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Wirtschaftsforum Neu Denken: Boris Becker gibt sich auf Mallorca volksnah und schwärmt von Nelson Mandela

Die achte Ausgabe des jährlichen Events begann am Donnerstagabend (12.6.) mit einem Empfang

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Ralf Petzold

Ralf Petzold

Mit zwei Stargästen aus der Tenniswelt und vielen deutschen Spitzenunternehmern hat am Donnerstagabend (12.6.) die achte Ausgabe des Wirtschaftsforums Neu Denken der Plattes Group begonnen. Die Eröffnung auf der Terrasse des Hotels Castillo Son Vida stand ganz im Zeichen der gemeinnützigen "Laureus Sport for Good"-Stiftung.

Organisierte Kriminalität sei bei dieser Ausgabe eines der großen Themen, kündigte Sabine Christiansen in ihrer Eröffnungsrede an. "Wir simulieren auch eine Attacke auf Ihr Unternehmen. Können Sie sich retten?" Danach übergab sie das Wort an Paul Schif, den Leiter der Laureus-Stiftung.

Er stellte eine neue Kooperation mit Generali Versicherungen und die Zusammenarbeit mit Mercedes Benz vor und bat die Firmenbosse Stefan Lehmann und Jörg Heinemann auf die Bühne. "Der Sport vermittelt die Botschaft, dass man über Leistung weiterkommen kann", sagte Mercedes-Vertriebschef Heinemann.

Boris Becker war bei der Gründung dabei

Um weitere Einnahmen für die Stiftung zu generieren, startete eine stille Auktion eines Rennrads, das vom Boris Becker-Sohn Noah designt wurde. Der Künstler klatschte für sich selbst und seinen Vater, als sie die Bühne betraten. Boris Becker ist Gründungsmitglied der Laureus-Stiftung. Er erinnerte sich in seiner Rede an die Anfänge: "Das war im April 1999 in Monte Carlo. 42 Sportgrößen kamen zusammen. Darunter Michael Jordan oder Katie Witt. Von vielen war ich ein großer Fan", sagte Becker. Drei Tage lang hätten sich die Spitzensportler unterhalten. "Jeder quatscht gerne und viel."

Bis dann plötzlich Nelson Mandela den Raum betrat. "Es wurde mucksmäuschenstill. Man erstarrt vor Leuten mit Persönlichkeit und Aura. Bei ihm war das Gefühl zehnmal so stark", so Becker. Der Ex-Präsident Südafrikas habe eine Rede gehalten, in der es um die Kraft des Sports ging, die die Welt verändern kann.

"Sport und Religion sind die größten Kommunikationswege. Sie kennen keine Religion, Hautfarbe oder Größe und sind grenzenlos", sagte Boris Becker, der auch noch für den frisch gekürten French Open-Sieger Carlos Alcaraz lobende Worte fand. "Selten habe ich auf ein Tennisspiel so lange so viele tolle Reaktionen gesehen. Noch heute reden die Leute darüber."

Boris Becker mischt sich unter die Leute

Auch der österreichische Ex-Tennisprofi Dominic Thiem sagte danach noch ein paar Worte. Nach seinem Karriereende im vergangenen Jahr leitet er nun ein Unternehmen, das Ökostrom in seiner Heimat anbietet. "Wir wollen ein Netzwerk aufbauen, damit Menschen, die selbst keine Solaranlage sich holen können, auf Sonnenenergie zurückgreifen können", sagte er.

Im Anschluss mischten sich sowohl Boris Becker als auch Dominic Thiem unters Publikum und waren für einen Plausch zu haben. Nur mit der Presse wollte Becker, der übrigens ohne seine Frau angereist war, nicht sprechen.

Das sportliche Highlight des Abends war Tischfußball-Weltmeister Chris Marks, der alle Herausforderungen für ein Spiel annahm. 2019 beendete er seine aktive Karriere, seitdem tourt er mit seinem Tischkicker umher und ist für Events zu buchen. Er schafft es an den Stangen, Tore zu erzielen, ohne die Hände zu nutzen oder den Ball mit dem Torwart per Bogenlampe im gegnerischen Tor unterzubringen. Die MZ schlug sich beachtlich. Drei Treffer erzielte das Duo Ralf Petzold/Tom Gebhardt. Selbst die Regel, dass die Treffer doppelt zählen, brachte nichts. Die MZ unterlag 6 zu 10. Das Wirtschaftsforum läuft noch bis Samstag (14.6.).

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