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Wo mallorquinische Bauern fließend Englisch sprechen: So actionreich wird die neue Staffel "Mallorca Files"

Miranda Blake und Max Winter sind zurück. Das ungleiche Ermittlerpaar der „Mallorca Files“ erlebt in der dritten Staffel allerlei Abenteuer. Auch in der ehemaligen Redaktion der MZ

Das Ermittlerpaar ist zurück: Miranda Blake (Elen Rhys) und Max Winter (Julian Looman)

Das Ermittlerpaar ist zurück: Miranda Blake (Elen Rhys) und Max Winter (Julian Looman) / Amazon Prime

Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Das lange Warten hat ein Ende. Über drei Jahre, nachdem die zweite Staffel der Erfolgsserie „Mallorca Files“ bei der BBC ihre Premiere feierte, ist das ungleiche Ermittlerpaar Miranda Blake (Elen Rhys) und Max Winter (Julian Looman) zurück auf der Insel. Ab 8. August ist die dritte Staffel auf Amazon Prime zu sehen.Darin müssen sich die beiden ausländischen Beamten im Dienste der spanischen Nationalpolizei wieder zahlreichen Abenteuern und Herausforderungen stellen. Die MZ hat mit den beiden Hauptdarstellern gesprochen.

Frau Rhys, Herr Looman, über drei Jahre haben Fans auf neue Folgen warten müssen. Was ist für Sie als Schauspieler das Aufregendste an der dritten Staffel?

Julian Looman: Dass es überhaupt eine dritte Staffel gibt. Wir sind total aufgeregt, den Menschen die neuen Folgen zeigen zu können.

Wie hat sich die lange Pause auf Ihre Zusammenarbeit ausgewirkt?

J.L.: Wir sind beide älter geworden. Wir sind nicht mehr 34 Jahre alt. Ich bin Vater, Elen ist Mutter geworden. Es war spannend zu sehen, wie sich diese Lebenserfahrung auf die Charaktere auswirkt.

Elen Rhys: Wir hatten zudem den Vorteil, dass wir bereits wussten, worauf wir uns einlassen. Wir mussten unsere Charaktere nicht wie in der erstenStaffel noch finden.Das hat uns jetzt viel Selbstvertrauen gegeben. Auch wenn wir natürlich trotzdem nervös waren. 

Wechsel zu Amazon Prime

Statt von der BBC wurde die neue Staffel von Amazon Prime produziert. Was macht das für einen Unterschied?

E.R.: „Mallorca Files“ hat sich immer schon bemüht, richtig groß und aufregend zu sein. Aber jetzt wurde der Regler noch mal aufgedreht. Es ist alles viel epischer. Es gibt viel mehr Stunts und Jetskis und Motorboote.

War der Dreh auf Mallorca diesmal anders als bei den ersten beiden Staffeln?

Ja, vor allem, weil wir im Sommer und nicht wie zuvor im Winter gedreht haben. Die Insel war voller und heißer, was alles natürlich komplizierter gemacht hat. Aber wir wurden toll unterstützt.

Stellt „Mallorca Files“ in Ihren Augen die Realität der Insel dar oder ist diese viel mehr lediglich Kulisse?

E.R.: Ich glaube, es gibt immer wieder Aspekte, mit denen wir versuchen, die Realität und Kultur auf der Insel wiederzugeben.In der neuen Staffel behandelt etwa eine Folge dasThema Wassermangel. Aber die Serie ist natürlich eher leichter Stoff. Unsere Ermittlungsmethoden entsprechen auch nicht denen von echten Polizisten. Wir wollen, dass die Leute Spaß haben.Das ist kein Mangel an Respekt vor der Kultur der Insel, sondern eher die Natur des Genres.

Alle sprechen Englisch

Neuerdings hat man das Gefühl, dass in vielen Serien versucht wird, die Charaktere möglichst in ihrer Muttersprache sprechen zu lassen. Man arbeitet viel mehr mit Untertiteln. In „Mallorca Files“ sprechen alle von den Ermittlern bis zum alten mallorquinischen Landwirt Englisch. Wäre die Serie besser, wenn man mehr Sprachen einbauen würde?

J.L.: Ich habe auch schon darüber nachgedacht. Es ist natürlich merkwürdig, wenn der Deutsche Max Winter mit seinem deutschenVater Englisch spricht. Moderner wäre es, wenn alle in ihrer Sprache sprechen. Und übrigens, ich bin sehr dankbar, dass man heutzutage als Schauspieler einen Akzent haben darf. Sonst wäre ich nicht hier. Ich glaube aber, bei „Mallor ca Files“ liegt es erneut in der Natur desGenres. Man will alle Zuschauer abholen. Wenn man viele Sprachen einbaut, würde das viele abschrecken, die nicht an Untertitel gewöhnt sind.

Wie hat sich Ihr persönliches Verhältnis in all den Jahren verändert?

E.R:Es ist für uns beide zur zweiten Heimat geworden. Wir kommen nun seit sechs Jahren immer wieder und haben Freundschaften geknüpft. Als wir zu Beginn der Dreharbeiten wieder hier gelandet sind, haben wir den Boden geküsst (lacht). Echt wahr.

Das Polizei-Hauptquartier in der Serie wurde in den alten MZ-Redaktionsräumen gefilmt. Wie war die Erfahrung?

E.R.: Es war total cool, weil es kein Filmset war, sondern ein richtiges Büro. Das hat den Dreh enorm erleichtert. Außerdem gab es einen richtigen Meerblick. In den anderen Staffeln war da nur eine Kulisse.

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