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Mein tierisches Mallorca

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Blog Mein tierisches Mallorca - Petra Manuela  Steiner

Petra Manuela Steiner

Ich bin Biologin. Mein Mann und ich kamen Ende 1999 nach Mallorca. Mein Mann arbeitet als freier und eingetragener Architekt hier auf Insel. Lange habe ich als Wanderführerin hier gearbeitet, denn ich liebe die Natur. Seit Jahrzehnten bin ich ehrenamtlich im Tier- und Naturschutz tätig. Vor langer Zeit studierte ich einmal Biologie mit dem Ziel die Tierwelt retten zu wollen. Ich habe als Kind wahrscheinlich zu viel die Sendung Daktari (erinnern Sie sich ?) geschaut, das war wohl ungesund. Aber wie sooft im Leben kommt immer alles anders als man denkt. Nachdem ich die wenigen Chancen, die es wirklich gab, dies umzusetzen ausgelotet hatte, beschloss ich mich auf Umweltschutz zu spezialisieren, der gerade in den 80. und 90. immer mehr an Gewicht gewann. Schon mit 17 Jahren hatte ich das Buch „Global 2000“ gelesen, in dem internationale Wissenschaftler vor vielen Umweltkatastrophen warnten und ich war entsetzt. Auch wenn einiges - Gott sei Dank - noch nicht eingetreten ist, so bewahrheiten sich leider viele Dinge, die mich nie kalt ließen. Aber ich hatte immer den Eindruck, dass die Welt um mich herum, die Klimaerwärmung noch das Ozonloch, der zunehmende Verkehr, die immer weniger gesunde Nahrung, das Artensterben, das Verschwinden der Urwälder, die Müllberge, die schlechte Luft, der saure Regen und das völlig unnatürliche Großstadtleben, und vieles mehr, wirklich etwas ausmachte. Alle hielten mich immer für komisch oder sensibel. „Lass das doch nicht so an dich dran“ hieß es immer. „Entschuldigt bitte“, war meine Antwort, „hier geht es nicht um meine Empfindlichkeit, sondern um unser aller Lebensraum bzw. unsere Erde.“ Aber jeder ist und war so in seinem Alltag gefangen und wir alle streben nach mehr und mehr Materiellem oder Freiheit, so dass so “Unwichtiges” wie die Umwelt, die wir - und ich natürlich auch - immer mal mehr, mal weniger schädigen. Daher schloss ich mich Gleichgesinnten an und das war der BUND - Bund für Umwelt und Naturschutz, wo ich in Düsseldorf den Arbeitskreis “Stadtökologie” gründete und einige Jahre versuchte das Gartenbauamt zu einer natürlicheren Bewirtschaftung seiner Anlagen mit z.B. Naturgraswiesen zu bewegen. Ohne Erfolg, erst zehn Jahre später wurde aus Kostengründen die eine oder andere Wiese nur zweimal im Jahr gemäht. Nach meinem Abschluss zur Umweltschutzexpertin betrat ich dann Neuland und suchte die Herausforderung in der Kommunalpolitik, wo ich beratendes Bürgermitglied im Umweltausschuss für Bündnis 90/Die Grünen in Düsseldorf wurde und mich auch für Verkehrsberuhigung einsetzte. Im Landtag von Nordrhein-Westfalen arbeitete ich parallel bis zur unserer Auswanderung als persönliche Referentin des haushaltspolitischen Sprechers von Bündnis 90/Die Grünen. Das war sehr spannend. Vor allem um einmal zu sehen wie Politik funktioniert. Seitdem sage ich allen, die sich immer über Politik aufregen. “Sei ruhig, engagiere dich selber, ob im Elternbeirat, Sportverein oder sonst wo, dann wirst du sehen, dass es nicht immer so einfach ist, etwas zu bewirken.” Denn kritisieren kann jeder, aber mal wirklich etwas selber in die Hand nehmen, dass ist etwas völlig anderes und das tun nur wirklich sehr wenige Menschen – der Rest ist passiv und meckert nur und davon halte ich rein gar nichts! Seitdem mein Mann und ich hier auf der Insel wohnen, hatte ich das Glück jahrelang als Wanderführerin unterwegs sein zu dürfen und ich zeigte naturverbundenen Touristen die Schönheit der Insel. Dabei bin ich aber immer wieder auf viel Elend abseits des Tourismus gestoßen, vor allem auf dem Land, in Form von permanent angeketteten einsamen verstörten Hofhunden, im Müll entsorgte Katzenwelpen, ausgemergelte Pferde, einsame Esel, Vögel in winzigen Käfigen, Schafe und Ziegen, denen die Beine mit Stricken zusammengebunden werden und schießwütigen Jägern. Das hat mich veranlasst eine Tierschutzpetition über artgerechte Haustierhaltung zu schreiben, mit der ich zu den Els Verds ging, die mit mir die 10 seitige Petition sprachlich korrigierten, denn mein Spanisch ist ok, aber bei weitem nicht perfekt. Diese verwiesen mich zu BALDEA, dem Dachverband der balearischen Tierschutzvereine, der 2005 gegründet wurde, aber mangels Personal nicht sehr aktiv sein konnte. Da ich im Januar 2007, also vor den Landtagwahlen damit zu ihnen kam, waren diese erfreut, fügten etwas hinzu und übersetzen das ganze in Katalanische. Und ab Februar präsentierten wir, also BALDEA, den Parteien diese Vorschläge. Und was alles dann passierte, das stelle ich Ihnen in meiner Rubrik Tierschutz vor. Denn wie immer, sind es nur einige wenige Menschen, die Dinge bewegen. Auch wenn es mich immer gewundert hat, dass noch niemand zuvor so eine Petition geschrieben hatte und somit einen kleine Lawine ins rollen gebracht wurde, so war es wohl mein Schicksal, dass ich diese Person sein musste. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin mir absolut darüber im Klaren, dass ich alleine kaum etwas bewegen kann. Nur durch die Zusammenarbeit meiner wenigen Mitstreiterinnen sind viele kleine Fortschritte erzielt worden. Ich weiß auch, dass noch ganz viele Menschen hier auf der Insel - oftmals im Alleingang oder in kleinen Vereinen, das Elend versuchen zu lindern. Wer also sich für das Schicksal von herrenlosen Tieren interessiert und wissen möchte, was hier auf der Insel ausserhalb von den vielen engagierten Helfern, die Tiere aufnehmen und vermitteln, passiert, der lese meinen Blog.... so bleiben Sie auf dem Laufenden.

