Steff Jerkel, Peggy Jerofke, den Robens und Mermi-Schmelz: Was die "Goodbye Deutschland"-Auswanderer niemals im Fernsehen zeigen würden
Ob Schönheitsoperationen, künstliche Befruchtung oder schwere Krankheiten: Tabus gibt es bei den TV-Auswanderern kaum. Bei welchen Themen sie dem Produktionsteam der Sendung aber eine Absage erteilen würden

Die Tochter von Steff Jerkel und Peggy Jerofke, Josephine, wurde per künstlicher Befruchtung gezeugt. Auch daran konnten Zuschauer der Vox-Sendung teilhaben. / Jerofke
Beziehungskrisen, gescheiterte Projekte mit einem Lokal, schwere Krankheiten: Die TV-Auswanderer von "Goodbye Deutschland" sind es gewohnt, in der Vox-Sendung auch allerhand Privates preiszugeben. Vor allem das interessiert die meisten Fans schließlich brennend. Doch bei jedem Mallorca-Auswanderer gibt es auch Themen oder Situationen, in denen die Kameras ausbleiben müssen.
Hauptsache, Josephine geht es gut
Peggy Jerofke und Steff Jerkel ist das Wohl ihrer Tochter Josephine heilig. "Steff und ich haben von Anfang an gesagt, und da sind wir uns absolut einig: Wir werden Josephine nicht vor die Kamera zerren. Wenn sie nicht möchte, wird sie nicht gefilmt und das akzeptiert das Drehteam dann auch so", so Jerofke, die sich bezüglich des Themas nach eigener Aussage noch mehr Gedanken macht als Jerkel. "Wir hatten oft Situationen mit JJ, in denen das Drehteam sie gerne gefilmt hätte, etwa in der Nähe ihrer Schule. Doch das möchten wir auf keinen Fall." Auch Josephine sei mittlerweile schon so meinungsstark, dass sie klar kommuniziere, wann sie etwas möchte und wann nicht.

Peggy Jerofke mit Josephine. / Jerofke
Darüber hinaus ist bei Jerofke so manches Thema im weiteren Familienkreis Tabu. "Jeder hat da sein Thema. Bei mir sind es Vatergeschichten", nennt sie etwa als Beispiel.
Auch, wenn Jerofke oder Jerkel mal erst nach den Dreharbeiten einfällt, dass es besser wäre, bestimmte Szenen nicht zu zeigen, sprechen sie das bei der Produktionsfirma an. "Die Verantwortlichen sind da zum Glück sehr professionell", so Jerkel.

Ein Foto der beiden Auswanderer aus dem Jahr 2007. / Jerkel
"Wenn wir uns so richtig streiten, würde ich das zum Beispiel nicht senden lassen", so Jerkel.
Ansonsten gehe die dreiköpfige Familie sehr offen mit allem um, findet Jerofke. "Wir haben uns vor zehn Jahren schließlich auch dafür entschieden." "Manchmal muss man daher auch Dinge drehen, die nicht schön sind. Es ist eben auch bei uns nicht alles rosarot", findet Jerkel.
Was die anstehende Hochzeit des Paares betrifft, seien beide noch unentschlossen, ob sie sie von Kameras begleiten lassen oder nicht. "Wenn, dann auf jeden Fall nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, damit sich die Gäste auch wohlfühlen", so der gelernte Klempner weiter.
Wenn Zuschauer die Privatsphäre missachten
"Die Grenze zur Privatsphäre ist echt dünn. Einerseits will man die Zuschauer am eigenen Leben teilhaben lassen, andererseits seine Privatsphäre. Das ist schwierig", findet Jerkel. Nicht erst einmal sei es vorgekommen, dass Fans oder Zuschauer auf Mallorca bei der Familie zu Hause geklingelt haben oder einfach auf deren Grundstück gelaufen sind, ohne zu klingeln. "Da reagieren wir mittlerweile nicht mehr freundlich", so der Hamburger.
Beerdigungen, Sexuelles, Familienmitglieder
Bei Andreas und Caro Robens vermissen Zuschauer womöglich Szenen aus dem Familienleben mit der Verwandtschaft der Bodybuilder. "Das liegt mehr an unserer Familie als an uns", sagt Caro Robens. In ihrem Fall ist es ihr Vater, der sich strikt weigere, im Fernsehen aufzutauchen. "Meine Mutter mag es auch gar nicht, aber hat sich das eine Mal dazu bereit erklärt", so Caro Robens, die mit dem "einen Mal" auf eine USA-Folge anspielt, in der ihre Mutter zu sehen war, als die ehemalige Lehrerin den Robens Nachhilfe in Englisch gab.
In Andreas Robens' Familie bestehe ähnlich wenig Interesse, vor den Kameras zu stehen. Seine Eltern sind zwar schon tot, doch seine Schwester Sabine oder auch sein Cousin wollten etwa nie gefilmt werden.

Andreas Robens mit seiner Schwester. / Privat
Für die Robens selbst tabu sind sexuelle Themen wie auch etwa Beerdigungen. "Das würde ohnehin die anderen Trauergäste stören. Hoffen wir, dass wir so schnell gar nicht erst in die Situation kommen", so Caro Robens.

Andreas und Caro Robens in Palma. / Robens
Auf die Frage, was die intimsten Themen und Szenen waren, die das Paar bisher hat begleiten lassen, antwortet die gebürtige Wuppertalerin: "die Schönheitsoperationen und als unser Yorkie gestorben ist".

Caro und Andreas Robens im Jahr 2010. / Robens

Caro und Andreas Robens sind bekannt dafür, dass sie Tiere lieben. / RTL
Zur Erinnerung: Wie in einer Folge im Jahr 2020 zu sehen war, hatte sich das Paar unsterblich in Bulli, eine kanarische Dogge aus dem Tierheim, verliebt. Sie nahmen den Hund bei sich auf. Doch es war eine Entscheidung, die sie bitter bereuen und teuer bezahlen werden, denn Bulli hat ein Problem mit den beiden Hunden der Bodybuilder. Ihr Vierbeiner "Zwerg" hat die gemeinsame Zeit mit dem anderen Hund nicht überlegt.
Gesundheit und Nacktheit
Statt (tierischen oder menschlichen) Familienmitgliedern ist für Thommy Schmelz und Kathrin Mermi-Schmelz Gesundheit ein sensibles Thema. "Als Thommy im Dezember 2023 so krank wurde, habe ich mit ihm natürlich vorher darüber gesprochen, ob er das überhaupt im Fernsehen und in den Medien thematisieren möchte. Er hatte damals zugestimmt, also habe ich Vox kontaktiert, als wir damals auf Madeira festsaßen", findet Kathrin Mermi-Schmelz. In einer Sendung berichtete Thommy Schmelz sogar von Suizidgedanken.

Die beiden TV-Auswanderer im Krankenhaus auf Mallorca. / Mermi-Schmelz
Generelle Vorab-Absprechen mit der Produktionsfirma gebe es keine. Bezüglich jeder Situation und jedes Vorfalls entscheiden die Teilnehmer individuell.
Auch, nackt im Fernsehen zu sehen sein, können sich die Auswanderer nicht vorstellen. "Ich glaube, dass uns lieber keiner etwa bei 'Adam sucht Eva', wo die Teilnehmer nackt herumspringen, sehen wollen würde. Das würden wir der Welt auch nicht antun", lacht Mermi-Schmelz.
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