So wurden die "Goodbye Deutschland"-Auswanderer Caro und Andreas Robens am Anfang auf Mallorca ausgenutzt
Es sind Probleme, die wohl viele Auswanderer in ihrem ersten Insel-Jahr hatten

Caro und Andreas Robens mit Caros Eltern auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2019. / Privat
Es ist ein typisches Auswanderer-Problem, das wohl jeder Mallorca-Auswanderer noch aus der Anfangszeit kennt: Im ersten Jahr auf der Insel kündigt sich jede Menge Besuch an. Darunter auch eher ungebetene Gäste. Auch die "Goodbye Deutschland"-Auswanderer Caro und Andreas Robens hatten in ihren ersten Jahren viele Bekannte und Freunde, die sich selbst eingeladen haben.

Redaktion MZ
Theoretisch viel Platz für Gäste
Obwohl das Bodybuilder-Paar in jedem seiner Wohnungen oder Häuser mindestens ein Gästezimmer hatte, empfangen sie mittlerweile nicht mehr jeden. In ihrem neuen Eigenheim in der Gemeinde Llucmajor gibt es neben einem eigenen Gäste-Appartment sogar drei weitere Gästezimmer. Der Platz wäre also da.

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In den ersten Jahren auf der Insel, gibt die gelernte Erzieherin zu, hätten die beiden "gefühlt fast durchgehende Besuch gehabt". "Ich denke, das geht jedem so", weiß Caro Robens. "Das erste Jahr ist wirklich ein Lehrjahr, in dem jeder verzweifelt ist, weil jeder einen besuchen kommt, weil jeder einen ja soooo gerne hat und man nur noch gestresst ist, aber man lernt dadurch, wir zumindest."
"Leute, die man teilweise nur flüchtig kannte, haben sich selbst eingeladen", bestätigt auch Andreas Robens. "Oder sie wollen bespaßt werden. Sie vergessen, dass wir unser ganz normales Leben haben, jeden Tag arbeiten und dass wir keine Lust und keine Zeit haben, für den Besuch den Ferien-Guide zu spielen. Manche haben es wirklich einfach ausgenutzt", fügt seine Frau Caro hinzu.
Nur noch Familienmitglieder und ausgewählte Freunde
Mittlerweile hätten die Bodybuilder den Besuch sehr eingeschränkt und empfangen nur noch ihre Familie und ein paar ausgewählte Freunde, die jederzeit herzlich willkommen sind. "Regelmäßig kommen eigentlich nur meine Eltern, dreimal pro Jahr, im Mai/Juni für drei Wochen, im September/Oktober für drei Wochen und über Weihnachten für zehn Tage. Ansonsten kommt circa alle zwei Jahre Andreas Schwester mit ihrem Mann. Mittlerweile sind wir mit Besuch sehr vorsichtig", so Caro Robens.

Sind die treusten Gäste der Robens auf Mallorca: die Eltern von Caro Robens, für die das gemeinsame Mittagessen mit ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn das Highlight ist. / Privat
Mit ihren Eltern unternehmen die Robens nicht viel. "Die sind 85 und 86 Jahre alt. Wir gehen mittags mit ihnen zusammen essen. Das ist ihr Highlight, jeden Tag essen zu gehen. Mit meiner Mutter werden wir mal auf den neuen österreichischen Weihnachtsmarkt in Palma gehen. Ansonsten machen wir es uns gemütlich. Wir sehen uns ja nicht allzu oft", so die Auswanderin.

Freut sich schon auf den neuen Weihnachtsmarkt in Palma: die Mutter von Caro Robens zusammen mit der TV-Auswanderin auf dem Borne in Palma. / Privat
Die Robens und ihre Mallorca-Projekte
Caro Robens ist seit März 2003 auf der Insel, ihr Mann Andreas Robens seit März 2010. Kennengelernt hatten sich die beiden 2010. Das Kamerateam von Vox begleitet die beiden seit 2015. In Arenal eröffneten sie 2011 mit dem „Iron Gym" ihr erstes eigenes Fitnessstudio, das auch nach wie vor geöffnet ist. 2018 stiegen sie mit dem Iron Diner zudem ins Gastro-Geschäft ein. Mittlerweile betreiben sie nur noch das Iron Gym. Die Robens waren zuletzt im Oktober in einer RTL+-Exklusiv-Mallorca-Folgen von "Goodbye Deutschland" zu sehen.
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