"Ich wollte nie vor die Kamera": "Goodbye Deutschland"-Auswanderin Caro Robens über ihren ersten Drehtag und die emotionalsten Momente
Die Sendung feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum. Schon seit 2015 sind die Bodybuilder mit dabei. Geplant war das nicht

Eine Aufnahme der Robens vom 15. August 2015 mit den Besitzern eines Fitnesstudios in Cala Ratjada, in dem gedreht wurde. / Privat
Zu den Mallorca-Auswanderern, die schon sehr lange bei "Goodbye Deutschland" dabei sind, gehören neben den Mermi-Schmelz, Jenny "Delüx", Tamara und Marco Gülpen, Steff Jerkel und Peggy Jerofke auch die Robens. In diesem Jahr feiert das Format, das 2006 an den Start gegangen ist, sein 20-jähriges Jubiläum und zeigt anlässlich dessen ab dem 20. Juli immer montags ab 20.15 Uhr vier Jubiläumsausgaben.
Eine gute Gelegenheit, um bei den Robens nachzufragen, wie sie 2015 bei dem Format gelandet sind. Spoiler: Caro Robens zumindest war anfangs gar nicht davon begeistert.
Welche Erinnerungen haben Sie an Ihren ersten Drehtag?
Caro Robens: Andreas hatte einen Drehtag vor mir, weil er das gerne machen wollte und angerufen wurde, ob das Team im Iron Gym drehen darf. Damals haben sie Nina Weiß, eine andere Protagonistin von "Goodbye Deutschland", begleitet. Sie ist Fitnesstrainerin und sollte sich in einem Fitnessstudio vorstellen. Daraufhin haben sie eines gesucht, was deutschsprachig ist. Andreas hat sich dazu breitschlagen lassen, ich habe mich geweigert, mitzugehen, da ich nie vor die Kamera wollte. Also war Andreas' Drehtag einen Tag vorher. An seinem zweiten Drehtag, meinem ersten, wusste ich nicht, dass gedreht wurde, da Andreas es mir nicht verraten und mich vollkommen überrumpelt hat. Es war auch nicht so, dass ich das unbedingt wollte. Aber ich habe es dann für Andreas gemacht. So sind wir da reingerutscht. Es sollte eine einmalige Sache sein, aber irgendwie hat's den Zuschauern wohl gefallen. Bei dem ersten Dreh, in dem es nur um uns ging, ging es darum, wie wir Freunde in einem Fitnessstudio in Cala Ratjada besuchen und dort trainieren.
An welche lustige Situation können Sie sich noch erinnern, die die Zuschauer nicht zu sehen bekommen haben?
Caro Robens: Wir waren auf Teneriffa, haben dort mitten auf dem Vulkan gedreht. Unsere Redakteurin lief in einem Moment rückwärts. Wie in Zeitlupe sahen wir, wie sie über einen Stein fiel, hinfiel und die Beine schlugen so in die Luft.
Andreas Robens: Sie hat die Kamera auf jeden Fall nicht losgelassen und gerettet.
Caro Robens: Sie hat sich nichts getan. Es war aber ein Bild für die Götter. Davon sprechen wir heute noch.

Caro und Andreas Robens mit Redakteurin Steffi auf dem Weg nach Teneriffa. / Privat
Was haben Sie denn auf Teneriffa gemacht?
Caro Robens: Das war 2020. Andreas war schon immer begeistert von Teneriffa, weil das Wetter dort so schön ist. Ich habe immer gesagt: Nee, die Kanaren sind Alt-Leute-Insel. Dann wollte er mich davon überzeugen, dass es dort wunderschön ist, nicht nur für alte Leute. Also sind wir dort hingeflogen. Wir hatten uns auch schon ein Haus zur Miete gesucht und wollten von Mallorca aus ab und an dorthin pendeln, aber dann kam Corona. Damit hatte sich das erledigt und wir konnten uns kein Zweithaus mehr leisten. Also war das Thema durch, worüber ich auch gar nicht so traurig war.
Was waren für Sie die emotionalsten Themen oder Momente, in denen Sie vor der Kamera zu sehen waren?
Caro Robens: Das war definitiv, als wir unseren Hund Bulli das erste Mal abgegeben haben, weil er den Zwerg (einen anderen Hund des Paares, Anm. d. Red.) gebissen hatte. Wir haben alle nur geheult, samt Steffi der Redakteurin. Es war einfach ein ganz verheulter Dreh. Bulli hatte so gelitten, als er wegmusste, dass wir ihn am Ende wieder geholt haben. Später musste er endgültig weg, da er unseren Zwerg tot gebissen hatte.
Was hat sich bei den Drehs in all den Jahren geändert?
Caro Robens: Früher war alles spontaner. Die Redakteurin hat auf der Insel gelebt, war damit direkt vor Ort. Man hat angerufen, weil man einen Wasserrohrbruch hatte und sie war in zehn Minuten da. Jetzt geht es mehr um ein Rahmenthema. Früher wurde das Interessante oder Spektakuläre gedreht. Da jetzt dafür immer jemand einfliegen muss, ist es nicht mehr ganz so spontan.
Sind Sie im Nachhinein froh, dass Sie nach wie vor bei "Goodbye Deutschland" dabei sind?
Caro Robens: Ja natürlich. Wenn es uns keinen Spaß machen würden, wären es nicht mittlerweile schon elf Jahre.
Stehen Sie mittlerweile lieber vor der Kamera, Frau Robens?
Caro Robens: Tatsächlich mag ich es bis heute noch nicht so wahnsinnig. Ich habe nie gerne im Mittelpunkt gestanden. Heutzutage stört es mich aber nicht mehr.

