Nach Horror-Unfall und Reha: So geht es dem "Goodbye Deutschland"-Mallorca-Auswanderer mit den Hüpfburgen
Bei dem als Spielzeug-Verleiher bekannten Auswanderer Dennis Schadly kehrt nach den vergangenen Monaten endlich etwas Ruhe ein. Für 2025 hat er schon eine neue Projekt-Idee

Dennis Schadly mit seiner Freundin Magdalena Sota. / Privat
Dennis Schadly ist Zuschauern des Vox-Formats "Goodbye Deutschland" als der Auswanderer mit dem Hüpfburgen-Verleih bekannt. Schon länger sah man den 41-Jährigen nicht mehr in dem Auswanderer-Format. Dabei war zuletzt ganz schön etwas los bei dem Vater eines Sohnes. Der MZ hat er erzählt
- wie es ihm mittlerweile nach seinem schweren Autounfall sowie Reha im Anschluss geht
- dass seine Bein-Operation nicht der einzige medizinische Eingriff in den vergangenen Monate war
- wovon er zuletzt gelebt hat und
- welche neue Projekt-Idee dem gebürtigen Berliner im Kopf herumschwirrt.
Nachdem er Anfang Oktober einen schweren Autounfall erlitten hatte, waren Schadlys vergangenen Monate sehr von seiner Reha geprägt. "Ich war daher länger in Deutschland. Die Reha dort zu machen, war einfacher, da mich Magdalena hin- und hergefahren hat. Vor allem in der Anfangszeit konnte ich gar nicht selbst Auto fahren, da mein rechtes Bein bei dem Unfall stark in Mitleidenschaft gezogen wurde", so Schadly zur MZ. Im Gegensatz zu ihm habe seine Freundin Magdalena Sota den Unfall fast unbeschadet überstanden. "Sie hatte 'nur' einen Schock", so Schadly.

Dennis Schadly nach seinem Unfall. / Privat
Noch ein Eingriff
Daneben stand für den TV-Auswanderer vor einigen Wochen ein zweiter Eingriff an, der mit dem Unfall aber nichts zu tun hatte. Er habe sich einen Abszess am Rücken entfernen lassen müssen, erzählt er. "Der war nicht gerade klein", so Schadly, der mittlerweile nach eigener Aussage wieder aktiv Sport machen kann.
In seinem Show-Room auf Mallorca konnte er infolge des Unfalls kaum sein. "Ich muss jetzt alles aufholen, was liegen geblieben ist und mich finanziell belastet hat", sagt er. Dass er nicht nur den Spielzeug-Verleih, sondern mehrere Standbeine (auch in Deutschland) habe, habe ihn gerettet, gibt er zu.
Lokal in Berlin verpachtet
Woran sich selbst langjährige Zuschauer von "Goodbye Deutschland" womöglich nicht mehr erinnern: Schadly betrieb einst ein Lokal als Café und Imbiss mit 80 Sitzplätzen in der Nähe von Berlin, die Scheune 18. "Wir hatten deutsche Küche. Ich war zwei Jahre, von 2016 bis 2018 , selbst in dem Lokal gestanden, dann ist es mir zu viel geworden und ich habe es verpachtet. Der Nachbetreiber hat dort ein Dönerlokal eingerichtet", erzählt er.

Die "Scheune 18" von Schadly. / Schadly
Zudem vermiete er zusammen mit einem Partner ein Mehrfamilienhaus im Süden von Berlin.
In Deutschland, aber hauptsächlich auf Mallorca vermietet er neben Hüpfburgen verschiedene Spielartikel oder Transformers-Figuren, auf die er besonders stolz ist. Er habe mittlerweile an die zehn Stück und sei damit laut eigener Aussage besser aufgestellt als jeder andere Spielzeugverleiher auf der Insel.

Eine der Figuren. / Schadly
Mittlerweile können seine Kunden sich auf der Webseite seiner Firma Party Parts schon einmal aussuchen, was sie gerne mieten würden: Spiele wie eine Torwand, ein überdimensionales "Mensch-ärgere-dich-nicht"-Spiel, Wasserfahrzeuge wie ein Bananenboot oder ein Glasboden-Kajak, Fahrzeuge wie einen Gabelstapler für Kinder oder Partyzubehör wie Seifenblasen- oder Zuckerwattenmaschinen. Wer sich lieber vor Ort umschaut, kann den Show-Room in Cala Millor mittlerweile wieder aufsuchen. Durch den Unfall sei das Geschäft länger geschlossen gewesen, seit vergangener Woche ist das Lokal zu flexiblen Öffnungszeiten aber wieder geöffnet, wie Schadly der MZ erzählt.

Dennis Schadly mit seiner Freundin Magdalena Sota. / Schadly
Suche nach neuem Lokal für Show-Room
Der MZ hat Schadly verraten, dass er derzeit auf der Suche nach einem anderen Lokal ist. "Das aktuelle ist zwar günstig und riesengroß, leider sind die Passanten, die dort vorbeilaufen, jedoch nicht meine Zielgruppe."
Neben dem Spielzeug-Verleih hat der Auswanderer nach wie vor auch eine kleine Spedition. "Ich habe dafür zwei neue Transporter gekauft", sagt er. Mit ihnen transportiert er etwa Sportboote zwischen der Insel und dem spanischen Festland, hilft Kunden bei Umzügen oder bringt auch Autos von A nach B.

Mit seiner kleinen Spedition macht Schadly etwa Autoüberführungen. / Schadly
Größtes Oktoberfest der Insel
Und neben all den Standbeinen hat Schadly schon eine neue Idee, mit der er nächstes Jahr auf der Insel durchstarten will. Er will das größte Oktoberfest der Insel veranstalten. "Ich habe aus Deutschland günstig ein Festzelt erstehen können. Damit habe ich vor, an einem Ort mit Gewerbegebiet und viel Fläche ein richtig zünftiges Oktoberfest mit Security und ordentlichen Künstlern auf die Beine zu stellen – vielleicht in der Gegend um Manacor oder Algaida", so der gelernte Garten- und Landschaftsbauer und Mechatroniker.

Haben sich über Tinder kennengelernt: Dennis Schadly und seine Freundin Magdalena Anna Sota. / Privat
Alles über den Auswanderer mit den Hüpfburgen
Dennis Schadly ist 2018 mit der Geschäftsidee, auf der Insel Hüpfburgen und andere Spielzeuge zu verleihen, nach Mallorca gekommen. Anfangs wohnte er etwa ein Jahr lang noch in einem Wohnwagen im Industriegebiet Son Bugadelles, ganz in der Nähe der Lagerhalle, in der er auch nach wie vor einige seiner Hüpfburgen aufbewahrte.

Wurde mit seinen Hüpfburgen in der Sendung "Goodbye Deutschland" bekannt: Dennis Schadly. / Privat
Mittlerweile lebt er in Cala Bona. Von der Mutter seines Sohnes ist er seit 2019 getrennt. Rund 80 Prozent seiner Zeit verbringt der Auswanderer auf Mallorca. Im Juli 2023 eröffnete er in Cala Millor seinen ersten Show-Room.
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