Dritte Folge von "Zwischen Meer und Maloche": Kultwirtin Krümel kämpft mit OP-Narben, Personalnot und 39.000 Euro Fixkosten im Monat
In der Folge, die am Sonntag (29.6.) auf Kabel Eins lief, zeigt die bekannte Wirtin unter anderem ihren Alltag zwischen Familie, Finanzdruck und Bar-Stress auf Mallorca

Die Kultwirtin steht trotz frischer OP wieder auf der Bühne. / Kabel Eins
In der neuen Folge von "Zwischen Meer und Maloche: Arbeiten, wo andere Urlaub machen" mit Mallorca-Auswanderin Marion Pfaff alias "Krümel" gibt die Kultwirtin persönliche Einblicke in ihr Leben. In der 45-minütigen dritten Folge namens "Doppelherausforderung für Krümel: Bar-Eröffnung und Bühnen-Comeback auf Mallorca", die nach der Ausstrahlung am Sonntag (29.6.) weiterhin auf der Plattform Joyn verfügbar ist, erzählt Pfaff etwa, welche monatlichen Fixkosten die Familie hat und welche die Zukunftspläne von Sohn Max sind.
Finca-Idylle mit 39.000 Euro Fixkosten
Die Folge beginnt mit Aufnahmen der 3.700-Euro-Mietfinca der Familie. Doch das schöne Bild täuscht: Krümel steht mit ihrem Mann Daniel „Dani“ Pfaff unter enormem finanziellem Druck. Etwa 39.000 Euro Fixkosten pro Monat müssen gestemmt werden – für Personal, Wohnungskredite, Miete der beiden Lokale, Strom, Wasser, Steuern, Schulgebühren und die Bestuhlung der Lokale. „Privat ist da kaum was dabei – das sind einfach die laufenden Kosten, wenn du zwei Lokale hast“, erklärt sie der MZ beim Gespräch. Während der Dreharbeiten befindet sich die Insel in der Nebensaison. Dennoch will das Paar jeden Euro mitnehmen.

Die Familie Pfaff hat monatliche Ausgaben von rund 39.000 Euro. / Kabel Eins
Comeback trotz Fäden: Krümel steht wieder auf der Bühne
Trotz kürzlich erfolgter Operationen will Krümel beim Pre-Opening ihres Stadls wieder auftreten. „Da sind ja noch die Fäden drin“, sagt sie. Die Wirtin ließ ein Deep-Facelift, ein Deep-Necklift, einen Schläfenlift und eine Augenlidstraffung machen. Dadurch ist ihr Respekt vor dem ersten Auftritt danach groß. Unterstützung erhält sie wie immer von Ehemann Dani, der aufgrund akuten Personalmangels kurzerhand selbst hinter der Bar aushilft.

Die Wirtin auf der Bühne. / Kabel Eins
Sohn Max soll mit anpacken – will aber lieber Zeit mit einem Freund verbringen
Sohn Max steht derweil zwischen Schule und Familienbetrieb. Während Dani ihn zum Renovieren einspannt, will Max lieber Freunde treffen. Marion Pfaff will nicht akzeptieren, dass Dani später zum Pre-Opening kommt. Krümel plaudert aus, dass er irgendwann den Stadl übernehmen soll – er selbst zeigt von klein auf Interesse daran. „Schon als kleines Kind stand er auf einer Colakiste und hat Bier gezapft“, erzählt die Kultwirtin der MZ. Wenn es nach ihm ginge, würde er „direkt einsteigen“. Doch aktuell steht noch die Schule an, er ist in der 10. Klasse. Krümel ist auch der Meinung, man könne Max nicht früh genug zeigen, dass man malochen muss, wenn man auf dieser schönen Insel leben will. In den Sommerferien soll er dieses Jahr für ein paar Stunden im Familienlokal arbeiten, so die Mutter eines Kindes zur MZ.
Auch auf der Baustelle der Personalwohnung gibt es Reibungen. Dani und ein Freund des Paares, Joe, bekommen sich in die Haare. Es gibt Kommunikationsprobleme und in fünfeinhalb Wochen muss alles fertig sein.
Personalnot auf Mallorca: Nur 2 von 32 hielten durch
Krümel schlägt Alarm: „Der Personalmangel auf Mallorca ist richtig heftig. Wir haben letztes Jahr 32 Leute eingestellt, davon sind zwei übrig geblieben“, so Krümel, die noch drei Leute sucht. Bewerberin Nadine (mit roten, langen Fingernägeln) stellt sich vor. Sie hatte ein Nagelstudio, wollte nun aber etwas anderes ausprobieren. Krümel will ihr ein Dirndl andrehen. Sie erhofft sich so, den hinteren Bereich der Bar voll zu bekommen. Nadines Probeschicht findet im Hauptstadl statt. „Als ich die Fingernägel gesehen habe, habe ich mir gedacht: Meine Güte, ob die überhaupt ein Glas halten kann“, sagt Dani. Er ist sich unsicher: Wird sie durchhalten? Nadine hat vor, ihre Nägel zu kürzen. Zudem muss sie lauter sprechen, sagt Krümel. Sie und Nadine ziehen Bilanz nach dem Probearbeiten. Die Sängerin bietet ihr den Job an. „Ich glaube, die wird Männer anziehen“, ist sich Krümel sicher.
Lage im Stadl: Von Katastrophe zu Hoffnung
„Bis vor ein paar Tagen war die Lage total katastrophal“, beschreibt die Wirtin die Situation. Im Gespräch mit der MZ erzählt sie von Pleiten bei der Personalsuche. Nach vielen Enttäuschungen scheint die neue 18-jährige Mitarbeiterin Joanne aus Deutschland ein Glücksgriff zu sein. „Die ist echt pfiffig.“
Krümel erklärt: Es sei schwer, Leute zu finden, die die gesamte Saison durchhalten. Wer es eineinhalb Monate schafft, bleibe oft auch länger. Ihre Mitarbeiter erhalten zudem ein besonderes Angebot: Im Winter könnten sie im Après-Ski in Österreich arbeiten – dort ist Krümel bestens vernetzt. Wer sich im Stadl bewährt, hat Chancen auf einen Winterjob.

Mann Daniel bereitet das Opening vor. / Kabel Eins
Auch umgekehrt helfen ihr die Kontakte: Sie fragt regelmäßig bei Kollegen in Österreich nach, welche Erfahrungen sie mit den Bewerbern gemacht haben. „Gastronomie ist ein fordernder Job“, sagt sie. Und jemand, der an einem Abend nur fünf Bier zapft, sei bei ihr fehl am Platz – „es müssen schnell und möglichst richtig viele Getränke über die Theke gehen.“
Das ist die Geschichte von Marion Pfaff
Marion Pfaff alias Krümel betreibt ihren Stadl in Peguera seit über 14 Jahren. Sicherlich hilfreich für den Erfolg der Kneipe war, dass die Vox-Auswanderer-Sendung „Goodbye Deutschland“ die Sängerin und ihren aus Stuttgart stammenden Mann, den sie 2009 kennenlernte und der eine Booking-Agentur für Künstler betreibt, begleitete. Das Paar hat einen Sohn.
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