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Mallorca ist eher ein Ort für Flirts als für Beziehungen

Eine langfristige Beziehung auf Mallorca aufbauen? Schwierig, meint die Sexologin Rita Abundancia in diesem Kommentar

Mallorca ist die perfekte Kulisse für eine heiße Liebesromanze

Mallorca ist die perfekte Kulisse für eine heiße Liebesromanze / DPA

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Rita Abundancia

Viele Menschen sind auf Mallorca nur auf der Durchreise, etwa Saisonarbeiter. Andere leben nur mit einem Bein auf der Insel, weil sie hier eine Immobilie haben, mit dem anderen anderswo in Europa oder auf der Welt. Viele Menschen heißt auch viel Auswahl, könnte man erst einmal meinen. Doch das begünstigt eher Flirts als langfristige Beziehungen, Stichwort „Es könnte ja noch jemand Besseres kommen“. Die vielen Ausländer, die es hierher zieht, bilden zudem oft Grüppchen mit anderen Landsmännern und -frauen, die letztlich unter sich bleiben – oft auch, weil sie kein Spanisch können.

Daneben stehen die Umstände auf Mallorca auch der Intimität im Weg. Durch die geringen Gehälter und hohen Mietpreise leben viele bei ihren Eltern oder in WGs. Um sich mit dem Partner eine Wohnung zu suchen, reicht das Geld oft nicht. Teils erlauben es weder Eltern noch Wohngemeinschaften, dass man jemanden mit nach Hause bringt. Selbst wenn man es darf, passiert dann aus Respekt vor den Personen, die im Nebenraum sind, oft nichts. Damit eine Beziehung von Dauer ist, braucht es aber Intimität und Ruhe dafür. Das unterscheidet sie von einer Affäre.

Männer wagen den ersten Schritt nicht

Auch die hierzulande geltende Gesetzgebung (Stichwort Frauenrechte) macht es Männern schwieriger, sich dem anderen Geschlecht zu nähern. Sie haben deswegen manchmal Hemmungen, den ersten Schritt zu machen, etwa in einer Bar oder am Strand. Ihr Verhalten, so ihre Angst, könnte als subtiler Alltagsmachismus gedeutet werden. Und die Frauen wiederum wollen von den Männern erobert werden und beschweren sich dann darüber, dass von deren Seite nichts kommt.

Instagram: sexandrita

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