Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

"Ich hatte sogar Suizidgedanken": Tränen bei den Mermi-Schmelz' in der aktuellen Mallorca-Folge von "Goodbye Deutschland"

Der instabile Gesundheitszustand von Auswanderer Thommy Schmelz bereitet seiner Frau Kathrin Mermi-Schmelz Sorgen. Doch die Urgesteine der Sendung halten auch in schlechten Zeiten zueinander

Auch Thommy Schmelz verdrückt in der aktuellen Mallorca-Folge die ein oder andere Träne.

Auch Thommy Schmelz verdrückt in der aktuellen Mallorca-Folge die ein oder andere Träne. / 99 Pro Media

Simone Werner

Simone Werner

Die aktuelle Mallorca-Folge von "Goodbye Deutschland", die am Montag (5.8.) auf Vox läuft und schon seit einigen Tagen bei RTL+ zu sehen ist, ist nichts für Zuschauer, die nah am Wasser gebaut sind. Immer wieder fließen in der Episode, in der auch die Robens und Sascha Winkels und Deniz Gülpen vorkommen, bei Kathrin Mermi-Schmelz und Thommy Schmelz die Tränen.

Die Folge beginnt damit, dass Kathrins Freundin Susi zu Besuch ist. Schon seit Tagen sie die TV-Auswanderin und Frau von Thommy Schmelz nur am Weinen. Der Grund: Ihr Thommy liegt in Palma im Krankenhaus, es gehe ihm gar nicht gut. Dabei wollten die beiden Urgesteine von "Goodbye Deutschland" eigentlich eine Kreuzfahrt antreten, erfährt man. Dafür seien sie nach Gran Canaria geflogen und hatten einen Tag an Bord. Doch schon an Tag 1 der Reise ging es Thommy gar nicht gut, er sei daher auf der Kabine geblieben, erzählt seine Frau.

Am nächsten Morgen stand dann ein Seetag an. Schmelz' Gesundheitszustand verschlechterte sich weiter, sodass er ins Bordhospital gehen musste. Dort ging es schon wenig später auf die Intensivstation. Am Folgetag sollte er dann in Madeira ins Krankenhaus kommen. Die Ärzte dort rieten ihm, zurück nach Mallorca zu fliegen, solange der gelernte Koch noch transportfertig ist. Er hätte Wasser im Bauch, die Organe würden nicht richtig arbeiten, etwa die Nieren und die Leber, heißt es.

Thommy Schmelz und Kathrin Mermi-Schmelz bei Dreharbeiten von "Goodbye Deutschland".

Thommy Schmelz und Kathrin Mermi-Schmelz bei Dreharbeiten von "Goodbye Deutschland". / Privat

Erschwerend hinzu kommt, dass Kathrin eigentlich gar kein Geld für die Rückflüge der beiden Auswanderer hat. Die „Goodbye Deutschland“-Redaktion hilft, heißt es, ohne dass Details dazu erklärt werden.

Dann erzählt Freundin Susi, wie sie die Lage wahrgenommen hat. Kathrin Mermi-Schmelz sei es während der geplanten Kreuzfahrt sehr dreckig gegangen. „Ich konnte mich so in ihre Lage hineinversetzen. Das wünscht man keinem", sagt ihre Unterstützerin. „Es ist ja nicht das erste Mal, dass mir Thommy von der Schippe hüpft, sondern schon das dritte Mal. Du hast natürlich Angst, deinen Partner zu verlieren“, sagt die Auswanderin unter Tränen. Die Intervalle zwischen den schlechten Phasen, die Thommy Schmelz aktuell durchlebe, werden immer kürzer.

Kathrin Mermi-Schmelz mit ihrer langjährigen Freundin Susi.

Kathrin Mermi-Schmelz mit ihrer langjährigen Freundin Susi. / Privat

Erster Schreck in Österreich

Dann sehen Zuschauer Szenen aus Österreich. Dort arbeiteten die Auswanderer einige Zeit lang während der Wintermonate. Schon damals musste Thommy Schmelz ins Krankenhaus. „Gott sei Dank hat der Kerle mir nur wieder einen Schrecken eingejagt“, sagt Kathrin Mermi-Schmelz, nachdem die damalige Situation überstanden war.

Die Zuschauer erfahren, dass Freundin Susi damals auch bei der Hochzeit von Thommy und Kathrin in Brasilien dabei war. Es war das erste Land, in dem die Auslanderer lebten und von Vox begleitet wurden. Von 2007 bis 2015 lebten sie dort. Die beiden Freundinnen lassen die Hochzeitsvorbereitungen Revue passieren. Seit sich Kathrin Mermi-Schmelz und Thommy Schmelz kennen, waren sie quasi nie voneinander getrennt. “Wir sind seit über 25 Jahren zusammen, haben unser Leben zusammen gelebt, er ist einfach ein Teil von mir”, sagt Kathrin Mermi-Schmelz in der Folge berührt. Nach Brasilien kehrten die "Goodbye Deutschland"-Urgesteine nach Europa zurück.

Ein Foto von der Strandhochzeit in Brasilien 2008.

Ein Foto von der Strandhochzeit in Brasilien 2008. / Mermi-Schmelz

Mittlerweile leben sie wieder fest in ihrer Wohnung in Peguera. Kathrin Mermi-Schmelz weiß, dass ihr Thommy sein Leben umkrempeln muss, erzählt sie vor den Kameras. Da das Paar kaum Rücklagen hat, müsse sie nun das Geld für beide reinbringen. “Ich gehe auch Klo-Putzen. Es ist mir scheißegal", sagt sie entschlossen.

