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Diese mallorquinische Tänzerin und Influencerin will für Spanien beim Eurovision Song Contest antreten

Daniela Blasco muss sich zunächst beim spanischen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest gegen 15 andere Kandidaten durchsetzen. Ihre große Leidenschaft war bisher nur das Tanzen. Als Sängerin startete sie erst viel später durch

Daniela Blasco ist Tänzerin, Sängerin, Autorin und Influencerin mit bereits 2,2 Millionen Followern allein auf TikTok .  | FOTO: B. RAMON

Daniela Blasco ist Tänzerin, Sängerin, Autorin und Influencerin mit bereits 2,2 Millionen Followern allein auf TikTok . | FOTO: B. RAMON

Simone Werner

Simone Werner

Gerade einmal elf Jahre war Daniela Blasco alt, als sie 2016 an der Seite von Justin Bieber bei dessen Konzert im Palacio de los Deportes in Madrid tanzte. Ein Jahr später stellte sie sich mit ihrem Hip-Hop-Urban-Dance-Stil der Jury der Talentfernsehshow „Got Talent España“, ähnlich dem in Deutschland bekannten „Supertalent“ (hier kann man sich einen Eindruck darüber verschaffen, wie das kleine Mädchen schon damals tanzte). Über ihre Tanzleidenschaft hat Blasco 2019 ihr erstes Buch veröffentlicht. Parallel zu ihrer steilen Karriere lernte die heute 19-Jährige auch, sich in den sozialen Netzwerken zu vermarkten. Auf Instagram (@danielablaso) folgen ihr heute fast 800.000 Nutzer, bei TikTok (@danielablascoofficial) sogar 2,2 Millionen.

Vom Benidorm Fest zum Eurovision Song Contest

Vor wenigen Jahren probierte sich Daniela Blasco dann erstmals auch im Singen aus. Überraschung: Auch dabei hatte sie Erfolg. 2023 veröffentlichte sie mit „Sin mí“ ihre erste Single. Mittlerweile hat die Mallor- quinerin sechs Songs aufgenommen. Mit „Uh Nana“ tritt sie ab dem 28. Januar beim Benidorm Fest 2025, dem Vorentscheid für den Eurovision Song Contest, gegen 15 weitere Kandidaten an. Der Song, eine Mischung aus Latin Urban, Hip-Hop und R ’n’ B, stammt nicht nur von Blasco, sondern auch aus der Feder von Félix Joan Muñiz Prat, Carlos José Montado Cruz und Óscar Campos Gutiérrez. Gewinnt die Sängerin, darf sie im Mai im schweizerischen Basel vor einem Weltpublikum auf der Bühne stehen.

Mit voller Energie

In Interviews verspricht die 19-Jährige einen „kraftvollen“ und „energiegeladenen Auftritt“ in Benidorm. „Es ist eine gewagte Show, die viel Arbeit gekostet hat“, sagt sie dem „Diario de Mallorca“. Sowohl der Stil als auch die Geschwindigkeit von „Uh Nana“ seien herausfordernd, es sei nicht leicht, den Song zu visualisieren. Sie sei nervös, aber glücklich und habe große Lust, in Benidorm endlich auf die Bühne zu steigen. „Es ist ein Traum für mich und mein bisher größter Auftritt“, sagt sie gegenüber der MZ.

Von der schüchternen jungen Frau zum (guten) "Monster"

Schaut man sich Blascos Aufnahmen und Videos in den sozialen Netzwerken an, entsteht schnell der Eindruck, als sei Daniela Blasco nahezu rampenlichtsüchtig. Dabei beschreibt sie sich in Interviews, auch gegenüber der MZ, als schüchtern. „Sobald ich anfange zu tanzen, verschwinden meine Schüchternheit und Scham sofort. Ich werde zum Monster, einem guten“, sagt sie. Beweise gibt es im Netz zuhauf. Ob Videos, Reels, Fotos: Die hübsche Mallorquinerin strotzt nur so vor Selbstsicherheit, zeigt sich freizügig, sexy und fast immer perfekt geschminkt. Lange, weite Hose, bauchfrei, kurzes Top oder gar nur ein Bikini-Oberteil, Sneakers, gemachte Nägel, große Ohrringe. Das ist Daniela Blasco.

Ausgeprägtere und wildere Bewegungen

Ihre Bewegungen beim Tanzen und den Choreografien für die Videoclips zu ihren Songs sind ausgeprägter und wilder als die anderer Tänzer, fast schon aggressiv. Nicht selten machen sich Hater deswegen über die 19-Jährige lustig. Ihr langes Haar trägt sie selbst im Hochsommer oft offen, lässt es bei ihren Performances durch die Luft fliegen.

