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Nur noch bis Sonntag: Zehn Highlights der Töpfermesse Fira del Fang

Die Fira del Fang zählt zu den schönsten Messen auf Mallorca. Dieses Jahr feiert sie ihr 40-jähriges Bestehen. Grund genug für einen Besuch in Marratxí

Alexandra Bosse

Alexandra Bosse

Der Weg zum Kirchplatz von Sant Marçal in der Gemeinde Marratxí lohnt sich. Noch bis Sonntag (9.3.) haben Sie Zeit, dort handgefertigte Objekte und Kunstwerke aus Ton zu bewundern und zu erstehen (Freitag 10 Uhr–13.30 Uhr, 16–19 Uhr, Samstag und Sonntag 10–20 Uhr).

1. Musikalisches

Das helle Gezwitscher der ocarina (Gefäßflöte) von Carme Hermoso ist auf dem Platz schon von Weitem zu hören. Die 70-Jährige verkauft ihre kleinen Flöten in Vogelform ausschließlich auf der Fira del Fang und weiß die Besucher mit den verschiedenen Tonlagen zu begeistern, die aus den Miniatur-Blasinstrumenten erklingen. „Ich bin bereits seit 37 Jahren ocarinera und die einzige auf Mallorca“, erzählt sie stolz.

Antònia Amengual mit ihren „siruells“. | FOTO:  BENDGENS

Carme Hermoso aus Algaida lässt es zwitschern. / Nele Bendgens

2. Traditionelles

Bei Antònia Amengual Cañellas dreht sich alles um das traditionelle mallorquinische Kunsthandwerk der siulleria. Die typischen Figuren sind aus weißem Ton gefertigt und althergebracht mit Rot und Grün bemalt. Früher verwendete man Tierblut für das Rot und Pflanzenfarbe aus Gräsern für das Grün. „Ich habe bereits mit 14 Jahren angefangen, mit meiner Mutter siurells zu machen. Es gab immer viel Arbeit für uns, und so habe ich auch nie studiert“, sagt Cañellas.

Carla Laredo ist mit drei Jahren Erfahrung noch Newcomerin im Töpfer-Handwerk.   | FOTO: NELE BENDGENS

Antònia Amenguai mit ihren "siruells". / Nele Bendgens

3. Praktisches

Die traditionellen Töpferwaren - greixoneras und caçarolas - aus dem für die Gegend um Marratxí so typischen roten Ton dürfen in keinem mallorquinischen Haushalt fehlen.

Die Tonkünstlerin Antònia Pol aus Benissalem findet Inspiration und Materialien am Meer.  | FOTO: NELE BENDGENS

Caçarolas aus rotem Ton gehören auf Mallorca dazu. / Nele Bendgens

4. Kunstvolles

Die außergewöhnlichen Werken von Rafael Sunyer fallen sofort ins Auge. Der Töpfer arbeitet mit verschiedenen Materialien und Lacken, probiert neue Kombinationen aus. Jedes Stück ist ein Kunstobjekt, mit einem elaborierten kreativen Prozess dahinter.

Carme Hermoso aus Algaida lässt es zwitschern.  | FOTO: NELE BENDGENS

Rafael Sunyer macht Kunst (www.1253ceramica.com) / Nele Bendgens

5. Heiliges

„Das Alltägliche in etwas Heiliges verwandeln“, lautet das Motto von Carla Laredo von Santa Cerámica. Sie macht beispielsweise Fliesen aus Ton, auf denen sie Heilige abbildet. Dabei inspiriert sie das Kobaltblau der portugiesischen Fliesenkunst.

| FOTO: N BENDGENS

Carla Laredo ist mit drei Jahren Erfahrung noch eine Newcomerin im Töpfer-Handwerk / Nele Bendgens

6. Natürliches

„Ich drücke mit der Keramik meine Gefühle aus“, sagt die Künstlerin Antònia Pol. Zudem lasse sie sich von der Natur und dem Meer inspirieren. Sie hat keinen eigenen Laden, ist aber mit ihrem Stand regelmäßig auf den Wochenmärkten in Pollença und Sineu zu finden.

Caçarolas aus rotem Ton gehören auf Mallorca kulinarisch dazu. | FOTO: N. BENDGENS

Die Tonkünstlerin Antònia Pol aus Benissalem findet Inspiration und Materialien am Meer. / Nele Bendgens

7. Interaktives

Das interaktive Projekt des diesjährigen Wettbewerbssiegers der Messe, der Künstlergruppe Collectiu LAP, kombiniert Keramik mit Sensoren und künstlicher Intelligenz und lädt so zum Nachdenken ein, wie Keramik in Zukunft einmal aussehen könnte.

Lebensecht in Ton gegossen. Ausstellung im Zelt auf dem Festplatz.  | F.: BENDGENS

Die interaktive Ausstellung auf dem Gelánde des Museu del Fang. / Nele Bendgens

8. Buntes

Dieses Jahr nehmen insgesamt 25 mallorquinische Kunsthandwerker und drei Gäste vom spanischen Festland aus Barcelona, Alicante und Asturien an der Töpfermesse teil.

Die interaktive Ausstellung auf dem Gelände des Museu del Fang. | FOTO: BENDGENS

Die interaktive Ausstellung auf dem Gelände des Museu del Fang. / Nele Bendgens

9. Historisches

Wenn Sie schon einmal da sind, sollten Sie auch dem nahegelegenen Museu del Fang einen Besuch abstatten. Vor dem Festplatz „La Victòria“ hält alle 15 Minuten eine Bimmelbahn und bringt Sie kostenlos dorthin. Im Museum, das in einer ehemaligen Mühle untergebracht ist, sind mehr als 900 Tonarbeiten verschiedenster Form und Funktion ausgestellt, die man heutzutage so nicht mehr verwendet.

Nützliches und Farbenfrohes – auf dem Markt findet jeder etwas.  | F.: NELE BENDGENS

Nützliches und Farbenfrohes – auf dem Markt findet jeder etwas. / Nele Bendgens

10. Zeitgemäßes

Im Zelt gegenüber des Marktes stellen lokale Töpferschulen ihre Werke aus. Zu sehen ist auch das Miniaturmodell einer Tonwerkstatt, in der Ton gewonnen und verarbeitet wird.

Julián Panadés fährt den Zug zum Museum.  | FOTO: NELE BENDGENS

Lebensecht in Ton gegossen: Ausstellung im Zelt auf dem Festplatz. / Nele Bendgens

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