Kathrin Mermi-Schmelz macht sich in der aktuellen Folge große Sorgen um ihren Thommy.

Kathrin Mermi-Schmelz macht sich in der aktuellen Folge große Sorgen um ihren Thommy. / 99 Pro Media

Suizidgedanken-Beichte

Als das Drehteam die Mermi-Schmelz vier Monate später wieder besucht, ist Thommy zwar zu Hause, sein gesundheitlicher Zustand aber nicht stabil. Er hat nun auch Krampfadern an der Speiseröhre, heißt es. Nach außen wirke Thommy ganz anders, habe immer einen lustigen Spruch auf den Lippen. “Ich kriege langsam wirklich Depressionen, ich muss eigentlich arbeiten”, sagt er mitgenommen in die Kameras. Er habe sogar schon Suizidgedanken gehabt, gibt er zu.

[object Object]

Seit über 30 Jahren gibt es auf den Balearen das Telefon der Hoffnung, das „Teléfono de la esperanza". Auf dem spanischen Festland wurde es vor 46 Jahren eingeführt. Mehrere ehrenamtliche Mitarbeiter, die zuvor psychologisch geschult werden, sitzen in einem Büro nahe des Parc de ses Estacions in Palma de Mallorca, hören zu oder spenden Trost. Wer Hilfe oder jemanden zum Zuhören braucht, kann sich jederzeit unter der Nummer 971-46 11 12 an das „Teléfono de la esperanza" wenden. Wer kein Spanisch spricht, kann die Telefonseelsorge in Deutschland kontaktieren. Die ist von Mallorca aus unter der internationalen Nummer 116 123 erreichbar. Unter www.telefonseelsorge.de gibt es zudem eine Online-Beratung.

Die Auswanderin beim Drehen mit dem Produktionsteam im Restaurant, in dem sie arbeitet.

Die Auswanderin beim Drehen mit dem Produktionsteam im Restaurant, in dem sie arbeitet. / Privat

Zweimal habe seine Partnerin Thommy Schmelz zuletzt zu Hause auf dem Boden liegend gefunden, weil er mal wieder in sich zusammengesackt war. Wegen der vielen Krankenhauskosten sind die Rücklagen des Paares längst aufgebraucht. Vorsorge hätten sie kaum betrieben, heißt es. Es falle Thommy Schmelz schwer, mit anzusehen, dass seine Frau nun alleine Geld in die Kasse bringen muss.

Pflegegrad-Antrag

Wie die MZ bereits mehrfach berichtet hat, mussten die Auswanderer unter anderem die Projekte “Private Cooking” und “Couch Diner” vorübergehend auf Eis lesen, da man mit Thommy nicht gut planen könne. Aber ihren Kellner-Job im Restaurant Paradíso hat Kathrin Mermi-Schmelz wieder angenommen, zumindest drei Tage die Woche ist sie dort. "Doch wenn sie dort ist, ist immer auch die Angst präsent, dass ihrem Thommy zu Hause etwas passieren könnte. “Ich kann es mir aber einfach nicht leisten, zu Hause zu bleiben”, sagt sie. Alle paar Minuten checkt sie ihr Handy. Ist Thommy etwas passiert? Bei der Arbeit sei sie abgelenkt und lustig, aber “tief drin sieht es anders aus” - sagt sie erneut unter Tränen.

Das Paar sei dabei, zu versuchen, dass Thommy einen Pflegegrad bekommt, erzählt es. Und auch Thommy Schmelz weiß ganz genau, was er an seiner Kathi hat: “Ich bin so froh, dass ich sie habe. Es ist das Beste, was mir im Leben passiert ist, ein Sechser im Lotto”, sagt er mit Tränen in den Augen.

Kathrin Mermi-Schmelz macht sich weiterhin große Sorgen um ihren Thommy.

Kathrin Mermi-Schmelz macht sich weiterhin große Sorgen um ihren Thommy. / Mermi-Schmelz

Die Auswanderer-Geschichte der Urgesteine von "Goodbye Deutschland"

Kathrin Mermi-Schmelz und Thommy Schmelz gehören zu den bekanntesten Mallorca-Auswanderern von "Goodbye Deutschland." Kennengelernt hatten sie sich in Deutschland. Die ganze Kennenlern-Geschichte können Sie hier nachlesen. Die beiden lebten bereits in Brasilien, Schweden, Österreich und auf Mallorca - immer dort, wo der Koch und die Kellnerin einen Job fanden. "Bevor es 2007 erstmals nach Brasilien ging, waren wir noch etwa zehn Jahre zusammen in Deutschland", so Kathrin Mermi-Schmelz.

Die Auswanderer während Dreharbeiten in Peguera.

Die Auswanderer während Dreharbeiten in Peguera. / Privat

2015 ist das Paar dann zurück nach Europa gezogen – auch, weil Thommy damals an einer schweren Bauchspeicheldrüsenentzündung erkrankte. Nach Mallorca verschlug es die Auswanderer erstmals 2017, als sie begannen, im "Kartoffelhaus" in Peguera zu arbeiten. Während der Pandemie arbeiteten beide dann auf einem Foodtruck in Deutschland. In den vergangenen Wintern waren sie oft auf einer Skihütte in Österreich, im Sommer dann auf der Insel. Auch als Sänger haben sich die Auswanderer jüngst probiert.

Tracking Pixel Contents