Polizist, Kfz-Mechanikerin, Maskenbildnerin: Das wollten die "Goodbye Deutschland"-Mallorca-Auswanderer als Kinder später mal werden
Wir haben die Robens, Peggy Jerofke, Steff Jerkel, Marco und Tamara Gülpen gefragt, von welchen Berufen sie als Kinder und Jugendliche geträumt haben

Caro Robens wollte nie Erzieherin werden. Andreas Robens' Traum war es, Polizist zu werden. / Robens
Wir haben ein paar der bekanntesten "Goodbye Deutschland"-Auswanderer gefragt, was die als Kinder und Jugendliche später werden wollten.
Caro und Andreas Robens
Im Vergleich zu ihrem Gatten Andreas Robens, der schon früh Polizist werden wollte, hatte Caro Robens damals keinen Traumberuf im Kopf. "Daher bin ich leider Erzieherin geworden, habe eine entsprechende Ausbildung gemacht", kommentierte sie.

Caro Robens hatte weder als Kind noch als Jugendliche einen Traumberuf. / Robens
Andreas Robens wiederum habe keine Ausbildungsstelle für den Polizistenberuf bekommen, da er "nicht das passende Zeugnis dafür hatte", und daher eine Ausbildung als Schlosser gemacht.

Andreas Robens heute und damals mit 17 Jahren in einem Boxclub. / Robens
Mit dem Erzieherinnen-Beruf sei Caro Robens "todunglücklich" gewesen, wie sie der MZ erzählt. "Ich mag keine Kinder, bis auf sehr wenige Ausnahmen. Daher hätte ich keinen schlimmeren Job lernen können. Ich bin nicht einen Tag gerne zur Arbeit gegangen", erzählt sie. Irgendwann begann sie daher, zu kellnern. "Das hat mir unheimlich Spaß gemacht." Als sie Andreas kennenlernte, wollte der ein Gym aufmachen. Gesagt, getan. So wurde Caro Robens Trainerin.
"Wir sind beide sehr glücklich darüber, dass wir nun das machen, was wir machen. Ich würde nie wieder als Erzieherin arbeiten wollen und Andreas weder als Schlosser noch als Polizist", weiß Caro Robens. Als sie als Kellnerin gearbeitet hat oder wenn sie jetzt ins Fitnessstudio geht, gehe sie jeden Tag gerne zur Arbeit. "Auch 16 Stunden täglich oder 70 Stunden pro Woche", fügt die Auswanderin hinzu.

Sind mit ihrer aktuellen Tätigkeit im Iron Gym sehr glücklich: Caro und Andreas Robens / Robens
Tamara und Marco Gülpen
Tamara Gülpen wollte als Kind Tierärztin werden. "Ich glaube, das wollte jedes Kind", so die Mutter eines Sohnes. Im Jugendalter habe sich ihr Berufswunsch dann geändert und sie wollte sich zur KFZ-Mechanikerin ausbilden lassen. "Das fand ich total cool. Mein damaliger bester Freund hatte die Lehre auch gemacht, weil sein Vater eine Werkstatt hatte", so Gülpen weiter. Ihr ganzes Umfeld hatte ihr damals allerdings davon abgeraten, unter anderem ihre Eltern. Die Auswanderin habe auf sie gehört und habe eine Ausbildung als Kauffrau für Tourismus und Freizeit gemacht.

Tamara Gülpen wollte erst Tierärztin und dann KFZ-Mechanikerin werden. / Gülpen
"Ich habe mich damals null dafür interessiert, aber mich einfach mal beim Landratsamt beworben. Ich wusste gar nicht genau, was das für eine Ausbildung ist, bin da einfach so reingerutscht, weil meine Eltern meinten: Mach das mal!" Heute sei sie froh, dass es so gekommen ist. "Ich habe schon damals für verschiedene Hotels gearbeitet. Es kommt auch gut, wenn man heute ein Hotel betreibt. Ich bin froh, dass ich den Weg gegangen bin. Anscheinend sollte es damals so sein."
Tamara Gülpen ist heute auch deswegen in der Hotelbranche gelandet, weil sie Marco Gülpen kennengelernt hat. "Ich wollte damals eigentlich nur ein bisschen rumjobben, habe mich dann aber in Marco, einen Hotelier, verliebt."
Über die Kennenlern-Geschichte der beiden hat die MZ bereits mehrmals berichtet:
"Ich kann heute mein Wissen, was ich mir während der Ausbildung angeeignet habe, super im Alltag und bei uns im Hotel gebrauchen", so Gülpen weiter.