Ein aktuelles Foto von Caro und Andreas Robens. / Privat
Die Geschichte der Robens
Caro Robens lebt seit März 2003 auf der Insel, Andreas Robens seit März 2010. Kennengelernt hatten sich die beiden 2010. Die ganze Geschichte können Sie hier nachlesen. Das Kamerateam von Vox begleitet die beiden seit 2015. In Arenal eröffneten sie 2011 mit dem „Iron Gym" ihr erstes eigenes Fitnessstudio, das auch nach wie vor geöffnet ist. 2018 stiegen sie mit dem Iron Diner zudem ins Gastro-Geschäft ein. Mittlerweile betreiben sie nur noch das Iron Gym. Erst kürzlich war Caro Robens bei dem ProSieben-Format "The Hunt" zu sehen.

Betreiben mittlerweile nur noch das Iron Gym in Arenal: Caro und Andreas Robens. / Privat
Inhalt und Ausstrahlungsdatum der Jubiläumsfolgen
- Jubiläumsfolge 1 (20.7.): "In der Folge besucht VOX lang vermisste Auswanderer wieder. Was hat sich bei ihnen getan? Und: Wie blicken sie ihr auf ihre Auswanderung heute zurück? Mit dabei sind: Christian Blankenhorn mit seiner Familie im Regenwald von Brasilien; Auswanderer Thomas Mildenberger, dessen Frau verstarb und der sich jetzt mit einer neuen Familie ein neues Leben aufbauen möchte; Marie und Olaf Heidtke, deren Ehe letztlich an unterschiedlichen Prioritäten in Südafrika zerbrach; Und es geht zu Familie Lehmann nach Nordamerika. Hier steht ein Generationenwechsel an", liest man in der Ankündigung.
- Jubiläumsfolge 2 (27.7.): "Nach fast 30 Jahren wilder Ehe, Auswanderung, einem Kind und zwischenzeitlicher Trennung kommt es zur großen Traumhochzeit auf Mallorca. Peggy und Steff geben sich das Ja-Wort auf der Lieblingsinsel der Deutschen", steht in der Ankündigung. Auch Ute und Kwesi sind ein lang bekanntes Paar aus der Sendung. "Die Beziehung zwischen der Auswanderin und dem deutlich jüngeren Gambier sorgte bei den Zuschauer:innen für viel Diskussion. Und doch hält die Liebe zwischen den zwei Welten."
- 3. Jubiläumsfolge (3.8.): "Sansibar hat sich zu einem beliebten Auswandererziel entwickelt. Das Liebes-Auf und -ab der Auswander:innen am Indischen Ozean sorgt regelmäßig für Diskussionen bei den Zuschauer:innen. VOX schaut auf die Insel – denn es gibt Neues bei Levke Kersting, Angi Wolf und Melanie Sitter. In der neuen Folge lernen die Zuschauer:innen auch Luisa Dopmeyer kennen", so weit die Ankündigung.
- 4 Jubiläumsfolge (10.8.): In der Sendung schaue der Sender "zurück auf die außergewöhnlichsten Geschichten, die sich zu großer Prominenz entwickelt haben - wie u.a. Familie Reimann, Familie Mermi-Schmelz in Brasilien, Marco und Tamara Gülpen auf Mallorca und Daniela Katzenberger. Kommentiert werden die Stränge von vielen 'Goodbye Deutschland'-Auswanderern, Daniela Katzenberger führt durch die Sendung."

Werden auch schon lange begleitet: Tamara und Marco Gülpen. / Privat
- Zeugenaufruf: Samstagnacht an der Playa de Palma einfach umgetreten - wer hat den Vorfall beobachtet?
- Uns bleibt nichts anderes übrig': Wohnungsnot lässt neuen Wohnmobil-Hotspot entstehen - direkt vor dem Königspalast
- Sein Kopf und seine Schultern ragten aus dem zerbrochenen Fenster heraus': Chaosflug bei Ryanair
- Meer wie eine Badewanne: Überdurchschnittlich hohe Wassertemperaturen sorgen für Tropennächte auf Mallorca
- Vox zeigt Geschichte der 'Goodbye Deutschland'-Mallorca-Auswanderer vom Schnitzelpalast in Peguera
- Boot in Cala Santanyí angekommen: 148 Migranten erreichen die Küsten der Balearen
- Wohnzimmer in Schlafzimmer verwandelt und vermietet: 45.000 Euro Strafe für Wohnungseigentümer in Palma
- Tropische Nächte auf Mallorca: 'Schlecht zu schlafen ist schlimmer, als die ganze Nacht die Klimaanlage laufen zu lassen
