Zwischen Sobrassada, Panettone und Glühwein: Das alles gibt es beim umstrittenen Weihnachtsmarkt zweier Österreicher in Palma
Das gastronomische Angebot des "mercadillo de Navidad" im Park Sa Feixina reicht von mallorquinische Produkten bis hin zu solchen aus Italien und Nordeuropa

Die Holzhäuschen im Park Sa Feixina stehen schon. / MANU MIELNIEZUK
Die Holzhäuschen im Park Sa Feixina in Palma sind mittlerweile aufgebaut um am 21. November soll es losgehen: Der neue Weihnachtsmarkt zweier Österreicher, der in den vergangenen Wochen für viele Diskussionen gesorgt hat, wird der erste größere auf der Insel sein. (Eine Übersicht mit weiteren gibt es unter diesem Link.)
Nach Protesten des Nachbarschaftsverband Barri Cívic hat die Stadtverwaltung verfügt, dass die musikalische Beschallung des Weihnachtsmarktes wie auch die Öffnungszeiten stark eingeschränkt werden. Neben 60 Holzhäuschen soll es, wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet, auch eine Eisbahn geben.
Essen und Trinken
An einem Teil der Häuschen können sich Besucher verpflegen. Laut dem "Diario de Mallorca" soll es sowohl mallorquinische Produkte als auch solche aus Italien und Nordeuropa geben. Neben Sobrassada, Ensaimadas und mallorquinischem Käse dürfen sich die Besucher etwa auf Kaiserschmarrn, Mutzenmandeln, gegrilltes Fleisch und Brezeln freuen.
Dazu gibt es von der Insel stammenden Moyà-Likör und, wie auf nordeuropäischen Märkten üblich, Glühwein. Dass der Weihnachtsmarkt international ausgerichtet ist, zeigt auch die Tatsache, dass es auch italienische Produkte wie Panettone oder Focaccia geben wird.
Sich mit Geschenken eindecken
Auch Weihnachtsgeschenke sollen Besucher an den Ständen bekommen, etwa Deko-Kerzen, ätherische Öle, natürliche Parfüms, Bade- und Peelingsalze aus Mallorca, Accessoires für Haustiere und Weihnachtsdekoration, darunter auch Weihnachtsbäume.
Bis zum 6. Januar soll der Markt geöffnet sein. Damit dauert er deutlich länger als die anderen Weihnachtsmärkte der Insel.
Kleiner Kulturkampf
Um den Weihnachtsmarkt im Park Sa Feixina namens "Christmas in Palma" ist ein kleiner Kulturkampf ausgebrochen. Kritiker warfen dem Projekt vor, die hiesigen Traditionen und die einheimischen Weihnachtsmärkte verdrängen zu wollen. Das Rathaus hingegen sieht in dem Weihnachtsmarkt eine Möglichkeit, die Stadt im Advent zu beleben und den Bürgern "weihnachtliche Atmosphäre" zu bieten. Der Einzelhandelsverband Afedeco, der an der Organisation beteiligt ist, betonte zuletzt mehrfach, es handele sich um eine "mallorquinische Initiative" und keinesfalls um einen "deutschen Markt". Schon deswegen werde man auch örtliche Produkte anbieten. /sw
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