesem Jahr der Exzesse an der Playa de Palma Herr werden? Bürgermeister Javier Martínez versucht es auch diesmal wieder mit einer deutlichen Verstärkung von Beamten, wie der Politiker der Volkspartei PP bei der alljährlichen Vorstellung des besonderen Sicherheitskonzept für die Sommersaison sagte. Diese Strategie gilt bis zum 31. Oktober.

„Durch die Aufstockung der Einsatzkräfte können wir das Zusammenleben und die Sicherheit sowohl der Anwohner als auch der Besucher gewährleisten. Außerdem wird damit eine umfangreichere und effizientere Präsenz mit nahezu 24-stündiger Überwachung ermöglicht“, erklärte der Bürgermeister.

Schon seit dem 11. Mai aktiv

Das Einsatzkonzept ist bereits seit dem 11. Mai in Kraft und deckt täglich die Zeit von 10 Uhr morgens bis 7 Uhr des folgenden Tages ab. Eingesetzt werden derzeit 45 Beamte im regulären Dienst, die ausschließlich für die Playa de Palma zuständig sind, darunter fünf Polizeiführungskräfte, verteilt auf verschiedene Schichten.

Martínez kündigte an, dass der Einsatz in den kommenden Wochen sowohl personell als auch operativ weiter verstärkt werde. Ab dem 16. Juni sollen weitere 50 Polizeischüler hinzukommen, die aus der im Jahr 2025 gestarteten historischen Ausschreibung von 170 neuen Stellen stammen.

"Stabile Teams mit Wissen über die Realität an der Playa de Palma"

„Insgesamt wird das Einsatzkonzept während der Saison mit 95 Kräften arbeiten, die speziell dieser Zone zugewiesen sind“, sagte der Bürgermeister. Er betonte zugleich, dass es sich nicht um punktuelle Verstärkungen aus anderen Einheiten handle, sondern um Beamte, die eigens für die gesamte Dauer des Einsatzes an die Playa de Palma abgeordnet seien.

Diese Formel ermögliche es, „stabile Teams aufzubauen, mit einem sehr viel direkteren Wissen über die Realität an der Playa de Palma, über die konfliktträchtigsten Bereiche und über die Bedürfnisse von Anwohnern und Unternehmern“.

Touristensteuer finanziert mit

Zusätzlich soll die Sicherheitspräsenz durch Sonderdienste verstärkt werden, die über die Touristensteuer finanziert werden. Dadurch können die einzelnen Schichten über den regulären Dienst hinaus weiter aufgestockt werden.

Das Konzept umfasst Fußstreifen, mobile Streifen und zivile Beamte sowie die Unterstützung spezialisierter Einheiten wie der Motorradstaffel, des GAP, der Soforteingreifeinheit, der berittenen Polizei und der Umweltstreife. Hinzu kommen spezielle Einsätze in Zusammenarbeit mit der spanischen Nationalpolizei.

Neue Benimmregeln zur Unterstützung

„Ziel ist eine dauerhafte Polizeipräsenz, mit besonderem Augenmerk auf Verhaltensweisen, die das Zusammenleben und das Bild der Playa de Palma beeinträchtigen, wie illegale Straßenverkäufe, Alkoholkonsum im öffentlichen Raum, Verkehrsverstöße, Lärm und andere unzivilisierte Verhaltensweisen“, sagte der Bürgermeister.

In diesem Zusammenhang hob Martínez Llabrés besonders die neuen Benimmregeln hervor, die vor einem Jahr in Kraft traten und „ein entschiedeneres Vorgehen gegen unzivilisiertes Verhalten“ ermöglicht hätten. Allein im Sommer 2025 seien an der Playa de Palma und in s’Arenal fast 2.500 Anzeigen aufgenommen worden.

So viele neue Beamte kommen

Sicherheit sei eine der wichtigsten Anliegen der Stadtregierung, erklärte Martínez erneut und verwies auf die jüngste Einstellung von 55 neuen Beamten. Darüber hinaus werde das Ziel, in dieser Legislaturperiode 300 neue Polizisten einzustellen, „nicht nur erreicht, sondern übertroffen“.

Mit den weiteren 170 Kräften, die noch in diesem Juni ihre praktische Ausbildung beginnen sollen, werde man voraussichtlich im Jahr 2027 insgesamt 325 neue Polizisten erreicht haben.

Ortspolizei mit neuer Ausstattung

Der Bürgermeister erinnerte außerdem daran, dass im vergangenen Jahr bereits eine Investition von 3,2 Millionen Euro aus der Touristensteuer angekündigt worden sei, um im Rahmen des verstärkten Sicherheitskonzepts an der Playa de Palma die Ausstattung der Ortspolizei zu modernisieren.

In diesem Zusammenhang sei bereits der Kauf von sieben neuen, zu 100 Prozent elektrischen Streifenwagen sowie eines ebenfalls vollelektrischen Polizeitransporters vergeben worden.

Kameras und Drohnen

Vorgesehen ist außerdem der Ausbau der Videoüberwachung an der Playa de Palma. Elf neue Kameras sollen zu den bereits bestehenden zehn hinzukommen, sodass es künftig insgesamt 21 Kontrollpunkte an strategischen Stellen geben soll.

Zudem hat die Einführung von drei neuen Drohnen begonnen, um die Überwachung insbesondere in stark frequentierten Bereichen und an der ersten Strandlinie zu verstärken. Außerdem wird die Ortspolizei in den kommenden Wochen 27 weitere Streifenfahrzeuge erhalten, von denen 17 bereits im Einsatz sind.

Weitere Mittel aus der Touristensteuer

Martínez kündigte ferner an, dass die Stadt für die Ausschreibungsrunde 2026–2027 erneut einen Antrag auf Mittel aus der Touristensteuer in Höhe von mehr als 8 Millionen Euro stellen werde, um Sicherheit und Modernisierung an der Playa de Palma weiter voranzutreiben.

Der Bürgermeister ordnete das Sicherheitskonzept in ein deutlich größeres Gesamtprojekt zur Umgestaltung der Zone ein. Es sei Teil des von der Stadt vorangetriebenen Gesamtplans für die Playa de Palma, der als „Schlüsselinstrument für die Neupositionierung, Modernisierung und umfassende Erneuerung dieses Gebiets“ verstanden werde.

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