Über diesen Blog | Tiere

Als Tier- und Naturfreund ist das Leben auf der Insel ist nicht immer ganz leicht .....


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  • 01
    August
    2017

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    Mallorca Tiere

    Wo darf man mit Hund an den Strand?

    Ich denke Sie wissen, was für Ihr Vierbeiner bei dieser Hitze das Beste ist. Kühle Fliesen und viel Wasser. Warten Sie momentan lieber die Hitzewelle ab, da helfen Mensch und Tier nur ein kühles Haus und morgentliche oder nächliche Sparziergänge. Und ansonsten dösen und auf bessere Zeiten hoffen. Wenn es aber hoffentlich bald einmal weniger heiß wird, wissen Sie wo Sie dann ohne Angst vor horrenden Strafen mit Ihrem Hund an den Strand dürfen. Denn offiziell sind Hunde an ALLEN STRÄNDEN verboten. Und die Strafen sind salzig!

     Wo darf man mit Hund an den Strand?

    An felsigen leeren Abschnitten werden Hunde oftmals geduldet. Mein Verein BALDEA.org (Dachverband der balearischen Tierschutzvereine und GUIDE4DOGS haben Jahrelang dafür gekämpft, dass Hunde überhaupt ein Recht erhalten auch wenn es sich zugegebenermaßen nicht immer um sehr attraktive Stellen handelt, wo Hunde ans Meer dürfen.


    Hier ein Link auf Spanisch zu den offiziellen Hundestränden auf Mallorca:
    Sie benötigen keine Sprachkenntnisse, die Karte zeigt Ihnen den genauen Standort:

    http://mallorcaconperro.com/playas-habilitadas/

    Achtung jedoch in Pollenca wurde immer wieder einmal Gift am Strand von Llenaire gefunden.

    Wo darf man mit Hund an den Strand?

    Abgesehen davon ist ja bekannt, dass von Son Serra de Marina am Hafen Richtung Can Picafort entlang der Küste Hunde geduldet werden. Wie man sieht ist hier ausserhalb der Saison oftmals Hundeparty angesagt.

    Umgekehrt von Can Picafort (Son Baulo) Richtung Son Serra de Marina, vorbei am Sandstrand (hier Hunde bitte anleinen) ist wenige Meter weiter der offizielle Hundestrand namens Na Patana.

    Auch kann man auf der finca publica Son Real zwischen Can Picafort und Son Serra de Marina Hunde mitnehmen und angeleint bis zum Meer führen. Der Zaun am Ende zum Meer hin, ist für Hunde durchlässig. Dann rechts am Meer entlang kommt Mallorcas Traumstrand pur... leider ist es auch hier mittlerweile nicht mehr leer.

    Bei der Cala Blanca bei Camp de Mar, denken Sie an feste Schuhe. Dort muss man ein paar Meter steil hinab zum herrlichen kleinen Kieselstrand. Oben kann man direkt gut parken.

    Der offizielle Hundestrand von Palma Es Carnage liegt direkt in der Einflugschneise und ist nur im Winter einigermassen ertragbar. Aber die Hundefreunde aus Palma sind BALDEA trotzdem sehr dankbar, haben wir ja auch 10 Hundeauslaufflächen in der Stadt veranlassen können.

    Punta Marroig und Cala des Gats in Caliva sind ebenfalls felsig und nicht wirklich optimal.

    Auch wenn die meisten Hundestrände fernab sind und nicht wirklich immer schön sind, so sind wir dankbar, dass es überhaupt diese kleinen Nischen gibt. Am besten ist es wohl wenn man sehr früh morgens und /oder spät abends an einen dieser Strände geht und sieht wie glücklich unsere Lieblinge das Meer erkunden.

    Bitte Sie vergessen nicht Ihre Katzen, Pferde, Esel, Vögel etc. Auch diese benötigen jetzt mehr Wasser und Schatten, vor allem die Katzenkolonien!

    Wenn Sie mehr über unsere Arbeit erfahren möchten, dann besuchen Sie unsere HP:  BALDEA.org (Dachverband der balearischen Tierschutzvereine)

    BALDEA - Plataforma balear per a la defensa dels animals- Dachverband der balearischen Tierschutzvereine

    SPENDENKONTO:

    Bank:Caixa Coloyna Pollenca

    IBAN:ES9620560019424102000917

    BIC:CECAESMM056

    Gerne schicken wir Ihnen eine Spendenquittung. Kontakt: comunicacionbaldea@gmail.com

    Ihre Petra Steiner, Schatzmeisterin von Baldea seit 2007

     

     

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