Winter vs. Sommer: So unterschiedlich sieht das Leben von "Goodbye Deutschland"-Auswanderin Peggy Jerofke in der Haupt- und Nebensaison aus
Warum die Gastronomin auch während der kalten Jahreszeit auf Mallorca die Füße nicht stillhalten kann

Peggy Jerofke hat zwei recht unterschiedliche Leben: eines im Sommer, eines im Winter. / Privat
Mallorca-Kenner oder treue Follower der "Goodbye Deutschland"-Auswanderin Peggy Jerofke wissen: Im Sommer, wenn die Hochsaison auf der Insel in vollem Gange ist, sieht das Leben der Familienmutter ganz anders aus als im Winter. Doch auf der faulen Haut liegen, ist für die Betreiberin des "Tiki Beach" trotzdem nicht angesagt. Noch vor sieben Jahren, als es die Tochter von Jerofke und Steff Jerkel, Josephine, noch nicht gab, habe sie den Wechsel von der Haupt- in die Nebensaison viel mehr wahrgenommen. "Ich habe jetzt das Gefühl, dass der Winter und die Auszeit, die man hat, gar nicht mehr so lange ist", so die Familienmutter zur MZ.
Erst Ende November beginnt für Jerofke die "Winterzeit"
Sie schließe ihr Lokal an der Promenade von Cala Ratjada Ende Oktober. "Bis dann wirklich alle Arbeiten abgeschlossen sind, etwa mit dem Steuerbüro, bin ich bis Mitte oder sogar Ende November zugange. Dann erst nehme ich wahr: Jetzt ist Winterzeit und ich kann mich auf meine Familie und mein Hündchen konzentrieren", so die gelernte Bürokauffrau. Die Strandspaziergänge genieße sie dann besonders. Auch mittags koche sie ganz in Ruhe und unternehme viel mit Josephine. "Dann ist Dezember, dann steht Weihnachten an und wir sind von Josephines Ferien abhängig. Im Januar geht es für uns dann meistens in den Urlaub. Dann kommen wir wieder und ab Februar sind wir schon wieder mit den Vorbereitungen für die neue Saison beschäftigt."
Seit Februar frische sie unter anderem die Möbel vom Tiki Beach auf, trommele ihr finales Team zusammen. "Im März geht es dann schon los und meine Mitarbeiter fangen an mit ihren Empfindlichkeiten. Der eine will dann nicht mehr tagsüber arbeiten, sondern will die Spätschicht. Das alles muss geplant werden", so Jerofke.
Wer ihr und das Leben von Steff Jerkel mitverfolgt, weiß längst: Die beiden sind immer an irgendeinem Projekt zugange und halten auch im Winter die Füße nicht still. "Eigentlich sollten wir die krassen Unterschiede zwischen Winter und Sommer einfach genießen und mal nur in den Tag hineinleben, doch das können weder Steff noch ich", gibt Jerofke gegenüber der MZ zu. Zuletzt etwa hätte das Paar sein Haus in Cala Lliteres umgebaut. Davor war es das Großprojekt Sharky's. Monatelang hatte Jerkel das Lokal, das mittlerweile schon wieder geschlossen ist, umbauen lassen.
Nach monatelangem Umbau: So sieht das fertige "Sharky's" von "Goodbye Deutschland-"Auswanderer Steff Jerkel aus / Nele Bendgens
Frühaufsteherin Peggy Jerofke
Egal ob Winter oder Sommer: Peggy Jerofke steht morgens um 7.30 Uhr. Dennoch fällt ihr ein großer Unterschied zwischen ihrem Winter- und Sommerleben ein: "Im Winter lasse ich mein Handy ganz oft zu Hause oder schaue lange nicht drauf. Das ist im Sommer gar nicht möglich. Da habe ich es 24/7 bei mir, weil immer irgendetwas sein kann."
Während der Saison läuft Jerofke dann zu Hochtouren auf: "Zuerst bringe ich Josephine in die Schule. Dann mache ich im Haus alles sauber, was liegengeblieben ist und gehe mit Elsa spazieren. Spätestens um 11 Uhr bin ich im Lokal. Dort bleibe ich während des Mittagsgeschäfts, bis ich Josephine von der Schule abhole", so Jerofke.
Im Anschluss hätte die Kleine oft Kurse, etwa Hip-Hop. Dort bringt sie Peggy Jerofke hin. Im Anschluss geht es für sie erneut ins Lokal. Danach holt sie Josephine ab. "Anschließend fahren wir meistens wieder ins Lokal, essen etwas. Ich bin dann am frühen Abend erneut da für die Gäste. Gegen 21 Uhr fahre ich meistens nach Hause und falle total platt ins Bett. Das geht sieben Tage die Woche so", so Jerofke.

Nimmt ihre Follower auf Instagram mit durch ihren Alltag auf Mallorca: Peggy Jerofke. / Privat
Sonntage nur teils für die Familie reserviert
Eigentlich habe sich die Auswanderin vorgenommen, sich die Sonntage für die Familie freizuhalten. Doch so ganz schaffe sie es nicht. Zumindest am Mittag sei sie im Tiki Beach am Start. "Ich finde, ich bin meinen Gästen das schuldig. Viele kommen extra angereist. Da ist es doch das Mindeste, dass ich mich zumindest einmal am Tag sehen lasse", so die Auswanderin. Dass sie während der Hochsaison täglich in ihrem Lokal aufkreuzt, habe nichts damit zu tun, dass sie ihrem Team nicht vertraue. "Nach all den Jahren habe ich endlich ein Team, auf dass ich mich verlassen kann. Meine Angestellten wissen genau, was mir wichtig ist", so Jerofke.

Die Tochter von Steff Jerkel und Peggy Jerofke, Josephine, wurde per künstlicher Befruchtung gezeugt. Auch daran konnten Zuschauer der Vox-Sendung teilhaben. / Jerofke
Die Geschichte von Steff und Peggy
Peggy Jerofke ist die Verlobte von Steff Jerkel. Kennengelernt hatten sich das Paar 1998 in Arenal. 2008 zogen die beiden dann gemeinsam nach Mallorca. Die Fans von "Goodbye Deutschland" konnten dann miterleben, wie das Paar im Laufe der Zeit mehrere gastronomische Betriebe in Cala Ratjada eröffnete, rentabel betrieb und später wieder verkaufte. Im März 2018 wurde dann per künstlicher Befruchtung Tochter Josephine geboren.
Im Mai 2021 eröffneten die Auswanderer an der Promenade von Cala Ratjada das Lokal "Tiki Beach". Steff Jerkels "Sharky's" ist seit Mitte Juli 2024 auf unbestimmte Zeit geschlossen. Das Schicksal der beiden Auswanderer konnten die Zuschauer von "Goodbye Deutschland" zuletzt im November 2024 mitverfolgen. Steff Jerkel war zuletzt bei dem Joyn-Format "Reality Backpackers" zu sehen, bei dem er mit seiner Teampartnerin Edda Pilz den dritten Platz belegte.
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