Feuer frei für die große Sause: Vier Highlights beim Stadtfest Sant Sebastià in Palma
Tanzen, grillen, strampeln, funken sprühen: So feiert die Stadt im Januar ihren Schutzpatron

Funkensprühender Startschuss: Der Stadtdrache „Drac de na Coca“ entzündet das Feuer auf der Plaça Major. / B.RAMON
Der Auftakt des Festes
Im Grunde ist das Sant-Sebastià-Programm schon in den vergangenen Tagen mit mehreren Events eingeläutet worden. Hinzu kommen an diesem Freitag (17.1.) die von dem Heiligen-Kollegen Sant Antoni veranlassten Tiersegnungen vor der nach ihm benannten Kirche im Carrer Sant Miquel. Die Haus- und Nutztiere sind dafür von 10 bis 12 Uhr zwischen dem Königspalast und der Plaça Porta Pintada unterwegs.
Möchte man sich auf einen offiziellen Startschuss einigen, so wäre dies der Auftritt des Stadtdrachen am 19. Januar, der sich zwischen 18.30 Uhr und 22.45 Uhr abspielt: Der Drac de na Coca wird sich, in Begleitung von tanzenden Riesenfiguren und Musikern, vom Rathaus zur Plaça Major begeben und dort ein großes Feuer entzünden.
Die Konzerte in Palma
Die schlechte Nachricht zuerst: Anders als in den vergangenen Jahren gibt es diesmal keinen Hauptact, der in Son Fusteret auftritt – im Gespräch waren dafür die Künstler M-Clan und Nacha Pop gewesen. Das Rathaus hat das Konzert, noch ohne festes Datum und Line-up, auf den Sommer verlegt. Dafür steigt als Neuheit bereits am 17. Januar ein erster Konzertabend von 20 bis 1 Uhr auf der Plaça d’Espanya. Auf der Bühne stehen Midnight Walkers, Lyra’s Hëll, Mut und La Casa Azul. Zudem gibt es am 18. Januar von 18 bis 23 Uhr auf der Plaça Major Auftritte von Grup Eva, La Mujer De Verde und Val9.

Zur „Revetlla“ von Sant Sebastià beschallen kostenlose Konzerte die Plätze der Innenstadt. / Rathaus Palma
Am 19. Januar finden dann, wie gehabt, über die Innenstadt verteilte, kostenlose Open-Air-Konzerte statt. Das offizielle Musikprogramm beginnt um 20.30 Uhr, dauert bis 2.35 Uhr an und erstreckt sich über vier Plätze. Auf der Plaça d’Espanya treten Victoria Lerma, Suasi, Joan Dausà und L.A. auf. Die Bühne der Plaça Joan Carles I wird von Marc Seguí, Marlon und Ana Guerra bespielt. Jaime Anglada, Carolina Cerezuela, Maria Hein und Xanguito sorgen auf der Plaça de Cort für Stimmung. Auf der Plaça Major indes sind der Inselbarde Tomeu Penya und die Band Negre zu hören.
Dazu gibt es im Rahmen des Alternativprogramms noch Musik auf zwei weiteren Plätzen: Papa Topo sowie die DJs Fabian Roelandt und Coneja Mansa bringen uns auf der Plaça Santa Eulàlia zum Tanzen. Und auf der Plaça Raimundo Clar tönt es bei Auftritten der Bands Back Yaad, Calee feat Roots Frequency und der Headliner La Barraca nach Ska und Reggae.
Das große Grillen
Am Vorabend von Sant Sebastià, also dem 19.1. wird traditionell gemeinschaftlich gegrillt. Dazu stellt die Stadt in der Innenstadt öffentliche torradores auf. In diesem Jahr hält das Rathaus 130 zusätzliche Grillstellen bereit, damit niemand hungrig bleiben muss, und hat die Feier bis 2 Uhr morgens genehmigt. Weitere torradores stellen die Nachbarschaftsverbände auf, auch schon vor und nach dem 19. Das Grillgut bringt man selbst mit – beliebt sind die llonganissa (eine lange, dünne Sobrassada), die Blutwurst botifarró sowie die xulla (Bauchspeck). Kurzentschlossene versorgen sich in Bars mit vorbereiteten Fleischpaketen.

Mit 130 zusätzlichen „torradores“ soll das gemeinsame Grillen größer denn je werden. / B.RAMON
Die Radausfahrt am Feiertag
Wer sich in der Nacht vor dem Feiertag nicht zu sehr verausgabt hat, tritt am 20. Januar in die Pedalen: Die familienfreundliche Fahrradtour Diada Ciclista zu Ehren des Heiligen beginnt um 12 Uhr auf der Plaça de Cort. Über sechs Kilometer wird dann bis zum Sportkomplex Son Moix gestrampelt. Anmeldung unter: elitechip.net.

Auf zur "Diada Ciclista" am 20. Januar. / Enrique Calvo
Der Feuerlauf
Zur revetlla wird in Sachen Feuer längst nicht das ganze Pulver verschossen. Der abschließende Feuerlauf correfoc, bei dem Funken sprühende Bestien, Teufel und der Drac de na Coca durch die Stadt ziehen, findet am 26. Januar um 19 Uhr zwischen den buchstäblichen Hotspots Plaça de la Reina und Pont de la Riera/Jaume III statt.
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