Großteil der Belegschaft ausgetauscht und neuer Name für das "Schatzi" von Krümel: So soll das Chalet X "das beste Clubrestaurant im Südwesten Mallorcas" werden
Am 7. Juni war das Gastronomen-Paar Marion und Dani Pfaff zum vorerst letzten Mal bei "Zwischen Meer & Maloche: Arbeiten, wo andere Urlaub machen" zu sehen

Ist Party-Sängerin und Gastronomin: Marion Pfaff. / RTL+
Ende der vierten Staffel von “Zwischen Meer & Maloche: Arbeiten, wo andere Urlaub machen”: Am 7. Juni lief mit Folge 8 die letzte Episode der aktuellen Staffel des KabelEins-Formats, an der auch mehrere Mallorca-Auswanderer teilgenommen haben. Zu sehen sind darin von den Insel-Auswanderern allerdings nur noch Dani und Marion Pfaff.
Aus der geplanten Eröffnung des Schatzi in Peguera wird eine Baustellen-Party, kündigt die Off-Stimme an. “Wie geil ist das denn?”, freut sich Krümel, als sie die im und vor dem Lokal aufgebauten Tische und Stühle das erste Mal sieht. Am Vortag sah es in dem Lokal noch ganz anders aus. Doch ihr Mann Dani und dessen Kumpel Joe Verbeek haben die Nacht durchgearbeitet, am Morgen des Drehtags kam dann die Bestuhlung. “Ich bin heute noch sprachlos. Es war auf einmal ein Lokal so, wie ich es mir vorgestellt habe", so die Gastronomin.
Qualität stehe für sie ganz oben. “Ich möchte mich abheben”, stellt sie klar. Für Betriebsleiterin Vera Wolfram wird die Party zur Herausforderung. 150 Gäste ordern Speisen und Getränke, doch das Personal kann die Kasse nicht bedienen. Dani Pfaff ist alles andere als begeistert. Auch in der Küche gibt es Probleme. Die Kommunikation mit dem Service-Personal ist chaotisch. “Es war ein Stress in der Küche. Ich kann das alles gar nicht beschreiben. Die Küche hat so geschimpft über den Service. Wenn du da keine Routine und Harmonie reinkriegst, wird das ein riesiges Problem", weiß Marion Pfaff.

Sind nicht immer einer Meinung darüber, wo die Prioritäten bei der Fertigstellung des Lokals liegen sollten. / RTL+
Mitarbeiterin kündigt
Mit im Personal-Getümmel ist auch Janina, die eigentlich in Krümels Stadl arbeitet und das schon seit Jahren. So ein Durcheinander habe sie noch nie erlebt. Ihr reicht’s. “Ich hau' ab”, kündigt sie an. Die Pfaffs bitten sie um ein Gespräch vor dem Lokal. Die Diskussion mit Dani schaukelt sich hoch. “Dann laber doch nicht rum, geh rein und bestell das Essen und fertig”, sagt er in einem Moment wütend. Janina wird es zu viel. Sie kündigt.
Krümel findet, ihr Mann Dani hat sich im Ton vergriffen. Die Mitarbeiter sind überlastet. “Heute haben alle Gäste dafür Verständnis, aber in zwei Wochen…”. Dann steht das große Opening an. “Wenn Janina jetzt wirklich kündigen würde, haben wir ein Problem”, sagt Krümel. Auch den Gästen fällt auf, dass das Küchen- und Service-Personal überlastet sind. “Die Baustellenparty droht im Fiasko zu enden”, kündigt die Off-Stimme an.
Wenig später bereiten die Pfaffs nach der Baustellenparty die große Eröffnung am 17. April vor. Krümel will, dass bis dahin ein zweites Geländer an der Treppe, die ins Untergeschoss führt, angebracht wird. Ein Gast hat sich vermutlich kürzlich verletzt. “Letztes Mal war da Blut an der Wand. Da hat sich jemand verletzt”, sagt sie. “Vielleicht hat er in der Nase gebohrt und hatte Nasenbluten”, sagt Dani Pfaff nur.

Mitarbeiterin Janina hat die Schnauze voll. / RTL+
Geländer soll Priorität haben
Er will erst eine andere Arbeit zu Ende machen. Die beiden streiten. “Geländer ist zwar wichtig, aber hat bei mir erst einmal die letzte Priorität. Es bedarf etwas mehr Zeitaufwand und ich weiß nicht, ob wir das zeitlich heute noch schaffen”, rechtfertigt sich Pfaff. Krümel insistiert. Das Geländer sei wichtiger. “Das, was länger dauert und wichtig ist, muss nach vorne gesetzt werden”, findet sie.
Joe Verbeek und Dani Pfaff haben keine Wahl. Die Frage ist nun nur noch, wie das Geländer befestigt werden soll. “Wie willst du das Holz in der Wand festmachen?”, fragt Dani Pfaff seinen Kumpel. “Mit einem langen Dübel. Wir haben das bisher immer so gemacht”, entgegnet Joe Verbeek ihm. Die beiden Männer geraten, mal wieder, aneinander. “Mach das alleine”, sagt Verbeek sauer und geht weg.