Statt nur Tanz und Gesang gibt es, wie es sich für eine gute Influencerin gehört, für ihre Fans immer wieder auch private Einblicke. Treue Follower kennen längst Blascos Mutter, ihre Oma sowie auch ihre Brüder und ihren knuffigen Hund Epi. Ihr Vater, Marcos Blasco, ist im Sommer 2021 mit einem Elektroroller in Portals Nous tödlich verunglückt. Sie sei sich sicher, dass er ihr vom Himmel beim Tanzen zuschaut und stolz auf sie ist, schreibt sie immer mal wieder.

Auch sonst ist Blasco niemand, dem alles so zugeflogen ist. Seit sie ein kleines Mädchen ist, arbeitet sie hart für ihren Erfolg. Mit nur acht Jahren begann sie mit dem Tanzen – eigentlich nur, um mehr Zeit mit einer engen Freundin verbringen zu können. „Ich bin ein fleißiges Mädchen, das seither alles gibt, um seine Leidenschaft voranzubringen“, sagt sie. Das Tanzen sei zunächst ein Hobby gewesen, das sie später zu ihrem Beruf gemacht habe. In verschiedenen Tanzschulen, unter anderem in Los Angeles, perfektionierte sie ihre Moves. Mit dem Singen habe sie vor fünf Jahren ebenfalls zunächst als Hobby angefangen.

Straffer Zeitplan

Mittlerweile haben Gesangsstunden einen festen Platz in einer typischen Arbeitswoche von ihr, wie sie der MZ berichtet. „Ich stehe früh auf, bin schon um 9 Uhr beim Gesangstraining. Danach gehe ich ins Fitnessstudio, ziehe mich noch im Auto auf der Fahrt dorthin um“, so Blasco. Dort stehe dann Cardio- und Krafttraining auf dem Programm. Anschließend geht es nach Hause, nach Palmanova, zum Essen. „Dort renne ich dann oft auch auf meinem Laufband, in Highheels oder singe dabei. So trainiere ich meine Ausdauer.“ Im Anschluss stehe das normale Tanztraining an, danach derzeit kombiniertes Tanz- und Gesangstraining für Benidorm.

Trainiert hart für ihre Ausdauer: Daniela Blasco.

Trainiert hart für ihre Ausdauer: Daniela Blasco. / B. Ramon

Ihre Lieder einem einzigen Musikstil zuzuordnen, ist kaum möglich. Eher sind sie ein Mix aus Hip Hop, R ’n’ B, Reggaeton und elektronischer Musik. „Ich experimentiere noch, versuche, meinen Weg zu finden“, so Blasco, die mit deutscher Musik nicht so viel anfangen kann. Der „ein oder andere Rapper“ gefalle ihr aber gut. Thematisch geht es ums Ausgehen mit Freunden, Spaß haben, Feiern. „Ich würde gerne auch über Liebe oder Herzschmerz schreiben“, sagt Blasco. Zumindest ordentlich geflirtet wird auch in „Uh Nana“, natürlich durchs Tanzen („Wir kleben aneinander wie Kaugummis“).

Ob sie ihren Konkurrenten gegenüber durch ihre Tanzfähigkeiten einen Vorteil hat? „Ich fühle mich deswegen niemandem überlegen. Jede Show hat ihre eigene Essenz und ist besonders“, so Blasco. Sie freue sich dennoch, Zuschauern das Gesamtpaket bieten zu können: Gesang, Tanz, was fürs Auge. „Ich hoffe, dass auch das deutsche Publikum auf Mallorca mich bald überall sehen und hören können wird.“

DAS HAT DANIELA BLASCO BIS ZUM GROSSEN FINALE NOCH VOR SICH:

Bei den Halbfinale des Benidorm Fests 2025 geben vom 28. bis 30. Januar im Palau d’Esports l’Illa von Benidorm 16 Künstlerinnen und Künstler ihr Bestes. Das Finale findet am 1. Februar statt. Die Lieder der Teilnehmer kann man schon jetzt anhören: rtve.es/television/eurovision. Der Fernsehsender RTVE überträgt den Wettbewerb. Der Gewinner tritt vom 13. bis 17. Mai beim Eurovision Song Contest 2025 in Basel für Spanien an. Das Finale ist am 17. Mai (eurovision.tv).

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