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"Kaos" und "Rising Sun": Was es mit den Gigayachten zweier US-Milliardäre vor Mallorca auf sich hat

Zwei eindrucksvolle Yachten liegen derzeit vor der Insel

Die Gigayacht "KAOS" vor Port de Sóller im Jahr 2023.

Die Gigayacht "KAOS" vor Port de Sóller im Jahr 2023. / Maverick Sea

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Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Die eine ist ein regelmäßiger Gast, die andere war zumindest einmal schon zur Stippvisite hier: Vor Mallorca lagen am Freitag (3.7.) die beiden Gigayachten "Rising Sun" und "Kaos". Während das erste Schiff am Nachmittag in der Nähe von El Toro im Südwesten von Mallorca ankerte, befand sich das zweite in der Bucht von Palma auf der Höhe der Urbanisation Bellavista. Über die Gäste an Bord der "Kaos" ist bislang nichts an die Öffentlichkeit gelangt, an Bord der "Rising Sun" sollen sich derzeit die TV-Moderatorin Oprah Winfrey und Fernsehpersönlichkeit Kris Jenner befinden.

Das ist die "Rising Sun"

Die 138 Meter lange Gigayacht "Rising Sun" gehört dem US-amerikanischen Musik- und Filmproduzenten David Geffen. Sie wurde im Jahr 2004 von Lürssen auf der Werft in Bremen gebaut und gehörte zunächst dem Oracle-CEO Larry Ellison. 2010 erwarb Geffen die Yacht. Sie bietet auf fünf Decks mit rund 8.000 Quadratmetern Wohnfläche Platz für 18 Passagiere in 9 Kabinen und bis zu 45 Besatzungsmitglieder. An Bord finden sich unter anderem ein Basketballfeld, eine Bodega und ein Privatkino.Sie fährt unter der Flagge der karibischen Steueroase Cayman Islands.

Die Yacht ist besonders bei der US-Elite beliebt. Geffen hatte unter anderem schon Schauspieler Tom Hanks sowie Ex-US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle zu Gast. Auch Amazon-Chef Jeff Bezos soll bereits einige Tage an Bord des exklusiven Gefährts verbracht haben. Mittlerweile ist er lieber auf seiner eigenen Yacht, der "Koru", unterwegs, die regelmäßig in den Gewässern der Insel unterwegs ist. Das gigantische Schiff war schon häufiger zu Gast vor Mallorca. Das erste Mal wurde sie 2013 vor der Insel gesehen. Damals waren Bruce Springsteen und seine Frau an Bord und erkundeten von dort aus die Schönheit Mallorcas. Auch in den Jahren 2014, 2015, 2018 und 2019 war sie zu Gast.

Die "Rising Sun" liegt vor Cap dels Falcons, dahinter die "Seven Seas". Im Hintergrund sieht man auch die "Viva".

Die "Rising Sun" vor Mallorca (Archivbild). / YO!

Im Jahr 2020 verbrachte David Geffen auf dem Schiff die ersten Wochen der Pandemie, um sich dort vor dem Coronavirus zu schützen. Er postete Bilder vom Leben an Bord, was ihm in den sozialen Medien heftige Kritik einbrachte. Der Vorwurf lautete, während die Welt schmerzhaft die Folgen des Virus ertrage, mache sich der Entertainment-Mogul ein schönes Leben in der Karibik. Seit Ende der Corona-Pandemie kommt die "Rising Sun" jedes Jahr in den Sommermonaten für eine Stippvisite auf die Insel. Allerdings drang in den vergangenen Jahren meist nicht durch, welche Gäste sich an Bord aufhielten.

Das ist die "Kaos"

Die "Kaos" gehört Nancy Walton Laurie, der Erbin des Supermarkt-Imperiums Walmart. Das 110 Meter lange Schiff lief 2017 vom Stapel und bietet Platz für 30 Gäste sowie 45 Besatzungsmitglieder. Es wird auf rund 300 Millionen Dollar taxiert. Ursprünglich gehörte die "Kaos" der katarischen Herrscherfamilie. Im Jahr 2019 erwarb Walton Laurie das Schiff über die Gesellschaft Secret III Ltd. Die Gigayacht verfügt über einen großen Pool, ein Helikopterdeck mit Betankungsanlage, einen geräumigen Aufzug, ein Hammam, ein Dampfbad, ein Fitnessstudio und einen weitläufigen Beachclub.

Aktivisten der Gruppe "Futuro Vegetal" vor der Gigayacht "Kaos" auf Ibiza.

Aktivisten der Gruppe "Futuro Vegetal" vor der Gigayacht "Kaos" auf Ibiza. / Futuro Vegetal

Im Juli 2023 sorgte sie auf den Balearen für Schlagzeilen. Damals wurde das Schiff von Klimaaktivisten der Gruppe "Futuro Vegetal" im Hafen von Ibiza mit schwarzer und roter Farbe besprüht. Zwei junge Männer hielten ein Schild mit der Aufschrift "You consume, others suffer" (Ihr konsumiert, andere leiden) in die Kameras. Die Aufnahmen wurden kurz nach der Aktion in den sozialen Netzwerken geteilt. Auf Instagram erklärte die Gruppe, das aktuelle Wirtschaftsmodell treibe die Welt in den Abgrund. Es sei nur dafür gedacht, die Privilegien der Superreichen zu schützen. Diese würden vom Leid anderer Menschen leben. Nachdem es geputzt worden war, fuhr es damals in Richtung Mallorca weiter und wurde vor Port de Sóller gesehen.

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