Das Geländer ist nun an beiden Seiten angebracht. / RTL+
“Joe ist jetzt eingeschnappt wie ein Mädchen. Ich glaub', der hat Ärger zu Hause, den lässt er jetzt an uns raus”, sagt Dani Pfaff daraufhin. In nur drei Stunden stehen die Gäste auf der Matte. “Heute geht’s wirklich ums Eingemachte. Ich hab' ein bisschen Bauchweh, weil es ein komplett neues Team ist”, sagt seine Frau. “Heute muss mit neuen Leuten alles besser werden”, kommentiert die Off-Stimme.
Auch das Geländer ist dann angebracht. Elf Wochen hat der Umbau des ehemaligen Tapas-Restaurants "La Tasca" gedauert. In ihr Club-Restaurant haben die Pfaffs eine sechsstellige Summe investiert. “Der Laden ist komplett anders. Du findest einen Laden wie das Schatzi nirgendwo in Peguera, alleine das Licht, die Beleuchtung, die Bestuhlung, das Ambiente… Ich bin richtig stolz, was wir aus diesem Laden gemacht haben. Es ist tatsächlich noch schöner geworden, als ich mir das jemals hätte vorstellen können”, sagt die Partysängerin.
Personal ausgetauscht
Wenig später präsentieren die beiden Männer Krümel das neue Geländer. “Mega”, kommentiert die Gastronomin. Auch in der Küche ist es ruhiger und sauberer geworden. Marion ist jetzt die Chefin. Vorher sei er Ort ein Schlachtfeld gewesen. Es wurde nur herumgeschrien. Das Küchenpersonal habe nicht mit dem Servicepersonal harmoniert und umgekehrt. Dass sich alle angebrüllt haben, habe man bis auf die Straße gehört. “Es war ein totaler Flop”, sagt Krümel, die daraufhin nicht nur dem Koch (Jürgen) gekündigt hat. “Es ging beruflich in keinster Art und Weise in die richtige Richtung”, so ihre Worte in der Folge. Zur MZ sagte sie: "Wir haben fast die komplette Crew ausgetauscht. In der Küche ist Marion geblieben, wir haben jetzt Carsten als Koch. Das matcht super. Janina ist nicht mehr im Schatzi, arbeitet aber in Krümels Stadl. Die Servicekräfte sind bis auf Vera und Selina komplett ausgetauscht. Jetzt haben wir ein super Team auf die Beine gestellt." Wie es aktuell läuft, gebe ihr ein gutes Gefühl. "Es ist für mich die Bestätigung, dass es genau die richtige Lösung gewesen ist, sich von einigen Mitarbeitern zu trennen", so die Gastronomin.
Auch die Kasse konnten einige Mitarbeiter damals noch nicht bedienen und daher nicht entsprechend abrechnen. “Eigentlich, kannst du sagen, haben wir draufgezahlt. Viele Gäste sind abgehauen, ohne zu bezahlen. Der Tag hat uns finanziell nichts gebracht, gar nichts”, sagt Krümel.
Club derzeit geschlossen
"Geht auch das Konzept des Clubs auf?", fragt die Off-Stimme. Entdeckt hätten die Pfaffs die Idee auf einer Reise in Südfrankreich. “Ich bin total happy. Jetzt kann die Saison beginnen”, so die Gastronomin zum Abschluss. Sie ist sich sicher: “Wer gut investiert, kriegt hinterher die Lorbeeren ausgezahlt. Ich bin mir total sicher, dass mit viel Geduld und viel Liebe wir das beste Clubrestaurant im Südwesten auf Mallorca kriegen.”
Derzeit sei der Club geschlossen. "Da fehlt uns noch Personal für, für die Nachtschicht – zumindest eine Person", so Krümel. Am 26. Juni stehe ab 18 Uhr eine große Summer-Vibes-Party mit DJ an. Am 17. April wurde der Club eröffnet. "Dadurch, dass viele gehen mussten, sind wir total unterbesetzt. Hinzu kommt, dass wir momentan gar nicht die Zeit haben, um uns Gedanken zu Konzepten zu machen. Nach der Party wollen wir ihn wiedereröffnen. Mal sehen, was uns da einfällt, dass wir ihn in Schwung bekommen", so die Sängerin, die in den vergangenen Wochen auch gemerkt habe, dass der Name "Schatzi" nicht zum Lokal passt.

Aus dem Schatzi wird das Chalet X. / Pfaff
Vom "Schatzi" zum "Chalet X"
"Wir haben so viel internationales Publikum, viele Engländer, viele Amerikaner. Die können das Wort Schatzi beziehungsweise das S-C-H nicht aussprechen. Sie fragen immer 'What is the meaning of this?'. Dann versuchen sie es nachzusprechen. Wenn sie es Freunden weiterempfehlen wollen, können sie sich den Namen nicht merken", so Krümel, die daraufhin nach einem anderen Namen gesucht habe. Hinzu sei gekommen, dass die pinke Leuchtreklame für das Schatzi optisch nicht zum Lokal passe. "Das hatten wir im Januar bestellt. Da wussten wir noch gar nicht, wie der Laden aussehen wird", so die Mutter eines Sohnes. Unter anderem der graue Boden und die anthrazitfarbene Bestuhlung passe nicht zu dem alten Namen. Jeden Tag, wenn sie zu dem Lokal fahre, ärgere sie sich über den "kitschigen" Namen. Noch bevor die Saison vorbei ist, soll das Lokal offiziell "Chalet X" heißen. Mit dem Namen könne man gut spielen, den Club etwa "X-Club" nennen.
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