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Aufbaustopp kurz vor Eröffnung: Was ist jetzt das Problem beim nordischen Weihnachtsmarkt in Palma?

Die ersten Buden stehen schon, aber mit einer Einweihung am Freitag (21.11.) wird es nichts

Die Holzbuden im Park Sa Feixina stehen schon.

Die Holzbuden im Park Sa Feixina stehen schon. / MANU MIELNIEZUK

Johannes Krayer

Johannes Krayer

Schlechte Nachrichten für alle Fans der nordeuropäischen Weihnachtsstimmung auf Mallorca: Der Weihnachtsmarkt "Christmas in Palma", der im Sa-Feixina-Park in Palma gerade aufgebaut wird, kann nicht wie zunächst geplant am Freitag (21.11.), sondern frühestens am 28. November eröffnen.

Offenbar gibt es Schwierigkeiten, die allerdings gegenüber der MZ weder die Stadt Palma, noch die veranstaltenden Verbände, noch die beiden österreichischen Geschäftsmänner hinter dem Projekt genauer benennen wollten.

Woran es genau hakt, will keiner sagen

Seitens der Österreicher war am Dienstag im Tagesverlauf gegenüber der MZ von einem "Baustopp" die Rede. Abends bestätigte dann ein Sprecher die Verschiebung "mindestens" auf den 28. November. Woran es genau hake, könne aber auch er nicht sagen. Mögliche Gründe seien der Wettereinbruch, Probleme bei der Montage und noch fehlende Genehmigungen.

Auch ein Mallorquiner, dessen Firma derzeit an den Aufbauarbeiten beteiligt ist und vor allem für die Stromversorgung zuständig ist, bestätigt den Aufbaustopp. Er habe ebenfalls keine weiteren Informationen. "Wir haben schon Generatoren aufgestellt, und sobald es weitergehen darf, machen wir weiter", sagt der Mann. Theoretisch könnten die Buden seinen Informationen nach auch schon vor dem 1. Advent öffnen.

Auch der Einzelhandelsverband Afedeco, der gemeinsam mit dem Verband Pimeco hinter dem Projekt steht, wollte die Unterbrechung beim Aufbau nicht kommentieren. "Wir sind nicht direkt in die Organisation eingebunden, sondern unterstützen das Projekt nur", erklärte eine Sprecherin.

Seitens der Stadt Palma hieß es, dass sich der Markt "möglicherweise um ein paar Tage" verschiebe. Gründe seien "irgendein Logistikthema und das schlechte Wetter". Genaueres konnte oder wollte auch die Sprecherin der Stadt nicht sagen.

Vor einigen Tagen bereits wurden die ersten Holzbuden für "Christmas in Palma" aufgebaut, um den seit seinem Bekanntwerden eine Art kleiner Kulturkampf ausgebrochen ist. Kritiker warfen dem Projekt vor, die hiesigen Traditionen und die einheimischen Weihnachtsmärkte verdrängen zu wollen.

Anwohnerprotest

Das Rathaus hingegen sieht in dem Weihnachtsmarkt eine Möglichkeit, die Stadt im Advent zu beleben und den Bürgern "weihnachtliche Atmosphäre" zu bieten. Afedeco betonte zuletzt mehrfach, es handele sich um eine "mallorquinische Initiative" und keinesfalls um einen "deutschen Markt". Schon deswegen werde man auch örtliche Produkte anbieten. Geplant ist neben den Buden auch eine 20 Meter lange Rodelbahn und eine Schlittschuhlaufbahn.

Zuletzt setzten die Anwohner der umliegenden Straßen durch, dass es während der Öffnungszeiten des Marktes deutlich weniger Musik geben wird als zunächst geplant. Lediglich freitags und samstags darf nun jeweils zwischen 19.30 und 21.30 Uhr Musik gespielt werden. Die Lautstärke muss dabei eingeschränkt werden: Die Musik darf außerhalb des Marktes nicht zu hören sein. Außerdem soll sich die Stadtverwaltung verpflichtet haben, Maßnahmen zu erwägen, damit das Event möglichst wenig negative Auswirkungen auf den Verkehr und die Parkplatzsituation in dem Viertel hat. /pss/sw

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