Anwohner regen sich erfolgreich auf: Kaum Musik beim Weihnachtsmarkt von zwei Österreichern in Palma erlaubt
Der Nachbarschaftsverband Barri Cívic setzt bei einem Treffen mit Vertretern der Stadt eine der zentralen Forderungen durch. In einer anderen Frage gibt es allerdings noch Klärungsbedarf

Die Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt im Parc de Sa Feixina laufen. / Manu Mielniezuk
Der Druck der Anwohner gegen den geplanten Weihnachtsmarkt im Parc de Sa Feixina hat Wirkung gezeigt: Wie der Nachbarschaftsverband Barri Cívic bekannt gab, wird die Musik bei der Veranstaltung deutlich eingeschränkt. Die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet, dass das von zwei österreichischen Unternehmern vorangetriebene Projekt ohne Hintergrundmusik stattfinden wird. Zudem müssen die geplanten Attraktionen größtenteils ohne Beschallung auskommen.
Lediglich freitags und samstags darf jeweils zwischen 19.30 und 21.30 Uhr Musik gespielt werden. Die Lautstärke muss dabei eingeschränkt werden: Die Musik darf außerhalb des Marktes nicht zu hören sein. Die Beschallung war einer der Hauptkritikpunkte der Anwohner hinsichtlich des Weihnachtsmarkts gewesen, der zwischen dem 21. November und dem 6. Januar stattfindet. Darüber hinaus soll sich die Stadtverwaltung verpflichtet haben, Maßnahmen zu studieren, damit das Event möglichst wenige negative Auswirkungen auf den Verkehr und die Parkplatzsituation in dem Viertel hat.
Ungeklärte Fragen
In einem weiteren Punkt waren die Anwohner allerdings noch nicht erfolgreich. So sei ihnen am Mittwoch (12.11.) bei einem Treffen mit Vertretern der Stadt nicht erklärt worden, mit welcher rechtlichen Begründung der privat organisierte Weihnachtsmarkt über eine so lange Dauer in dem öffentlichen Park stattfinden darf. Der Nachbarschaftsverband hatte mehrfach kritisiert, dass der Parc de Sa Feixina offenbar kostenlos zur Verfügung gestellt wird, die Stadt aber unter anderem für den Stromverbrauch, die Müllabfuhr und die Sicherheit aufkommt. In der Hinsicht sei das Rathaus nicht ausreichend transparent, moniert Barri Cívic.
Kleiner Kulturkampf
Um den geplanten Weihnachtsmarkt "Christmas in Palma" ist ein kleiner Kulturkampf ausgebrochen. Kritiker werfen dem Projekt vor, die hiesigen Traditionen und die einheimischen Weihnachtsmärkte verdrängen zu wollen. Das Rathaus hingegen sieht in dem Weihnachtsmarkt eine Möglichkeit, die Stadt im Advent zu beleben und den Bürgern "weihnachtliche Atmosphäre" zu bieten. Der Einzelhandelsverband Afedeco, der an der Organisation beteiligt ist, betont, es handele sich um eine "mallorquinische Initiative" und keinesfalls um einen "deutschen Markt". Man werde örtliche Produkte anbieten.
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