Marco und Tamara Gülpen betreiben des Hostal Playa de Palma. / Gülpen
Bis Marco Gülpen Hotelier geworden ist, hat es gedauert. "Ich hatte nie einen besonderen Berufswunsch, habe mich immer treiben lassen", so Gülpen zur MZ. Zunächst begann er eine Lehre als Maler und Lakierer, brach sie aber nach kurzer Zeit wieder ab. Bei anderen Sachen, etwa einer darauffolgenden Lehre zum Kfz-Mechaniker, war es ähnlich. Beides habe er nur seiner Mutter zuliebe angefangen.
Später habe er unter anderem als Türsteher in Diskotheken gearbeitet und im Anschluss zum Bürokaufmann umgeschult. Als solcher gearbeitet, habe er aber nie. "Ich fand es auch blöd, im Büro zu sitzen, und habe mich dann in der Gastrobranche selbstständig gemacht", erzählt der Mann von Tamara Gülpen.
Auf Mallorca betrieb Gülpen zunächst ein Wettbüro und rutschte dann eher zufällig in die Hotelleriebranche. Zunächst betrieb er das Hostal Dos Pins mit 14 Zimmern an der Playa de Palma, später das Hostal Playa de Palma. In Köln gehört dem TV-Auswanderer aktuell auch eine Eisdiele.
"Ich bin heute genau mit dem, was ich tue, glücklich. Mein Traumberuf hat sich offenbar erst entwickelt", so Gülpen abschließend.

Marco Gülpen auf einer Aufnahme aus den 90er-Jahren. / Gülpen
Peggy Jerofke und Steff Jerkel
"Ganz früher wollte ich mal Krankenschwester oder Kosmetikerin beziehungsweise Maskenbildnerin werden", erzählt Peggy Jerofke der MZ. In der achten Klasse habe sie angefangen, neben der Schule zu kellnern. "In den Sommerferien habe ich mir als Jugendliche viel Geld dazuverdient", erzählt sie. Es waren die ersten Erfahrungen in der Gastrobranche der heutigen Gastronomin. Später als Gastronomin in der Branche gelandet, sei sie dennoch eher zufällig.
Zuschauer von "Goodbye Deutschland" erinnern sich vielleicht: Eigentlich wollten Jerkel und Jerofke in Cala Ratjada ein Solarium eröffnen. Daraus wurde letztlich ein griechisches Restaurant. "Es ist an der Strompotenz gescheitert. Wir konnten sie damals nicht erhöhen, sodass es funktioniert hätte. So sind wir auf die Idee gekommen, einen Griechen in das Lokal zu machen." So entstand Peggy Jerofkes und Steff Jerkels erstes Lokal, das Restaurant Olymp.
Auch, ob die TV-Auswanderin ihre Karriere bereut, wollten wir von ihr wissen. "Ich liebe die Gastronomie, ich liebe es, mit Menschen in Berührung zu kommen, bin kein Typ, der hinter dem Schreibtisch sitzen kann", so Jerofke. Sie trauere ihrem einstigen Traumjob nicht nach. Dennoch würde sie sich für ihre Tochter Josephine wünschen, dass sie nicht in die Fußstapfen ihrer Eltern tritt. "Es ist wirklich ein hartes Brot, grade, wenn man selbstständig ist. Es ist viel Stress, an Feiertagen, nachts... Das würde ich ihr gerne ersparen", so ihre Worte.

Peggy Jerofke und Steff Jerkel im Jahr 2002. / Privat
Jerofkes Bald-Mann Steff Jerkel wollte schon als 1-Jähriger Fußballprofi werden. "Ich war ja beim HSV. Später hatte ich die Chance auf einen Vertrag, aber dann kamen die Mädchen dazwischen. Da hatte ich die Disziplin verloren, die im Profibereich notwendig ist", so der gebürtige Hamburger zur MZ.

Links oben: Steff Jerkel beim SV Lurup. / Privat
Später habe er eine Ausbildung zum Klempner und dann eine Umschulung zum Versicherungskaufmann gemacht. "Dann habe ich beim Fußballverein HSC bei Hamburg angefangen und habe das dazugehörige Clubheim übernommen", so Jerkel. Es sei sein Einstieg in die Gastrobranche gewesen. Ob er seinem Traum vom Fußballprofi heute noch nachtrauere, wollten wir ebenfalls von ihm wissen: "Ich hatte zweimal die Chance, Profi zu werden. Leider war ich einmal zu jung. Beim zweiten Mal kam mein Knie dazwischen", so der Vater einer Tochter.
- Reifen bei der Landung verloren: Flugzeug blockiert Landebahn am Flughafen Mallorca
- Wird in diesen Restaurants im Norden Mallorcas gezielt Urlauberabzocke betrieben?
- Spontan Warnstufe Gelb ausgegeben: Das Wetter auf Mallorca wird nochmal ungemütlich
- Mallorca vor dem Feiertags-Marathon: So wappnet sich Cala Ratjada vor Saufurlaubern
- Die große Übersicht über die verschiedenen Gemeinden: So viel kosten 2026 die Strandliegen und Sonnenschirme auf Mallorca
- Nach dem Regenguss auf Mallorca: Jetzt startet der Frühsommer
- So einfach kann man in den meisten Mallorca-Gemeinden jetzt ein Taxi per WhatsApp bestellen
- Feueralarm um 3.15 Uhr morgens: 110 Mallorca-Urlauber aus Hotel in Sicherheit gebracht



