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Nach mehr als 20 Jahren: Eine der bekanntesten Partys Palmas fällt in diesem Jahr aus

Die Organisatoren der beliebten Flexas-Party begründen die Absage mit der "Unmöglichkeit, nachhaltige und sichere Bedingungen zu garantieren"

Tausende Menschen kamen zusammen, um den Geburstag der Kultbar zu feiern.

Tausende Menschen kamen zusammen, um den Geburstag der Kultbar zu feiern. / MIQUEL GARAU

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Die beliebte Flexas-Party in Palma fällt in diesem Jahr aus. Nach 21 Ausgaben haben die Organisatoren Pepa Charro und Xavier de las Heras die Absage der Feier am Donnerstag (28.5.) bekanntgegeben. Als Grund nennen sie die „Unmöglichkeit, nachhaltige und sichere Bedingungen zu garantieren“. Der 22. Geburtstag der Kult-Bar Flexas war traditionell im Parc de la Mar geplant und gilt als eine der bekanntesten Partys der Stadt mit enger Verbindung zur LGTBI-Szene.

Die Entscheidung sei „alles andere als leicht“ gefallen, heißt es in einer Mitteilung der Organisatoren. Über Jahre hinweg hätten sie das Projekt mit großem Einsatz getragen und gepflegt. Eine Veranstaltung dieser Größe könne jedoch nicht allein auf zwei Personen lasten, ohne eine stärkere institutionelle Einbindung, die sichere und tragfähige Rahmenbedingungen ermögliche. Im vergangenen Jahr hatte die Flexas-Party rund 15.000 Menschen angezogen.

Viel Planung dahinter

Sicherheit, Produktion, Infrastruktur, technische Koordination, Genehmigungen, Versicherungen, Prävention und Logistik erforderten inzwischen immer mehr Mittel und Strukturen, so die Organisatoren weiter. Palma verfügt über verschiedene öffentliche Förderlinien für Kultur, Veranstaltungen und Stadtprojekte. Ein Projekt wie die Flexas-Party, das seit mehr als 20 Jahren öffentliche Räume belebe, kulturelle Strukturen schaffe und Tausende Menschen zusammenbringe, verdiene es, „gehört, gepflegt und begleitet“ zu werden.

Die Absage erfolge auch aus Respekt vor der Stadt, den Besuchern, dem Team des Rathauses und den Organisatoren selbst. Es sei besser, eine Pause einzulegen, als Bedingungen zu akzeptieren, die sie als nicht tragfähig und widersprüchlich empfinden. Gleichzeitig betonen Charro und de las Heras, dass es sich nicht um ein endgültiges Aus handeln soll. Die Absage solle vielmehr eine breitere Debatte darüber anstoßen, wie unabhängige Kulturprojekte, die Palma jenseits des Institutionellen und Kommerziellen ein Leben einhauchen, aufrechterhalten werden können.

Antwort vom Rathaus

Das Rathaus von Palma meldete sich am Donnerstag ebenfalls zu Wort und bedauerte die Absage der Feier. Gleichzeitig wies die Stadtverwaltung die Darstellung zurück, die Absage sei auf fehlende Unterstützung, Meinungsverschiedenheiten oder nicht tragfähige Bedingungen zurückzuführen. Man habe die Organisatoren kontinuierlich begleitet und verschiedene Möglichkeiten geprüft, um die diesjährige Ausgabe möglich zu machen.

Die Stadt hätte sogar angeboten, die organisatorische Last der Veranstaltung zu übernehmen, einschließlich der vollständigen Verantwortung für Logistik und den für solche Großveranstaltungen vorgeschriebenen Selbstschutzplan. Außerdem sei eine Unterstützung von bis zu 45.000 Euro angeboten worden.

Die Veranstaltung war im vergangenen Jahr zum Ereignis von kommunalem Interesse erklärt worden. Auch der städtische Zuschuss für die Bar Flexas sei erhöht worden und gehöre inzwischen zu den höchsten, die eine kulturelle Einrichtung der Stadt erhalte. Zudem habe das Rathaus bei der Vermittlung mit dem Inselrat geholfen, damit die Organisatoren erstmals Zugang zu weiteren überkommunalen Fördergeldern erhalten konnten.

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