Auf dieser Mallorca-Finca gibt es eines der besten Olivenöle der Insel
Die Firma Treurer stellt ihre eigenen und hochqualitativen Olivenöle her. Jetzt lässt sich auf deren Anwesen bei Algaida erkosten, was sich alles daraus zaubern lässt

Das eigen hergestellte Olivenöl darf bei den Treuer-Gastroevents auf keinem Tisch fehlen. / Treuer
Unterwegs in der hügeligen Landschaft zwischen Llucmajor und Algaida. Diesmal besuchen wir kein Restaurant, sondern eine Finca, bestückt mit Tausenden Olivenbäumen und einer Terrasse mit Weitblick und eingedeckten Tischen. Wir sind bei Treurer, einer der bekanntesten, von der Familie Miralles geführten Olivenölfirmen der Insel, die mit ihrem Extra-Virgen-Öl aus Arbequina-Oliven zu Recht schon viele Preise eingeheimst hat – allein in diesem Jahr gab es Goldmedaillen bei internationalen Wettbewerben in Tokio und New York sowie den ersten Platz in ihrer Kategorie beim nationalen Wettbewerb Iber Oleum.

Eine Spezialität: Tomaten in Texturen mit Olivenöl-Sorbet.
Mehr als nur Goldmedallien und Preise
Nun ist die Familie gleich zwei Schritte weitergegangen. Nachdem sie im vergangenen Jahr schon viel Geld für eine eigene hochmoderne Olivenmühle in die Hand nahm, ist seit dem 1. Juni ein kleines luxuriöses Hotel mit acht Zimmern beziehungsweise Suiten hinzugekommen. Parallel haben sich die Miralles Gedanken gemacht, was sie ihren internen und externen Gästen in kulinarischer Hinsicht bieten möchten. „Wir hatten viele Ideen im Vorfeld, bis hin zu einer Kooperation mit Restaurants der Umgebung, aber schließlich entschieden wir uns für José Cortés, der maximal 20 bis 24 Gästen dreimal die Woche jeweils ein unterschiedliches Angebot am Abend macht“, erzählt der Mühlenbesitzer Miquel Miralles.

Mit Gemüse gefüllte Rotbarbe. / Treuer
Lieber selber entscheiden was gekocht wird
Cortés ist ein bekannter Koch der Insel und gleichzeitig Präsident der Kochvereinigung ASCAIB. Er hat seit einiger Zeit keine Lust mehr auf Festanstellungen in Restaurants, sondern arbeitet lieber als Privatkoch und für Events, ist als Berater für Restaurants tätig und gibt als Ausbilder Kurse. „Der feste Rhythmus eines Restaurants, in dem man viel zu oft immer das Gleiche machen muss, hat mir nicht mehr gefallen. Ich will frei kochen und agieren, wobei mir die Arbeit mit dem Nachwuchs viel Freude bereitet“, sagt Cortés.
Schon seit Längerem kocht der Olivenölfan bei speziellen Veranstaltungen im Auftrag von Treurer, sozusagen als deren „Botschafter“, sodass man sich gut kennt. „Seine Olivenölkenntnisse und sein begeistertes Kochen mit unserem Öl haben dann den Ausschlag gegeben, denn das, was wir an diesen drei Abenden anbieten, steht natürlich im Zusammenhang mit unserem Öl“, erklärt Miralles. „Ich experimentiere ständig, wie man Olivenöl am besten in die Gerichte einbringt und was man daraus machen kann“, ergänzt Cortés.
Über den Uhrsprung des Essens lernen
Und so können sich Hotelgäste, aber auch auswärtige Gäste, die sonst Spaß an leckerem Essen haben, von ihm kulinarisch verwöhnen lassen. Vorab gibt es jeweils eine informative, ebenfalls je nach Tag inhaltlich wechselnde Stunde rund ums Olivenöl mit Miquel Miralles oder seinem Vater Joan. Die Gäste spazieren über die Felder und erhalten Infos zu Anbau, Pflege, Ernte und Produktion sowie zur Geschichte der Finca. Auch die neue Mühle wird besichtigt, und man erfährt, wie man Olivenöl richtig verkostet und unterscheiden kann.

Olivenölverkostung mit Treurer-Chef Miquel Miralles.
Aktuell gibt es dienstags ein kreatives Tapas-Menü mit sechs bis acht Tapas (55 Euro) – angefangen bei Klassikern wie ensaladilla rusa mit Thunfisch, gambas al ajillo oder Kroketten bis hin zu außergewöhnlichen Kombis wie Ensaimada, belegt mit Spanferkel, Süßkartoffel-Püree, Feigenmarmelade und frischen Feigen. Donnerstags dreht sich alles ums Grillen (50 Euro), dazu gibt es ein abwechslungsreiches Vorspeisen- und Nachspeisen-Buffet. „Das Ganze ist wie eine Art Fest, sehr lebendig und mit viel Bewegung“, sagt Miralles.

Die beschriebene Ensaimada im Restaurant Treuer. / Martina Zendner
Und samstags kommt ein fünfgängiges Degustationsmenü auf den Tisch (60 Euro). „Alles wird täglich nur mit frischen Zutaten gefertigt, ich arbeite mit den mir lange Jahre bekannten Lieferanten zusammen, aber vor allem gehe ich direkt einkaufen, vorrangig bei den Produzenten der Umgebung wie etwa bei der Bäckerei Can Salem in Algaida, die uns die kleinen Ensaimadas backen. Hauptsache, frisch und saisonal, daher wechseln die Menüs regelmäßig.“

Der bekannte Koch José Cortés mit dem Vor- und Nachspeisen-Buffet am BBQ-Abend. / Treuer
Hilfreich ist überdies, dass es auf dem weitläufigen Areal auch viele Obstbäume gibt sowie einen eigens für diese Gastro-Events angelegten Gemüsegarten. Dort kann sich Cortés bedienen. Apropos: Geplant ist es, diese Events ganzjährig – vielleicht in abgewandelter Form –zu veranstalten, ein Innenraum steht zur Verfügung.
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