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Auswandern nach Mallorca: Welche Schule auf der Insel passt zu meinem Kind?

Das spanische Schulsystem unterscheidet sich in einigen Punkten vom Deutschen. Was anders ist und was Eltern beachten sollten

Im Mai starten an den meisten Schulen auf Mallorca die Anmeldungen fürs neue Schuljahr.

Im Mai starten an den meisten Schulen auf Mallorca die Anmeldungen fürs neue Schuljahr. / L. TEJIDO

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Die Schulanmeldungen für das kommende Schuljahr 2026/2027 stehen an. Doch welche Einrichtungen auf Mallorca gibt es? Und was passt zu meinem Kind? Ein Überblick.

Die Träger

Die meisten Schulen auf der Insel sind öffentlich. Ihr Besuch ist kostenlos. Daneben gibt es halbstaatliche Schulen (colegios concertados), mit teils kirchlichen, teils weltlichen Trägern, die zwar vom Bildungsministerium finanziert werden, aber oft zusätzliche Beiträge von den Eltern erbitten. Zudem sind auf Mallorca einige Privatschulen angesiedelt, die teils hohe Gebühren verlangen (Einschreibegebühren für neue Schüler von mehreren Hundert bis über 1.500 Euro; monatliche Gebühren rund 400 Euro bis knapp 2.000 Euro).

Die Schulformen

Viele Spanier bringen ihre Kinder schon mit wenigen Monaten in die Krippe. Unterschieden wird zwischen (halb-)staatlichen escoletas mit gewissen Bildungsleitfäden und guarderías, die eher Aufbewahrungsorte für Kleinkinder sind.

Ab drei Jahren beginnt die Vorschule, meist in Bildungszentren, die an die Grundschulen gekoppelt sind. In der Educación Infantil arbeiten (anders als in den Krippen) studierte Lehrkräfte. Die Kinder beginnen langsam, lesen und schreiben zu lernen. Auch Englisch gehört zum Stundenplan eines Vorschulkindes. Frontalunterricht gibt es kaum, alles ist spielerisch und erlebnisorientiert. Der Besuch der Vorschule ist nicht verpflichtend, dennoch ist die überwiegende Mehrheit der Kinder in diesem Alter in der Educación Infantil eingeschult.

Die Einstufung in die Klassen richtet sich streng nach dem Geburtsjahr. In diesem Jahr kommen alle Kinder, die 2023 geboren wurden, in die Vorschule. In dem Jahr, in dem die Kinder ihren sechsten Geburtstag feiern (aktuell Jahrgang 2020), geht es dann in die Grundschule (Primaria). Hier beginnt auch die Schulpflicht. In Spanien gibt es sechs Grundschulklassen.

Daran schließen sich vier Mittelstufenklassen an, die ESO (Educación Secundaria Obligatoria). Diese findet in der Regel an weiterführenden Schulen statt, den Institutos de Educación Secundaria (IES): Gesamtschulen, auf die alle Jugendlichen gehen. Ein dreigliedriges Schulsystem wie in Deutschland existiert in Spanien nicht.

Nach diesen vier Jahren gibt es die Möglichkeit, am selben Instituto das zweijährige Bachillerato zu machen, das spanische Pendant zum Abitur. Alternativ sind schulische Berufsausbildungen (Formación Profesional, FP) möglich.

Die Unterrichtszeiten

Unterrichtszeit in öffentlichen Vor- und Grundschulen ist meist von 9 bis 14 Uhr. Zusätzlich können Eltern kostenpflichtig frühmorgendliche- und Nachmittagsbetreuung hinzubuchen, die losgelöst von Unterricht und Lehrpersonal stattfindet. Am Instituto geht der Unterricht häufig schon um 8 Uhr los. Oberstufenschüler bleiben oft länger. An halbstaatlichen und Privatschulen ist der Nachmittagsunterricht meist obligatorisch. Auch hier gibt es Mittagessen und dann oft Unterricht bis zum späten Nachmittag.

Die Unterrichtssprachen

Die öffentlichen und halbstaatlichen Schulen unterrichten zum Großteil auf Katalanisch. In Privatschulen und internationalen Schulen findet ein Großteil des Unterrichts auf castellano – also Spanisch –, Englisch oder (im Fall der deutschen Schule Eurocampus) auf Deutsch statt.

Internationale Schulen

Privatschulen haben ihren Preis: An der von der deutschen Kultusministerkonferenz anerkannten Schule Eurocampus liegen die monatlichen Schulgebühren aktuell je nach Klassenstufe bei 672 bis 941 Euro.

Weitere internationale Privatschulen sind etwa Agora Portals International School, das Queen’s College, The Academy International School, das King Richard III College, das Baleares International College oder auch das französischsprachige Lycée Français. Hinzu kommen alternative spanische Einrichtungen wie eine Waldorfschule oder die Schulen Sa Llavor und Nau Escola.Vorsicht: Nicht alle sind vom spanischen Bildungsministerium anerkannt.

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